68. Jahrgang

Auktionsberichte

Großes Interesse an ungebrauchter Klassik


01.01.2010 | BIETIGHEIM-BISSINGEN Innerhalb von nur zwei Monaten ist es Christoph Gärtner ge­lungen, eine weitere ebenso umfang- wie erfolgreiche Briefmarkenauktion mit rund 16 000 Losen auf die Beine zu stellen.


Seine insgesamt erst 12. Versteigerung vom 17. bis 20. November war mit einem Gesamt­zuschlag von über 4 Millionen Euro (inklusive Aufgelder und Steuern) zugleich eine seiner erfolgreichsten.

Ceylons 4 d. und 9 d. der ersten Ausgabe von 1857/59 ungebraucht wurden für 44 000 (38 000) bzw. 37 000 (30 000) Euro zugeschlagen. Auch eine ungebrauchte 15 c. schwarz auf blau von 1852 aus Reunion für 29 000 Euro oder eine ebenfalls ungebrauchte Dienstmarke Großbritanniens zu 1 Pfd. Queen Victoria von 1882 für 22 000 Euro (Startpreis jeweils 15 000 Euro) zeigten das große Interesse an ungebrauchten klassischen Ausgaben. Daneben war natürlich der bekannte Trend hin zu außergewöhnlichen Belegen spürbar. So wurde ein Erst­tagsbrief der Nr. 1 von Dänemark (1851) für 18 000 (20 000) Euro verkauft. Ein Brief mit den Facit Nr. 1 a (2) und 2 a von Schweden aus 1855 nach Finnland fand zur Taxe von 25 000 Euro einen neuen Besitzer. Auch bei Deutschland war das Besondere gefragt. Den Ausruf von 15 000 Euro brachte ein sogenanntes Stockach-Provisorium von Baden, eine der versehentlich ungezähnt gebliebenen 3 Kreuzer von 1862 (MiNr. 18 U) in gestempelter Erhaltung. Von 10 000 auf 13 000 Euro kletterte ein eindrucksvoller Bayern-Brief aus 1862 nach Habanna/Kuba. 16 000 (15 000) Euro spielte eine Einzel­frankatur der Bergedorf MiNr. 5 nach Helgoland (ex Sammlung Arthur Salm) ein. Der vielleicht schönste erhaltene Zierbrief von Württemberg mit der ersten Marke aus 1852 stieg von 10 000 auf 17 000 Euro.

Die zurzeit gute Nachfrage nach ungebrauchten Stücken zeigte sich auch im Samm­lungsteil, wo eine Ausstellungs­samm­lung Jordanien mit allerlei Besonderheiten für 36 000 (35 000) Euro wegging. Da­neben zog auch hier das Nichtalltägliche wie eine Spezialsammlung mit hochkarätigen Briefen aus der Inflationszeit 1923, die 16 500 (13 000) Euro kostete, oder eine Partie mit über 140 Saar-Ministerblocks aus dem Zeitraum 1945 bis 1956, die von 3000 auf 11 000 Euro davonzog. Sechsstellig wur­­den eine umfangreiche Sammlung der Bri­tischen Kolonien mit dem Pseudonym „Yel­lowstone“ mit 125 000 (50 000) Euro und eine Kollektion „Quetschfalten“, durch un­genaues Einlegen des Papiers vor dem Druck entstanden, mit weit über 5000 Stü­cken aus aller Welt von ca. 1850 bis 2000, die zum Rekordzuschlag von 175 000 (165 000) Euro den Besitzer wechselte.


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