68. Jahrgang

Aktuelles von der Deutschen Briefmarken-Revue

Altdeutschland-Spezial zum 90-jährigen Firmenjubiläum


01.01.2010 | BRAUNSCHWEIG Im Herzen Braunschweigs, in der Hagenbrücke 19, liegt eines der ältesten und renommiertesten Briefmarken-Fachgeschäfte Deutschlands, die Firma Karl Pfankuch & Co. Sie wurde 1919 von drei Teilhabern gegründet.


Zwei davon verließen in den wirtschaftlich schwierigen 1920er Jahren die Firma, die fortan von Bern­hard Hübschmann alleine fortgeführt wurde. Am 15. November 1935 eröffnete er ein Ladengeschäft in der Schützenstraße, das schnell zu einem beliebten Treffpunkt wurde, aber Mitte Oktober 1944 bei einem Bombenangriff ausbrannte. Der Neuanfang nach dem Zweiten Weltkrieg war schwer. Die Bestände waren weitgehend vernichtet, der Kontakt zu den Kunden in Ostdeutsch­land unterbrochen. Trotz aller Widrigkeiten gelang es Hübschmann, mit Unterstützung seines Neffen Karl Jürgen Tellgmann das Geschäft wieder anzukurbeln. Parallel entstand mit dem Auktionshaus ein zweites Standbein. Die erste Pfankuch-Auktion fand am 15. November 1950 statt. Neben dem weiteren Ausbau der Firma engagierte sich Hübschmann auch auf Verbandsebene. Er gehörte zu den Mitbegründern des Bun­desverbandes der Deutschen Briefmarken­versteigerer (BDB). 1976 verstarb er überraschend auf der Fahrt zu einer Briefmarken­messe. Sein Neffe übernahm die Firma, ehe er sie 1987 an Peter Siebe­rath weitergab. Mit der Aussicht auf die Firmenübernahme hatte eben jener Peter Sieberath, der auch heute noch den Auk­tionshammer schwingt, als Angestellter in der Firma Pfankuch be­gonnen. Sein Liebe zur Philatelie beeinflusste die Berufswahl nach Schule und Studium.

Die 192. Pfankuch-Jubiläumsauktion am 25. und 26. November hatte mit Altdeutsch­land einen Schwerpunkt, der rund 1000 Lose umfasste. Sehr gute Ergebnisse brachte dabei u. a. Braunschweig. So stieg ein seltener Inlandsbrief mit der MiNr. 1 a nach Helmstedt von 350 auf 1420 Euro. Ein Drei­erstreifen und ein Paar der MiNr. 4 auf Brief sprangen von 1000 auf 6600 Euro. 1240 (700) Euro kostete ein Luxusbrief mit einem Dreierstreifen der MiNr. 4 von Wolfenbüttel nach Helmstedt. Schließlich landete eine Ganzsache MiNr. U 1A mit einem Paar der MiNr. 6 c nach Quickborn bei 1020 (200) Euro.


» www.karl-pfankuch.de

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