68. Jahrgang

Auktionsberichte

175. Rauhut-&-Kruschel-Auktion: "Rekord-Start" in das Auktionsjahr 2017!


24.03.2017 | Die erste Rauhut-&-Kruschel-Auktion des Jahres 2017 lockte bereits im Vorfeld mit einem Spitzenprogramm und knapp 11 000 Losen von Altdeutschland bis Übersee, die Sammlerherzen höher schlagen ließen. Dem­entsprechend groß war das Bieterinteresse an der einzigartigen Auswahl attraktiver Einzellose - darunter ein umfangreicher Raritäten-/Sonderteil - sowie den angebotenen Lots, Sammlungen und Nachläs­sen, die am 17. und 18. Februar 2017 in Mülheim a. d. Ruhr ausgerufen wurden. Insbesondere der Samstag (18. Februar) bot höchstspannende Bietergefechte unter Beteiligung zahlreicher Sammler, Händler und Kom­missionäre vor Ort, die es sich nicht nehmen ließen, der Auktion persönlich beizuwohnen und am Geschehen live teilzunehmen. Dank einer her­ausragenden Verkaufsquote schlossen die beiden Verstei­ge­rungs­tage mit einem Gesamtergebnis von rund 2 150 000 Euro (inkl. Auf­gelder, ohne MwSt.) - die bisher erfolgreichste Auktion der Firmen­geschichte von Rauhut & Kruschel und ein mehr als gelungener Auftakt in das Jahr 2017!


Philatelistische "Juwelen" und gesuchte Einzellose

Rekordverdächtig war bereits das An­gebot der Einzellose mit einer beeindruckend großen Auswahl wertvoller Marken und Briefe, gesuchter Stempel und zahlreicher Besonderheiten mit Schwerpunkt Altdeutschland sowie wei­teren reizvollen Stücken der deutschen Sammelgebiete von der Vorphilatelie bis zur Moderne. Der Raritätenteil präsentierte verschiedenste Spitzenstücke, die zu begeistern wussten, darunter die beiden einzigen bekannten Teilfranko-Briefe aus Bar­bados nach Preußen (Los 1/Zuschlag: 2500 Euro), ein wunderschönes Paar der 3 Pf Hannover (MiNr. 20, Los 276/Zuschlag: 1650 Euro), ein 3er-Streifen der ½ Schilling aus Helgo­land (MiNr. 6 g) auf Brief (Los 293/Zu-schlag: 1500 Euro) oder ein rarer Ganzsachenausschnitt 1 Sgr. rosa aus Meck­lenburg-Strelitz auf Brief (Los 368/Zu­schlag: 2800 Euro), um nur einige Beispiele zu nen­nen.

Einen besonders starken Auftritt hatten die "Bre­men-Lose", darunter zahlreiche attraktive und wertvolle Briefe, die beachtliche Steige­rungen und Zuschläge erzielten. Ein prachtvoller Brief aus Ve­gesack nach Bremen mit Einzelfrankatur der 2 Gr. gelborange (MiNr. 5 a) stei­gerte auf 3200 Euro (Los 147), ein tadelloser Beleg mit Einzelfrankatur der 2 Gr. rotorange (MiNr. 10 b) wurde für 1700 Euro zugeschlagen (Los 168), und ein Paar der 10 Gr. schwarz (MiNr. 14) auf Transatlantikbrief nach New York erzielte 2200 Euro (Los 178).

Bemerkenswert auch die Steigerung einer Preußen 1 Sgr. karmin (MiNr. 16) als Teilfranko auf Streifband von Berlin nach Portugal (Los 490). Das einzigartige Stück wurde nach einem Ausruf von 150 Euro um mehr als das Vierfache gesteigert und bei sensationellen 660 Euro zugeschlagen. Ebenso selten - und begehrt - war eine Briefvorderseite mit nachverwendetem Thurn und Taxis K1 "Cassel Bahnhof" und vollständiger 14 ¼-Sgr.-Frankatur von Preußen nach Buenos Aires/Argentinien, die um mehr als das Dreifache auf 1250 Euro gesteigert wurde (Los 562). Eines der Titelstücke des Kataloges, eine einzigartige Thurn-&-Taxis-Fünffarbenfrankatur auf Ganzsache als Paketbegleitbrief ab Ru­dolstadt nach Essen (Los 575), erzielte beachtliche 5200 Euro, wobei sich immerhin fünf schriftliche Bieter um das Los bemühten. Einen der Spit­zen­zuschläge bei den Einzellosen des Deutschen Reiches sicherte sich ein "Vineta"-Provisorium auf Drucksache in besonders schöner Erhaltung, bei dem der Hammer bei 8800 Euro fiel (Los 675).

Dass es gerne auch etwas "moderner" sein durfte, bewiesen die Steigerungen und Zuschläge bei den Losen der Bauten-Serie, darunter eine 20-Pf-Marke im ungebrauchten Paar mit handschriftlich in die Platte geritzter HAN (Los 714/Zuschlag: 740 Euro) oder eine seltene gestempelte Einzelmarke der 40 Pf grauviolett, Type 1 a, in E-Zähnung (Los 719/Zuschlag: 2100 Euro).

Traditionell ist der Andrang am Auk­tionssamstag groß, wenn es um die die Nachlassabteilung und den Ausruf der Sammlungen und Posten geht. Und so wurden die Gäste auch bei der 175. Rauhut-&-Kruschel-Auktion nicht enttäuscht: Den in großer Anzahl anwesenden Interessenten stand eines der umfangreichsten Angebote der Fir­men­g­­eschichte mit zahlreichen attraktiven Losen gegenüber. Und so ging es heiß her mit spannenden Bieterge­fechten und Zuschlägen im Minuten­takt, angefangen von den Münz- und Briefmarkennachlässen "gegen Gebot" bis zu den Sammlungen und Posten von Altdeutschland bis Alle Welt. Bei bester Stimmung im Auktionssaal und einem beeindruckenden Tempo wurden die 581 Lose der "Nachlass"-Ab­teilung mit einem Umsatz von 1,4 Mil­lionen Euro (inkl. Aufgelder, ohne MwSt.) innerhalb von nur vier Stunden versteigert. Ein Ergebnis, das wahrlich für sich spricht. Am Ende des Tages durften sich Harald Rauhut und sein Team über einen verheißungsvollen Start in das Auk­tionsjahr 2017 und einen neue "Best­marke" freuen.


Bildbeschreibung: Konnte seinen Ansatz mehr als vervierfachen: teilfrankiertes preußisches Streifband von Berlin nach Portugal.

» www.rauhut-auktion.de

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