68. Jahrgang

Auktionsberichte

150. Auktion Dr. Reinhard Fischer: Exquisite Sammlungen


23.04.2016 | Ein Doppeljubiläum kann Dr. Reinhard Fischer im Wonnemonat Mai feiern: die 150. Versteigerung am 27. und 28. Mai und sein 25-jähriges Ju­biläum als Auktionator. Die Auflösung hochkarätiger Sammlungen zieht sich wie ein roter Faden durch die Firmengeschichte. Die Jubiläums­auk­tion macht da keine Ausnahme: In einem Sonderkatalog werden drei hochwertige und spezialisierte Sammlungen dem Publikum präsentiert.


Münzschatz versteigert

Mit 20 Jahren, zu Be­ginn seines VWL-Stu­diums, stieg Dr. Rein­hard Fischer ins Brief­marken­ge­schäft ein. Leser der Fach­zeit­schriften lernten sein Unternehmen zu­nächst als Ver­sand­haus kennen, das mit einem sehr umfangreichen Angebot an­spruchsvoller Phil­ate­lie aufwartete. 1991 führte er seine 1. Auk­tion durch, und das Angebot mit 2300 Losen traf den Nerv des Publi­kums. 1998, die Auktionen waren längst zum Wachtumsfaktor der Firma geworden, begründete er mit der Versteige­rung der "Mannstaedt"-Sammlung den Ruf als eines der führenden Häuser für Besetzungsausgaben des Zweiten Welt­kriegs. Weitere Sammlungsauf­lö­sun­gen, zum Beispiel die "Mayflower"-Kol­lektionen, schrieben die Erfolgsgeschich­te fort. Mit dem Umzug in die ehemalige Berliner Landesvertretung in der Bonner Joachimstraße 7 standen nun auch repräsentative und größere Räum­lichkeiten zur Verfügung. Bei der 112. Auktion im Mai 2010 konnte erstmals die Millionengrenze bei einer einzelnen Versteigerung überschritten werden. Für Schlagzeilen vor einigen Jahren sorgte der "Schatz von Beuel". Bei Aus­schachtungsarbeiten im Jahr 1958 wur­de in Limperich ein Mün­zenschatz mit insgesamt 75 Münzen gefunden, die wohl 1619 versteckt wor­den waren. Der Schatz enthielt Mün­zen aus einer Prägezeit von mehr als 100 Jahren und aus zahllosen verschiedenen Ländern, vom Osmanischen Reich bis Groß­britannien. 32 Mün­zen aus diesem Schatz ka­men in der 134. Auktion am 16. No­vember 2013 zur Verstei­gerung und brach­ten 50 080 Euro plus Aufgeld.

Besetzungsausgaben wieder ein Schwerpunkt

Zur Jubiläumsauktion wird neben dem Haupt- noch ein aufwändiger Sonder­katalog aufgelegt. Enthalten sind drei Sammlungen, die dem Auktionshaus an­lässlich des Jubiläums zum Verkauf anvertraut wurden:

"Alsterdorf" ist eine sehr stark spezialisierte Sammlung Deutsch­land von 1872 bis 1948 mit über 2 Millionen Eu­ro Katalogwert. Da­bei sind u.a. der "Große Innen­dienst" von Dan­zig postfrisch, Deutsches Reich Mi­Nr. 56 b postfrisch und Saar MiNr. 7 cIII ge­stempelt, um nur einige der Highlights zu nennen.

"Eifelperle" enthält Material des Deutschen Reiches und Gebiete sowie der Besetzun­gen im Zweiten Weltkrieg in Vollendung mit einem Kata­logwert von über 1 Million Eu­ro. Darunter finden sich zahl­reiche Seltenheiten wie beispielsweise Deutsches Reich MiNr. 37 a im ungebrauchten 4er-Block, MiNr. 56 c postfrisch, Vineta-Provi­so­rium ungebraucht (3000 Euro, Abbildung), Besetzungen Zwei­ter Weltkrieg mit Montenegro 19I/19 postfrisch im Paar (Unikat), Zara MiNr. 16 III, Pleskau mit seltenen Pro­be­drucken und Blockausgaben sowie Feldpost mit großen Raritäten wie Mi­Nr. 12 II ungebraucht, ausgestattet mit einem Foto­at­test Petry BPP.

"Deutsche Be­set­zung Dün­kir­chen und Fes­tung Lo­rient". Dahinter verbirgt sich eine der größten Spe­zialsamm­lungen dieser Gebiete, al­les mit neuesten Attesten Lo­thar Herbst VP. Enthalten sind zahlreiche portogerechte Fran­katuren, seltene Freimarken und Son­dermarken mit Aufdruck in Type II. Die Sondermarken sind bis auf drei Werte vollständig! Die Auflagen dieser seltenen Stücke liegen oft unter 100 Exemplaren pro Katalognum­mer. Da­bei sind auch Raritäten wie kopfstehende Auf­drucke, Leerfelder, Bogenecken etc.

Der Hauptkatalog bietet ein ausgewähl­tes Angebot deutscher und internationaler Philatelie. Hervorzuheben sind die Auflösung einer Qualitäts­sammlung Markenausgaben "Altdeut­sche Staaten Baden - Württemberg" in über 300 Einzellosen sowie ein reichhaltiges An­gebot Deutsche Besetzungs­ausgaben Zweiter Weltkrieg mit zahlreichen aktuell attestierten Besonder­heiten und ge­suchten Standard-Aus­gaben. Dazu zählt u.a. der 2. Teil der Serbien-Sammlung „Belgrad“ mit über 500 marktfrischen Losen Bedarfsbriefe. Im Bereich Übersee sind interessante Lose Volksrepublik China mit gesuchten Blockausgaben zu erwähnen.

Das umfangreiche Sammlungsangebot zeigt gehaltvolle Kollektionen und ursprüngliche Nachlässe. Zu den Blick­fängen gehört der "Friesdorf"-Nachlass mit Ausnahmesammlungen deutscher Sammelgebiete mit Ausruf je "Gebot", dabei u.a. herausragende Kollektionen Deutsches Reich, Deut­sche Kolonien, Saar, Danzig, Memel oder Besetzungs­ausgaben Zweiter Weltkrieg. Weiterhin verdienen interessante Ländersamm­lungen Deutsches Reich, eine Samm­lung Deutschland nach 1945 (dabei al­les nötige geprüft, ca. 140 000 Euro Mi­chel), Österreich sowie eine umfangreiche Sektion mit Lu­xem­burg Beach­tung.

In einem eigenen Katalog kommen Mün­zen mit einem Ausruf von mehr als 600 000 Euro unter den Hammer.


Bildbeschreibung: Pleskaus MiNr. VII ist als Bogenecke vermutlich Unikat!

» www.reinhardfischerauktionen.de

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26.11.2017 Groß­tausch­tag
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26.11.2017 Groß­tausch­tag
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