68. Jahrgang

Aktuelles von der Deutschen Briefmarken-Revue

Sensationspreis für "Chinesische Affen"


28.01.2017 | HONGKONG Wir schrei­ben das Jahr 1980. Die Volksrepublik Chi­na gibt erstmalig seit ihrer Gründung im Jahr 1949 Briefmar­ken heraus, die einem chinesischen Tier­kreiszeichen gewidmet sind. Der "Chine­sische Affe" ist Startschuss einer bis heute andauernden Tradition, jährlich das jeweilige astrologische Zeichen des chinesischen Mondkalenders mit einem Briefmarken­motiv zu würdigen.


Ein Sprung in das Jahr 2016. Der unbestrittene Höhepunkt der 326. John-Bull-Auktion in Hongkong steht kurz bevor: Die Ver­steigerung eines kompletten Bogens mit 80 Marken des heute schon legendären „Chi­nesischen Affen“ von 1980. Dieter Mi­chel­son, heute Mitgesellschafter von Deutsch­lands ältestem Auktionshaus Heinrich Köh­ler sowie von John Bull, erinnert sich: "An­fang der 1980er, als ich noch im Neuheiten-Geschäft tätig war, habe ich die Einzelmarke des 'Roten Affen' als Nachbestellung für 40 Pf an meine Kunden verkauft. Allein der Wert der Einzelmarke liegt heute bei rund 2000 Euro!" Die Begeisterung für die Marke ist weithin bekannt, dennoch haut das Er­gebnis die Beteiligten fast von den Stühlen. Nach einem Ausruf von 1 000 000 HKD wird der Schalterbogen für sensationelle 1 380 000 HKD (inkl. Aufgeld), umgerechnet rund 168 000 Euro, an einen glücklichen Bie­ter verkauft. Eine geradezu astronomische Ent­wick­lung seit 1980, vor allem vor dem Hintergrund, dass die Marke einen Ausga­bewert von seinerzeit 8 fen (12 Euro-Cent) hatte. Im Jahr 2010 hatte das Auk­tionshaus John Bull erstmals einen kompletten Schalterbogen mit 80 Exemplaren der Marke angeboten, der bereits damals für umgerechnet 125 000 Euro verkauft wurde.

Die einmalige Preisentwicklung und der fast schon sagenhafte Wert dieser noch verhältnismäßig jungen Ausgabe liegen zu einem großen Teil in der Begeisterung der Chi­nesen für diese Briefmarke begründet. Be­reits bei Erscheinen im Jahr 1980 schlug die Marke Sammler wie Nicht-Sammler in ihren Bann. Das Motiv des Affens, eines der be­liebtesten Tierkreiszeichen in China, in Kom­bination mit der Farbe Rot, die als Farbe des Lebens gilt und der zudem Glück bringende Eigenschaften nachgesagt werden, wusste direkt zu überzeugen. Darüber hinaus stammte der Entwurf von Huang Yongyu (heute 92), einem bekannten chinesischen Kunstmaler. Trotz einer relativ hohen Auf­lage von 5 Millionen Exemplaren entwickelte sich die Marke schnell zu einer kleinen Seltenheit, einem Sammlerobjekt mit au­ßergewöhnlichem Wert. Ein Trend, der sich auch heute noch fortsetzt! Anlässlich des Jahres 2016, ebenfalls ein Jahr des Affen, hat die Chinesische Post zu Neu­jahr neue Affen-Briefmarken an die Schalter gebracht, die ebenfalls von Huang entworfen wurden. Sammler standen bereits vor der Ausgabe vor den Postämtern Schlange.

Die Begeisterung für die Philatelie Chinas, insbesondere der Marken der Volksrepublik, ist im asiatischen Markt und ebenso weltweit deutlich spürbar. Derzeit stark im Kom­men sind FDC's und echt gelaufene Briefe mit den Ausgaben der Volksrepublik. Diese bringen auf Auktionen häufig das Doppelte bis zum Fünffachen des Ausruf­preises. Briefe sind auch deshalb zunehmend stärker nachgefragt, weil die Sammler merken, wie selten Post mit Marken der Volksrepublik China ist.

Die Firma John Bull ist eine der ersten Adres­sen im asiatischen Markt für den Ver­kauf von Briefmarken und Briefen. Im Un­ter­neh­mensverbund des Global Philatelic Net­work, gemeinsam mit den Traditions­firmen Heinrich Köhler (Wiesbaden/Deutsch­land), Corinphila Auktionen (Zürich/Schweiz), Corinphila Veilingen (Amstelveen/Nieder­lande) und H.R. Harmer (USA), ist sie international als philatelistischer Partner in herausragender Stellung. Kooperationen ermöglichen den Kunden, unabhängig vom Ort ihrer Ein­lieferung, die Versteigerung über den für einen Verkauf sinnvollsten Standort bzw. Partner. Die gesamte Administration und Logistik übernehmen die Partnerunter­nehmen. Darüber hinaus bieten sich so Möglichkeiten von gemeinsamen Auktio­nen, wie in der Vergangenheit schon höchst erfolgreich unter Beweis gestellt wurde. Am 25. März 2017 folgt mit einer Simultan-Auktion der Firmen Heinrich Köhler und John Bull bereits das nächste Highlight: der Verkauf einer großartigen Sammlung "Post nach Fernost", die zeitgleich in Wiesbaden und Hongkong versteigert wird und so direkt auf die interessierten Sammler am Markt trifft.


Bildbeschreibung:

» www.jbull.com

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