68. Jahrgang

Aktuelles von der Deutschen Briefmarken-Revue

179. Rauhut-&-Kruschel-Auktion: Hohe Zuschläge für Spitzenstücke und Spezialsammlungen


26.09.2017 | Als weiterer Meilenstein geht die zurückliegende 179. Auktion des Hau­ses Rauhut & Kruschel in die Firmengeschichte ein. Zum zweiten Mal in diesem Jahr (!) wurde eine neue Bestmarke gesetzt und mit einem Ge­samtumsatz von 2 225 000 Euro (inkl. Aufgelder, ohne MwSt.) sogar das Ergebnis der 175. Auktion aus dem Februar übertroffen. Und dies nicht ohne Grund, bot das erste Septemberwochenende doch schließlich alles, was eine hochklassige Auktion ausmacht: ein eindrucksvolles Angebot ge­suchter Philatelie & Postgeschichte, von Einzellosen (zahlreiche Rari­tä­ten inklusive) über attraktive Lots und Sammlungen bis hin zu einer her­ausragenden Nachlassabteilung, und nicht zu vergessen die Beteiligung der Sammler und Händler vor Ort, die erneut für Spannung und eine einzigartige Atmosphäre im Auktionssaal sorgten.


Von Grenzrayon bis Posthorn

Dem gewohnt umfangreichen und breit gefächerten Angebot an Ein­zel­losen ab Vorphila/Altdeutschland über alle deutschen Sammelgebiete bis hin zu Europa und Übersee stand erneut ein ansehnlicher "Raritätenteil“ gegenüber. Dieser präsentierte zahlreiche begehrte Spitzenlose, darunter die beiden Titelstücke des Kataloges aus Ol­denburg, die ihren Ausruf beide nahezu verdoppeln konnten. Die 1/3 Gr. schwarz/olivgrün als Einzelfrankatur auf Drucksache (Los 170 - Ausruf: 10 000 Euro) steigerte auf großartige 19 000 Euro. Das Paar der 1/4 Gr. orange auf Kabinettbriefstück (Los 173 - Ausruf: 4000 Euro) erzielte einen beachtlichen Zuschlag von 8000 Euro.

Große Nachfrage konnte auch die Spezialsammlung "Die Schweizer Gren­zrayons“ des BPP-Prüfers René Simmer­macher verzeichnen, die mit einer starken Verkaufsquote und großem Bieter­interesse für Aufsehen sorgte. Beispiel­haft genannt sei Los 719 (Ausruf: 1000 Euro), ein Brief aus dem badischen En­gen nach Schaffhausen in der Schweiz und zurück, der eine badische 3-Kreu­zer-Briefmarke mit einer Schweizer Stru­bel-Marke vereint und seinen Ausruf­preis bei einem Zuschlag von 1950 Eu­ro fast verdoppeln konnte. Starke Er­gebnisse erzielte auch die Ausstellungs­samm­lung "Posthorn“, die ebenfalls als Son­derteil angeboten wurde und diverse außergewöhnliche Stücke bereithielt. Nennenswert ist sicherlich das Ergebnis für Los 599, eine 90 Pf Posthorn aus der linken oberen Bogenecke mit Platten­nummer "3“ in postfrischer Erhaltung. Nach Ausruf bei 800 Euro wurde das tadellose Stück bei beeindruckenden 2300 Euro zugeschlagen. Die Verstei­ge­rung des zweiten Teils der Samm­lung "Holthaus“ (Deutsches Reich In­flation 1919–1923) wusste ebenfalls mit einer Vielzahl schöner Stücke zu überzeugen. Den Spitzenzuschlag sicherte sich Los 5223, die größte bekannte Ein­heit der 800 T. a. 500 Mk. (25er-Block) als Mehrfach­fran­katur auf Brief vom 3. November 1923, mit einem Er­gebnis von 11 500 Eu­ro.

Spannung bei Sammlungen und Posten

Auch der mit Span­nung erwartete Auk­tions-Samstag ließ kaum Wünsche übrig. Den zahlreichen be­reits im Vor­feld eingegangenen Geboten auf das attraktive An­gebot der Nach­lass­abteilung stand eine ebenso gro­ße Beteiligung der Bieter vor Ort ge­genüber. Die Samm­ler und Händ­ler sorgten mit teils heftigen Bietergefechten für eine Spitzen­stimmung, und vie­le Lose übertrafen die Erwartungen bei weitem. Ein Ge­samtergebnis von 1,47 Millionen Euro allein für diese 561 Lose ist wahrlich mehr als beeindruckend - und dies in­nerhalb von nur vier Auktionsstun­den! Angenehm wird von vielen der persönlichen Besucher die "echte Auk­tions­at­mosphäre“ wahrgenommen, bei der nicht durch eine parallele In­ternet-Teil­nahme viel Zeit und Auk­tions­stimmung verloren geht.

Wie groß die Nachfrage war, konnte man dem voll besetzten Auktionssaal auf den ersten Blick ansehen. Nicht we­nige Bieter mussten das "Treiben“ stehend verfolgen. Die glücklichen Gesich­ter der anwesenden Höchstbie­tenden, Sammler wie Händler, spiegelten die Begeisterung. Der großartigen Nach­frage und dem Zuspruch entsprach letztlich auch das Gesamter­gebnis, und das Team von Harald Rau­hut darf sich zurecht über eine neue Bestmarke freuen.

Alle Ergebnisse der Versteigerung sind online unter www.rauhut-auktion.de einzusehen. Eine gedruckte Ergebnis­liste kann beim Auktionshaus Rauhut & Kruschel angefordert werden.


Bildbeschreibung: Steigerte von 10 000 auf 19 000 Euro: Einzelfrankatur der 1/3 Gr. schwarz/ olivgrün von Oldenburg auf Drucksache.

» www.rauhut-auktion.de

» Zurück zur übersicht
 1 | 2 | 3 | 4 | | » 

Auktionskalender

DatumAuktion
20.11.2017
bis
22.11.2017
Schlegel-Jubiläumsauktion
[mehr]
22.11.2017
bis
24.11.2017
218.-221. Corinphila-Auktion
[mehr]
24.11.2017
bis
25.11.2017
175. Loth-Auktion
[mehr]
30.11.2017 169. Austrophil-Auktion
[mehr]
01.12.2017
bis
02.12.2017
61. Aix-Phila-Auktion
[mehr]



Veranstaltungskalender

DatumVeranstaltung
22.11.2017 Tausch­treffen
53721 Siegburg/Res­taurant "KUBANA", ... [mehr]
25.11.2017 Großtauschtag für Briefmarken, Münzen und Postkarten, Werbeschau
78628 Rottweil/Stadthalle, Stadionstr. 40/9-16 Uhr[mehr]
25.11.2017 Vortrag
Willi Melz "Postzeitungsvertrieb DDR“[mehr]
26.11.2017 Briefmarken-, Münz- & AK-Börse
10243 Berlin/Berliner Ostbahn­hof, Koppenstr. 3[mehr]
26.11.2017 Groß­tausch­tag
21391 ... [mehr]