68. Jahrgang

Auktionsberichte

Auflösung interessanter Spezialsammlungen


23.03.2017 | DRESDEN Im Mittelpunkt der 175. Dresdner Briefmarken-Auktion am 17. und 18. Mai 2017 steht u.a. die Detaillierung von Spe­zialsammlungen "Deutsche Kolonien" und "SBZ-Handstempel: Bezirke 3 und 27" in meh­reren hundert Losen mit vielen Selten­hei­ten. Des Weiteren wird eine Spezialsamm­lung Katapultpost-Dampfer "Bre­men" und "Europa" in zwei Lose aufgeteilt, jeweils zum Ausruf von 5000 Euro. In einem Sonderkata­log wird die DDR-Dienstmarken-Sammlung von Dr. Hans-Karl Penning präsentiert.


Die Auktion startet mit einer umfangreichen Abteilung Münzen, Banknoten, Orden und Ehrenzeichen. Auch zahlreiche Aktien und Ansichtskarten finden sich im Angebot. Ein Blickfang bei der Zeppelinpost ist ein seltener Brief mit dem kompletten Satz der Zep­pelin-Sondermarken 1933 sowie Zu­satz­fran­katur und entsprechenden Stempeln der tripolitanischen Post zur Italien-Fahrt des LZ 127 im Jahre 1933 (950 Euro).

Im Europa-Teil bietet Frankreich eine ge­stempelte 40 C. mit retuschierter 40 (breite 4) vom Feld 146 (MiNr. 5 R) für 500 Euro. Liechtenstein weist einen postfrischen Va­duz-Block auf (500 Euro), Österreich einen WIPA-Block 1933 postfrisch mit Originalum­schlag (800 Euro). Beachtung verdient eine Probe der Österreich MiNr. 968, 20 S. ungezähnter Probedruck in Schwarz auf gestrichenem Kartonpapier ohne Gummi wie her­gestellt. Diese Probe­druckvariante ist bisher nicht katalogisiert. Laut Aussage des Prüfers Soecknick BPP ist dies der erste Probedruck, der ihm in dieser Form vorgelegen hat. Die hervorragende Qualität des Druckes könnte darauf schließen lassen, dass es sich hierbei um eine Art Vorabzug zur Beurteilung der Druckqualität handeln könnte (200 Euro). Tsche­choslowakei lockt mit einem Briefstück mit den MiNrn. III a und IV (500 Euro).

Unter Übersee finden sich etliche Ausgaben der VR China, beispielsweise Block MiNr. 9 ohne Gummi wie verausgabt (1000 Euro). Für Anleger ist ein Los mit je 1000 Stück der Philippinen-Blocks MiNrn. 9 a und 9 b je­weils mit Sonderstempeln interessant (600 Euro).

Bei Altdeutschland hervorzuheben sind ein senk­rechter 3er-Streifen der Braun­schweig MiNr. 4 auf portogerechtem Brief (300 Euro), eine Einzelfrankatur der Olden­burg MiNr. 13 (400 Eu­ro), ein ungebrauchter 3er-Streifen der Preußen MiNr. 11 a (500 Euro) und eine ge­stempelte Schleswig-Holstein MiNr. 1 a (500 Euro). Sehr breit sind die Brustschild­aus­gaben des Deut­schen Reiches vertreten, u.a. mit einem Pa­ketbegleitbrief von Eckernförde in die USA mit den MiNrn. 5 (2) und 12 (2) sowie NDP MiNr. 26 (2) für 500 Euro. Eine Einzelfran­katur der MiNr. 24 auf Ortsbrief geht mit 800 Euro ins Rennen. Zu den besseren Stü­cken im Infla-Teil gehört die MiNr. 319 AWb mit echtem Stempel von Wismar (450 Eu­ro). Für einen in Friedrichshafen gestempelten Nothilfe-Block sind mindestens 3500 Euro zu bieten. Der Neuguinea-Vorläufer Mi­Nr. V 42 c als Einzelfrankatur auf Nachsen­de­brief ist mit 1000 Euro taxiert. Auf diesen Ausruf kommt auch die 3 d. auf R-Zettel "Stephansort" der britischen Besetzung von Neuguinea, von der bisher nur 24 Stück re­gistriert sind. Das Ponape-Provisorium MiNr. 7 Pv auf Ansichtskarte startet mit 1200 Euro. Auch die Nebengebiete enthalten etliche gesuchte Marken und Belege.

Sehr stark besetzt sind die deutschen Lo­kal­ausgaben ab 1945. Zu den Topstücken bei der SBZ zählen die MiNr. 22 c postfrisch (540 Euro), die MiNr. 31 ya im waagerechten 6er-Block aus der rechten oberen Bo­genecke, dabei zweite Marke mit spektakulärem Druckausfall (440 Euro), die Seiffen MiNrn. 46 L und 47 aL (2) auf portorichtig frankiertem Scherwenke-R-Brief ab Lom­matzsch Land (700 Euro), der Block MiNr. 4 S mit Vollgummierung (1600 Euro) und der Satz Gaschwitz MiNrn. 116 EX,117 a EX und 118/19 EX gestempelt (3000 Eu­ro). Zu den Raritäten bei den Bezirksstem­pelauf­drucken gehören die MiNr. IIdII postfrisch von Heidersdorf/Neuhausen und die MiNr. InII aus Muskau ebenfalls postfrisch (1600 bzw. 3500 Euro). Stark spezialisiert zeigt sich auch die DDR, wo sich zum Beispiel die Wasserzeichenvariante MiNr. 453 YI gestem­pelt für 1400 Euro findet.

Eine gehaltvolle Abteilung mit Sammlun­gen, Posten und Nachlässen markiert das Ende der zweitägigen Versteigerung.


Bildbeschreibung: Unikat: DDR-Dienst MiNr. D 40 zweimal auf Brief. Insgesamt sind nur neun Briefe mit dieser Marke bekannt.

» www.dresdner-briefmarkenauktion.de

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