68. Jahrgang

Auktionsberichte

Seltenheiten der deutschen Lokalausgaben ab 1945


21.10.2016 | DRESDEN Die 174. Dresdner Briefmarken-Auktion am 23. und 24. November 2016 begeistert mit einem starken Angebot der deutschen Lokalausgaben ab 1945.


Nur sieben Belege sind von der Brackwede MiNr. 1 mit handschriftlichem Vermerk bekannt. Im Angebot ist ein Bedarfs-Einschreibebrief nach Homburg (Saar) vom 6. April 1946 mit Ankunftsstempel (1000 Euro). Mit 400 Euro startet ein Bedarfsbrief nach Leipzig mit der Hitlerkopf-Schwärzung von Braunsbedra MiNr. 7. Eine absolute Seltenheit ist der Ge­bührenzettel MiNr. 2 von Husum, hier vorliegend auf Packpapier mit Stempel vom 13. Mai 1946. Der Poststempel wurde allerdings vor dem Aufkleben des Gebüh­ren­zettels angebracht, so dass er nicht auf das Packpapier übergeht (500 Euro). Nur wenige gestempelte Exemplare sind von dem Handstempelaufdruck Meißen MiNr. B 1 auf Hitlerkopf-Ausgabe bekannt. Die Dresd­ner Briefmarken-Auktion kann eine 6 Pf auf nach­träglich beschrifteter Karte für 1000 Euro anbieten. Für einen 3er-Streifen des Gebüh­renzettels MiNr. Vb von Spremberg mit Mi­Nr. III auf portogerechtem Bedarfs-Ein­schreibebrief müssen mindestens 800 Euro geboten werden. Wahrscheinlich ein Unikat ist ein Großbogen von Storkow auf grünlichem Papier mit je viermal Block MiNrn. 2 B X und 2 C Y postfrisch (1000 Euro).

Nach einer größeren Offerte Münzen und Banknoten sowie Ansichtskarten fallen einige Seltenheiten von Europa ins Auge, beispielsweise Frankreich MiNr. 8 im ungebrauchten waagerechten Paar mit Original­gummi (1500 Euro) oder bei Polen alle zehn nicht ausgegebenen Werte des General­gou­vernements mit Handstempel­aufdruck während des Warschauer Auf­standes 1944 postfrisch (400 Euro). China bietet Block MiNr. 8 zweimal gestempelt (2000 bzw. 2500 Eu­ro).

Mit gleich vier Exemplaren ist der „Schwar­ze Einser“ von Bayern vertreten (ab 300 Eu­ro). Der "Sachsen Dreier" steht dem mit drei Exemplaren kaum nach (ab 600 Euro). Thurn und Taxis weist einige seltene große Einheiten auf, z.B. die MiNr. 10 aII im 7er-Streifen mit Num­mern­stempel "134" und ei­nen 4er-Block der MiNr. 27 mit Num­mernstem­pel "51" (1500 bzw. 2000 Eu­ro). Eine Drei-Farben-Frankatur der 4. Aus­gabe von Württem­berg mit u.a. zwei Exem­plaren der 18 Kreuzer blau soll mindestens 2100 Euro bringen. Hingucker beim Deut­schen Reich sind die MiNr. 81 Bb gestempelt und eine MeF 8 der MiNr. 245 auf portogerechter Karte (900 bzw. 400 Euro). Mit 1600 Euro startet ein Lot mit den MiNrn. 24-25 B und 26-27 A gestempelt von Kiautschou. 3500 Euro werden für die Feldpostmarken-Abart MiNr. 7 AK auf Brief gefordert. Danzigs Großer Innendienst ist postfrisch (ein Wert nachgummiert) und jeweils auf Prachtbriefstück für 1200 bzw. 2000 Euro zu haben.

Gewohnt reichhaltig präsentiert sich die SBZ mit u.a. der Seiffen MiNr. 47 aL im senkrechten 3er-Streifen auf leicht überfrankiertem Einschreibebrief (800 Euro), dem Block MiNr. 2 SI postfrisch (2950 Euro), einer postfrischen 5 Mark "Taube" vom linken Rand mit Bezirkshandstempel "14/(Heidersdorf) Neu­hausen" (1800 Euro), einer 25 Pf "Ziffer" postfrisch mit Bezirkshand­stem­pel "14/Mus­kau" (3900 Euro) und einer 24 Pf mit Bezirkshandstempel "14/Torno" auf portogerechtem Brief (800 Euro). Auch die DDR wartet mit etlichen Besonderheiten auf. Mit jeweils 2850 Euro gehen die postfrischen Blocks MiNrn. 12 FI und 12 F III ins Rennen. Gestempelt bisher nicht katalogisiert ist der Zusammendruck MiNr. WZd 162 F, der mit 700 Euro ausgerufen wird. Eine absolute Deutschland-Rarität, weil bis jetzt nur einmal bekannt, ist die Dienst­marke MiNr. D 14xYI postfrisch (10 000 Eu­ro). Diese Marke, deren Existenz bisher an­gezweifelt wurde, wurde in einer Samm­lung durch Zufall entdeckt.


Bildbeschreibung: Einer der wenigen Belege mit der Lokalausgabe Brackwede MiNr. 1.

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