68. Jahrgang

Auktionsberichte

Karpinski-Sammlung erfolgreich versteigert


12.07.2010 | DÜSSELDORF Fritz Karpinski, der am 26. April 2010 im Alter von 90 Jahren verstarb, war ein Olympia-Sammler der ersten Stunde. Noch zu Lebzeiten vertraute er seine Samm­lung dem Düsseldorfer Auktionshaus Ulrich Felzmann an und hat sie selbst zur Ver­steigerung vorbereitet. Auf der 130. In­ternationalen Auktion vom 17. bis 19. Juni kam die Karpinski-Sammlung, aufgeteilt in 237 Lose, unter den Hammer.


Das Spit­zenstück und gleichzeitig Katalogtitel war eine Einschreiben-Karte, die am 29. Juli 1936 in Oslo aufgegeben und nach Frank­furt geschickt wurde, um von dort ihre Reise mit dem Zeppelin LZ 129 Hindenburg bei der legendären Olympiafahrt am 1. August 1936, dem Eröffnungstag der Olympischen Spiele, nach Berlin fortzusetzen. Die Zep­pelin- und Olympia-Rarität kletterte von 2500 auf 7000 Euro. Das Objekt bot ein breites philatelistisches Spektrum, so auch Vorlagekartons mit Foto-Essays der deutschen Olympiamarken. Fotoessays der 25 Rpf "Ruderer" und der 40 Rpf "Spring­reiter" stiegen von jeweils 200 auf 1650 bzw. 1550 Euro. Der Karpinski-Kollektion folgte, wie man das von Felzmann seit Jahren gewohnt ist, ein großes Angebot Flug- und Zeppe­linpost. Hier schoss eine in Liech­tenstein aufgegebene Karte zur Polarfahrt 1931 von 5000 auf 9200 Euro.

Im Europa-Teil brachten Russlands MiNr. 149-150 U in postfrischer Erhaltung 2300 (1000) Euro. Ein optisch sehr ansprechender Brief mit vier Exemplaren der Baden MiNr. 7 nach Padua steigerte von 300 auf 1450 Euro. Württembergs MiNr. 15 im waagerechten gestempelten Paar mit rechts an­hängendem großem Teil der Nachbarmarke wurde für 2700 (2000) Euro mitgenommen. Von 2600 auf 3600 Euro sprang ein ungebrauchtes Unterrandstück der MiNr. 14 der Deutschen Post in China. Kiau­tschous MiNr. 2 in ungebrauchter Kabinett-Erhaltung kostete 2100 (1500) Euro. Er­freuliche Resultate gab es auch bei Nach­kriegsdeutschland. Nur drei Exemplare sind von der SBZ MiNr. 31 yc bekannt. Eines davon erlöste bei Felzmann 7200 (6000) Euro. Für 9700 (8000) Euro wurde die Abart eines Thüringen-Blocks (MiNr. 3 A X DG KI) zugeschlagen. Bemerkenswerte 3400 (2200) Euro brachte der Stephan-Satz von Berlin (MiNr. 35-41) komplett auf sogenanntem Holthöfer-Ersttagsbrief. Auch den Berliner Grün-Aufdruck (MiNr. 64-67) gab es auf Ersttagsbrief, der 3200 (2000) Euro erzielte. Für 3200 (2500) Euro ging ein Mehr­jah­resministeralbum mit deutschen Marken aus dem Zeitraum 1945 bis 1957 in neue Hände.

Insgesamt wurden an den drei Tagen 2,6 Millionen Euro umgesetzt.


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