68. Jahrgang

Auktionsberichte

Preußen-Spezial bei Rauhut & Kruschel


23.04.2016 | Preußen, das mit Abstand größte altdeutsche Sammelgebiet, ist aufgrund seiner Breite und der Spezialisierungs-Möglichkeiten sehr an­spruchsvoll. Proben, Farben, Einheiten, Plattenfehler, Frankaturen, die Integration ehemals selbstständiger Gebiete wie Hannover, Schleswig-Holstein und Thurn & Taxis sowie Orts- und Nummernstempel in großer Vielfalt bieten dem Philatelisten ein großes Betätigungsfeld.


Auf seiner 170. Versteigerung am 21. Mai kann Harald Rauhut den 1. Teil einer Preußen-Sammlung anbieten, die alle vorgenannten Bereiche
abdeckt und somit einen wunderbaren Querschnitt durch das Sammelgebiet darstellt. Ausgestattet mit großen Kenntnissen und im Gedankenaustausch mit vielen Mitgliedern der gleichnamigen Arbeitsgemeinschaft, hat der Sammler viele gute Stücke privat erwerben können, so zum Beispiel größere Teile der Sammlung Stautz. Fast alle Stücke sind mindestens von zwei verschiedenen Ex­perten kompetent signiert oder attestiert worden. Rauhut konnte übrigens vom selben Sammler schon vor 20 Jharen einen ersten, kleineren Teil dieser Kollektion versteigern.

Die 192 Positionen des 1. Teils starten mit Vorphilatelie und Ortsstempeln, gefolgt von den Markenausgaben. Ein erster Blickfang ist eine gestempelte MiNr. 1, rechts mit breitem Bogenrand mit fast vollständiger Platten-Inschrift „Platte No. 8“. Rauhut hat fünf gebrauchte lose Exem­plare der MiNr. 1 mit dieser Plattennummern registriert, die jedoch teilweise fehlerhaft sind. Der Startpreis beträgt 1800 Euro. Es ist bei weitem nicht die einzige Marke mit Bo­genrand. Dazu gesellen sich zahlreiche Abarten und an­dere Besonderheiten oder Einheiten.

Ein herausragender Brief soll ebenfalls stellvertretend für die vielen anderen Belege vorgestellt werden. Es handelt sich um einen Auslandsbrief, aufgegeben am 6. April 1865 in Elberfeld, nach Palermo/Italien. Er ist mit allen Marken der Wappen-Ausgabe (MiNrn. 14 a bis 19 a, teils mehrfach) frankiert. Als weitere Besonderheit liegt hier die früheste be­kannte Verwendung einer MiNr. 19 vor. Diese Preußen-Rarität geht mit 2000 Euro ins Rennen.

Alle Preußen-Einzellose können ohne Voranmeldung am Stand der Firma Rauhut & Kruschel (Stand Nr. 4) auf der 26. Internationalen Briefmarken-Messe Essen vom 12. bis 14. Mai 2016 besichtigt werden. Der 2. Teil der Preußen-Kollektion kommt auf der 172. Versteigerung am 26. und 27. August 2016 unter den Hammer.


» www.rauhut-auktion.de

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