68. Jahrgang

Auktionsberichte

90. Gert-Müller-Auktion: Selbst Schalck-Golodkowski blieb die Sammlung verborgen!


14.07.2016 | Die 90. Internationale Gert-Müller-Auktion findet am 19. und 20. Au­gust wieder in eigenen Räumlichkeiten im badischen Ettlingen statt. Die zwei­tägige Veranstaltung wartet mit einem wertvollen Angebot von insgesamt mehr als 7000 Einzellosen und Sammlungen mit einem Ge­samt­aus­ruf von über 4,5 Millionen Euro auf.


Hochwertige Philatelie in allen Bereichen

Die Sammlungsauktion beginnt mit der gebietsweisen Aufteilung einer hoch­wertigen Sammlung Flug- und Zeppe­lin­post aus Frankenau, die sich seit dem Ableben des Sammlers im Jahr 1961 unberührt in Familienbesitz befand. Auch Devisenbeschaffer Alex­an­der Schalck-Golodkowski konnte zu Zeiten der DDR dieser Sammlung nicht habhaft werden, da sie besonders gut versteckt und sicher verwahrt war. Das Auktionshaus Gert Müller bietet diese außergewöhnlichen Sammlungen aus verschiedenen Gebieten zu moderaten Startpreisen an. Mit dabei sind ein sehr schöner Teil Pionierflugpost, frühe Zeppelinflüge, Schweizer Flugpost, Zeppelin-Memo­ra­bilien, Rhein-Main-Flugpost und vieles andere mehr.

Außerdem kommen zahlreiche gut ausgebaute Ländersammlungen, Spezial­sammlungen, ganze Nachlässe und Groß­posten unter den Hammer. Ein weiterer Bestand umfasst 14 große Re­gale und zahlreiche weitere Umzugs­kartons aus der Familie eines bekannten, ehemaligen deutschen Fußball-Nationalspielers (Ausruf 4000 Euro). Ein anderer Groß­bestand aus Nord­rhein-Westfalen, der insgesamt zwei Transporter umfasst, wurde aufgeteilt. Des Weiteren wird eine reichhaltige Spezialsammlung Deutschland gebietsweise offeriert, die unter anderem enorm viele geprüfte Ausgaben der SBZ beinhaltet. Auch ge­haltvolle Kol­lektionen Volksrepublik Chi­na inklusive der teuren Serien und Blocks stehen zu moderaten Startpreisen zum Verkauf. Eine der umfangreichsten existierenden Sammlungen Liebig-Sam­mel­bilder (20 000 Euro) und eine gro­ße Sammlung Vignetten vorwiegend aus der Zeit des Deutschen Reiches (12 000 Euro) sind ebenfalls zu haben. Ein Sammler aus Baden lieferte mehrere Ausstellungs­sammlungen Deutsches Reich Brust­schilde, Krone/Adler und Pfen­nig/Pfen­nige ein. Dazu gehört auch eine beeindruckende Ausstellungs­samm­lung der MiNr. 37, die vor ca. 15 Jahren letztmalig in Zürich ausgestellt wurde (12 000 Euro). Auch die wundervolle Ausstel­lungs­sammlung Norddeutscher Post­bezirk des bekannten Philatelisten Ger­hard Kröckel wird geschlossen offeriert (30 000 Euro).

Wie gewohnt findet sich in der Verstei­gerung auch ein kompaktes und hochwertiges Angebot Münzen mit zahlreichen Goldmünzen, vorwiegend als Sammlungen und Partien zu Startprei­sen bis zu 35 000 Euro pro Los.

Wiederum hochwertig bestückt ist auch die um­fangreiche Einzellosab­tei­lung mit zahlreichen Aus­gaben von Übersee und Europa inklusive Raritäten im vier- und fünfstelligem Preisseg­ment. Ins Auge fallen die Schweiz mit ge­suchten klassischen Aus­gaben wie z.B. drei Basler Tauben und Waadt 4 C., Liechtenstein mit seltenen Abarten und Probedru­cken oder Skandinavien mit klassischen Seltenhei­ten von Däne­mark, Finn­land und Schweden.
Altdeutschland ist erneut sehr gut be­setzt. Mehrere Exemplare des Schwar­zen Einsers von Bayern, der wohl schönste bekannte Viererblock der MiNr. 8 b von Preußen postfrisch/un­gebraucht (10 000 Euro) sowie viele weitere wertvolle Briefmarken und seltene Frankaturen, überwiegend mit Fotoattesten ausgestattet, warten auf neue Liebhaber. Auch das Deutsche Reich bringt ein umfangreiches Ange­bot mit vielen Spitzenstücken, dabei die seltene MiNr. 14 im tadellos ungebrauchten Viererblock mit Fotoattest Krug BPP (6000 Euro), das Vineta-Pro­visorium auf Ersttags-Streifband mit Fotoattest Dr. Mozek BPP, die unverausgabte Burg Rheinstein mit Fotoattest Schlegel BPP (6500 Euro), seltene Ab­arten und natürlich alle Zeppelin­serien teils mehrfach sowie Blocks. Auch die deutschen Kolonien sind erneut reichhaltig bestückt mit seltensten Brief­mar­ken, Briefen und Abstempelungen. Be­achtung verdienen außerdem ein guter Teil der deutschen Besetzungsaus­ga­ben Zweiter Weltkrieg inklusive Rari­tä­ten, SBZ mit teuren Abarten und Blocks, Französische Zone mit zahlreichen Mi­nisterblocks sowie Blocks mit fehlenden Marken. Mit viel interessantem Mate­rial (seltene Mar­kenausgaben, Abarten, Künstlerblocks) begeistern auch Alt- und Neusaar. Eine beachtliche Spezial­abteilung Bundes­republik beschließt den Einzellosteil. Hier stößt man auf viele seltene Ab­arten und Ersttags­brie­fe, teils aus den Beständen des bekannten Philatelisten Gerd Bennewirtz. Bei­spielhaft genannt seien Heuss 1954 auf Ersttagsbriefen, viele ungezähnte Brief­marken und Blocks inklusive Wi­der­stands­block, seltenste Vorlagekar­tons oder Ent­würfe.


Bildbeschreibung: Aus einer lange verborgen gebliebenen Flug- und Zeppelinpost-Sammlung: Postkarte mit der ersten halbamtlichen Flugmarke des Deut­schen Reiches aus dem Frühjahr 1912.

» www.gert-mueller-auktion.de

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