68. Jahrgang

Auktionsberichte

Bisher höchster Preis für eine einzelne DDR-Briefmarke!


22.06.2017 | DRESDEN Die 175. Dresdner Briefmarken-Auktion am 17. und 18. Mai 2017 kann als erfolgreich bezeichnet werden. Rund 60 % der insgesamt 5596 Lose wurden verkauft, Sammlungen wiesen mit 70 % eine noch höhere Verkaufsquote auf.


Der Sonderka­talog mit der DDR-Dienstmarken-Samm­lung von Dr. Hans-Karl Penning brachte es sogar auf eine verkaufte Loszahl von 81 %. Ein Teil der Lose konnte erstmals live im Internet mitbeboten werden, was 55 Kun­den nutzten. Sehr hohe Verkaufsqouten im Einzellos-Bereich verbuchten Münzen, An­sichtskarten, Altdeutschland, Deutsche Aus­landspostämter und Kolonien sowie DDR.

Im Europa-Teil überzeugte die Nordin­germanland MiNr. 11 als Bedarfs-Einzel­frankatur mit 410 (100) Euro. Bei Übersee zog die chinesische Ganzsachenkarte MiNr. P 13 als Suchdienstkarte mit entsprechendem Zudruck und russischer Zensur aus TIENTSIN 28.7.16 via Bahnpost Peking-Moukoek und Manchouli nach Chemnitz von 120 auf 540 Euro.

Highlight in der Flugpost-Abteilung war ein Apollo-15-Mondbrief, der von 5000 auf 7600 Euro kletterte. 5000 bzw. 5600 Euro bei jeweils 5000 Euro Startpreis brachten Spezialsammlungen in je zwei Alben zur Ka­tapultpost der Dampfer "Europa“ und "Bre­men“. Ein zur Italienfahrt des LZ 127 im Jahre 1933 bei der Post in Italienisch-Tripolitanien aufgelieferter Brief mit komplettem Satz der Zeppelin-Sondermarken wurde für 1050 (950) Euro mitgenommen.

Mit 350 (80) Euro seinen Ansatz mehr als vervierfachen konnte ein postfrischer Eck­rand-4er-Block der MiNr. VII des Deut­schen Rei­ches. Eine Einzelfranka­tur des Neugui­nea-Vor­läufers MiNr. V42c auf Nachsende­brief stieg von 1000 auf 2200 Euro. Für 1150 (700) Euro wur­de die Marianen Mi­Nr. 5 I auf Briefstück zugeschlagen.

Zur Taxe von 3000 Eu­ro wechselten die SBZ West­sachsen MiNrn. 116 EX, 117 aEX, 118/ 19 EX, Gaschwitz 5 bis 12 Pf komplett ge­stempelt, den Besit­zer. Die 3 Mark "Tau­be" mit Handstem­pel Bezirk 3 Berlin-Wil­helmsruh auf überfrankiertem Orts-R-Brief klettere von 550 auf 800 Euro. Bemerkenswerte 500 (60) Euro brachte die DDR MiNr. 242 I im waagerechten Paar aus rechter oberer Bogen­ecke. Ein gestempeltes Exem­plar der Wasserzeichen­variante DDR MiNr. 453 YI war einem Liebhaber 1450 (1400) Euro wert.

Gespannt war man auf den Verkauf der DDR-Dienstmarken-Sammlung. Den bisher höchsten Zuschlag, den jemals eine einzelne DDR-Briefmarke brachte, erzielte Los 6049 mit 5200 (5000) Euro. Es handelte sich um ein postfrisches Exemplar der MiNr. D 14 YI. 3100 (3000) Euro erlöste die MiNr. D 32yII XII im postfrischen Viererstreifen aus der linken unteren Bogenecke mit komplettem Druckvermerk. Für zwei Exemplare der MiNr. D 40 mit Zusatzfrankatur als portorichtige Mischfrankatur auf Eilboten-R-Brief fiel der Hammer bei 3700 (3000) Euro. 440 (100) Euro war einem Bieter eine portogerechte Eilboten-Drucksache mit der MiNr. D 17 in Mischfrankatur mit zwei Exemplaren der MiNr. 405 wert. Es handelt sich um eine Verwendungsform-Rarität ersten Ranges, dazu noch als Mischfrankatur mit dem 84-Pf-Wert und Werten der Dauerserie, die vermutlich nicht wieder beschaffbar ist.


Bildbeschreibung: Aus der Dr.-Penning-Sammlung: Mischfrankatur mit zwei Exemplaren der MiNr. D 40 auf Eilboten-Einschreiben-Brief (3700/3000 Euro).

» www.dresdner-briefmarkenauktion.de

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