68. Jahrgang

Auktionsberichte

Qualitativ hochwertiges Angebot aller Gebiete


21.10.2016 | AACHEN Ein qualitativ hochwertiges An­gebot aus allen Bereichen der Philatelie bietet die 59. AIX-PHILA-Briefmarkenauktion am 25. und 26. November in Aachen.


Vom Deutschen Reich z.B. kommen alle guten Blocks und Zeppelinsätze teils mehrfach unter den Hammer. Die rare MiNr. 24 großes Brustschild auf Brief wird mit 1500 Euro ins Rennen geschickt. Der Fehldruck "Huna" statt "Hund" im Paar mit Normal­marke postfrisch startet mit 2500 Euro, und die gesuchte Flugpostmarke MiNr. 538 y mit waagerechter Riffelung soll wenigstens 1300 Euro bringen. Deutsche Gebiete wie Besetzungsausgaben Erster und Zweiter Weltkrieg, Danzig, Memel oder Ober­schle­sien sind mit etlichen Besonderheiten und Briefen vertreten; eine seltene MiNr. 1 Ie aus Kiautschou beginnt mit 1500 Euro. Bei der deutschen Nachkriegsphilatelie ist praktisch alles vertreten, was in Sammler­kreisen Rang und Namen hat, beispielsweise Posthorn­sätze, gestempelte Währungs­blocks usw.

Die Schwerpunkte bei Europa liegen auf Frankreich mit u.a. MiNr. 6 Ceres 1 Fr vermillon (800 Euro) und Napoleon 1 Fr (500 Euro) sowie Luxemburg mit zahlreichen Besonderheiten wie Probedrucken u.ä. Die erste Marke Polens auf Briefen aus Warschau bzw. Kibarty soll wenigstens je 400 Euro einspielen, eine postfrische MiNr. 99 der Niederlande 300 Euro.

Den Höhepunkt der Auktion bilden traditionell mehr als 1400 Sammlungen, Partien und ganze Nachlässe, die zu Startpreisen von 10 bis 2000 Euro unter den Hammer kommen. Dabei ist von Heimatpost über Briefepartien bis hin zu gut ausgebauten Länder- und Motivsammlungen alles vertreten, was das Sammlerherz begehrt, dazu natürlich auch jede Menge Wühlkisten sowie ganze Regale voll mit Briefmarken.

Münzen von der Antike bis hin in die Eu­rozeit stehen ebenfalls auf dem Pro­gramm: Ein Sesterz aus der Zeit Neros startet mit 200 Euro, ein Denar mit der Abbildung Caesars mit 150 Euro. Eine Rarität aus der deutschen Kaiserzeit wie ein Fünfmarkstück aus Sachsen-Coburg-Gotha (Jäger Nr. 146) soll wenigsten 1500 Euro einspielen, eine ähnliche Münze aus Waldeck-Pyrmont 2000 Euro (Jäger Nr. 171). Eine Münze aus Deutsch-Neuguinea mit der Abbildung eines Pa­radiesvogels (Jäger Nr. 707) beginnt bei 1500 Euro, ein Fünfmarkstück Goethe aus der Weimarer Zeit bei 2000 Euro.

Wertvolle Samm­lun­gen und Anleger­par­tien bestimmen den 2. Teil der Münzauk­tion. Hier­bei ragt vor allem eine Kollektion mit mehr als 50 Goldmünzen und -medaillen aus Luxem­burg heraus, deren Start­preis bei 8000 Euro liegt. Eine tolle Samm­­lung Geldscheine ebenfalls aus dem Groß­herzogtum wird wohl kaum zum Ausruf von 1500 Euro zu haben sein ebenso wenig wie diverse Motivgebiete aus Österreich, die mit 1000 bis 2500 Euro angesetzt sind.


Bildbeschreibung: Seltene Briefverwendung auf der 59. AIX-Phila-Auktion: Deutsches Reich MiNr. 24 als Einzelfrankatur (1500 Euro).

» www.aixphila.de

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