68. Jahrgang

Aktuelles von der Deutschen Briefmarken-Revue

Felzmann versteigert die Olympia-Sammlung von Fritz Karpinski!


22.05.2010 | Fritz Karpinski, der am 26. April 2010 im Alter von 90 Jahren verstarb (siehe Rubrik „Panorama“, Seite 74), war ein Olympia-Sammler der ersten Stunde. Schon in den 1950er Jahren baute er ein Objekt zu den Olym­pischen Spielen 1936 in Deutschland auf, für das er später höchste Auszeichnungen erhielt. Noch zu Lebzeiten vertraute er seine Sammlung dem Düsseldorfer Auktionshaus Ulrich Felzmann an und hat sie selbst zur Versteigerung vorbereitet. Auf der 130. Internationalen Auktion vom 16. bis 19. Juni gehört die Karpinski-Sammlung zu den Schwer­punkten.


"Entdecker" der Freistempel

Auktionator Ulrich Felzmann versteigert am 17. Juni die renommierte Olym­pia-Spezialsammlung „Deutsche Reichspost und die XI. Olympiade 1936“. Der in Fachkreisen bekannte Olympia-Sammler Fritz Karpinski hat mit dieser Sammlung, die mehrfach mit Gold ausgezeichnet wurde, den philatelistischen Olymp erklommen. Angesteckt vom olympischen Geist, war der passionierte Philatelist Mitte der 1950er Jahre ei­ner der ersten, die sich philatelistisch mit den Olym­pi­schen Spielen in Berlin 1936 befassten. Vor den anderen entdeckte er die heute so begehrten Freistempel zu diesem Anlass, spezialisierte sich dann auf die tarifgerechte Ver­wendung der Olym­pia-Mar­ken­aus­ga­be, des Block­paares, der Zusam­mendrucke und der beiden Mar­ken­heft­chen. Das um­-
fas­sende Angebot dieser Sammlung be­ginnt mit Belegen vom Olympischen Kongress Berlin 1930, beinhaltet Essays der später verausgabten Olympia-Marken, behandelt ausgefallene Olym­pia-Frankaturen und Portostufen wie Wertbriefe und Rohrpost. Die Vielfalt der angebotenen Freistempler zu den Olympischen Spielen 1936 besticht in diesem Angebot nebst drei Frei­stem­plern aus dem Ausland. Sonderstempel und Werbestempel runden die Palette ab. Hinzu kommt eine Vielzahl von Zep­pelin-Briefen und Zuleitungen zur Olympia­fahrt 1936, die genau 14 Stun­den dauerte.

Das Spitzenstück aus der Karpinski-Sammlung ist Auktionslos Nr. 233. Die Einschreiben-Karte wurde am 29. Juli 1936 in Oslo aufgegeben und nach Frankfurt geschickt, um von dort ihre Reise mit dem Zeppelin LZ 129 Hin­denburg bei der legendären Olym­piafahrt am 1. August 1936, dem Eröff­nungstag der Olympischen Spiele, nach Berlin fortzusetzen. Hierbei handelt es sich um eine große Zeppelin-Rarität, weil bei dieser Fahrt Zuleitungs­post aus Norwegen äußerst selten vorkommt. Die eingeschriebene Karte startet mit 2500 Euro.


Bildbeschreibung: Star der Karpinski-Sammlung: Äußerst seltene Zuleitungspost aus Nor­wegen zur Zeppelin-Olympiafahrt 1936.

» www.felzmann.de

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