68. Jahrgang

Auktionsberichte

Schwerpunkt auf den deutschsprachigen Gebieten


21.10.2016 | SINGEN Seit nunmehr 47 Jahren veranstaltet die Firma Lenz Auktionen ganz im Süden Deutschlands. Auch bei der 97. Verstei­gerung am 4. und 5. November 2016 stehen neben Deutschland (besonders Baden, Bayern und Französische Zone) die deutschsprachigen Länder Schweiz, Österreich und Liechtenstein im Blickpunkt.


Bei diesen Gebieten liegen die Stärken in der De­tail­lierung für den Spe­zialsammler ab der Vor­philatelie, verschiedenen Stem­pelver­wen­dungen, Portostufen und vieles mehr - ge­spickt mit seltenen Raritäten im Briefteil wie auch bei den Mar­ken. Diese sehr aufwendige Detaillie­rung in den Haupt­gebieten kommt spezialisierten und Hei­matsammlern entgegen, die über die Such­maschine auf der Web-Seite das Angebot ganz gezielt nach Gebie­ten/Or­ten etc. durchsuchen können. Insgesamt kommen über 11 500 Positionen unter den Hammer, davon ca. 8800 Einzel­lose, 2100 Sammlungen und Posten/Lots sowie über 500 Münzenpositionen.

Im Übersee-Teil ist China mit allen Blocks ab MiNr. 1 bis 23 mit den Spitzen Schau­spiel­kunstblock (7500 Euro) und "Affe" mit Un­terrand (1000 Euro).
Bei Europa fällt Italien mit vielen guten Aus­gaben bei Ausrufen bis 500 Euro auf. Die Länder Liechtenstein, Österreich und Schweiz warten jeweils mit einem breiten Angebot ab Vorphila auf, darunter diverse Abstem­pelungen, ein gut sortierter Mar­kenteil ab Alt bis in die Moderne, dabei auch viele Briefe mit Frankaturen und Verwendungen.

Liechtenstein bringt u.a. den Vaduz-Block auf Brief (600 Euro). Österreich begeistert mit einem Brief mit einer Vier-Farben-Mischfrankatur aus 1873 mit den MiNrn. 36 und 39-40 von Wien nach Paris auf (600 Euro). Die Schweiz lockt mir einer "Zürich" MiNr. 2 I auf Briefstück (500 Euro), vielen Rayon- und Strubel-Ausgaben sehr spezialisiert und einigen schönen Buntfrankaturen nach England (z.B. Drei-Farben-Frankatur mit den MiNrn. 24, 25 und 35 aus 1862, 900 Euro). Die seltene MiNr. 73 III postfrisch mit Attest Rellstab ist mit 400 Euro angesetzt. Von der Klassik bis zur Moderne ist das Gebiet mit guten Marken und Stempeln besetzt, die Blocks sind in allen Erhaltungen vorhanden.

Altdeutschland be­ginnt mit Baden Vor­phila und der MiNr. 1 b als 3er-Streifen mit Bo­genrand auf Brief­stück (250 Euro). Bei Bayern fällt ein schöner Stempelteil auf, bei Schleswig Hol­stein eine Halbierung der MiNr. 7 auf Brief­stück mit Attest Rell­stab (600 Euro). Würt­temberg zeigt zweimal die 18 Kr. MiNr. 20 y gestempelt (At­teste Thoma/Ir­ten­kauf). Ein Blickfang ist ein Brief mit einem glasklaren Hufeisen­stempel von Strasburg (500 Euro). Das Deut­sche Reich ist mit allein über 1100 Ein­zelpositionen ist sehr stark vertreten, dabei MiNr. 66 II auf Brief (400 Euro), Flugpost Nr. VI auf Karte (echt und fehlerfrei laut Attest Jäschke, 500 Euro), Holztaube MiNrn. 344-50 im waagrechten Paar postfrisch (500 Euro) und Nothilfeblocks postfrisch und gestempelt mit Attesten (1000 bzw. 2300 Euro). Hervorzuheben ist ein schöner Teil Zu­sammendrucke und Mar­kenheften. Die Saar bietet u.a. die MiNr. 264 auf FDC (500 Euro). Über 200 Zep­pelin-Belege mit Aus­rufen bis 1500 Euro verdienen außerdem Erwähnung.

Deutschland ab 1945 bringt ein breites Angebot, dabei viele Spitzenstücken in den über 1800 Losen aus Lokalausgaben, Al­li­ierte Besetzung, SBZ, DDR, Berlin, Fran­zösische Zone, Bizone und Bund. Bei der SBZ finden sich ein postfrischer Viererblock der "POTSCHTA" (600 Euro) und ein Nähmaschinendurchstich der MiNrn. 116-119 gestempelt mit Attest Ströh (2000 Eu­ro). Berlin enthält den Währungsge­schä­digten-Block zweimal auf Brief und die seltene MiNr. 58 X ungebraucht mit Attest Schlegel (1000 Euro). Die Französische Zone wartet mit Konstanz II zweimal ge­stempelt und einmal auf Brief sowie dem Württemberg-Block MiNr. 1 I auf Brief mit Befund Schlegel (500 Euro) auf. Bund zeigt sich mit vielen guten Anfangsausgaben - teils auch auf Brief. Bei der Posthorn-Marken finden sich nicht nur einige komplette Serien, sondern auch die 80 Pf ungezähnt in postfrischer Erhaltung mit Attest Schlegel (700 Euro).

Am 2. Versteigerungstag machen die Mün­zen den Auftakt. Hier kommen Einzelstücke von alt bis neu sowie Gold und Silber unter den Hammer, ebenfalls ganze Sammlungen und Nachlässe. Nicht nur Sammler, sondern auch Anleger dürften hier fündig werden. China beinhaltet ein gutes Angebot Panda-Münzen, die 50 Yuan, 5 Un­zen Silber, Vol­leyballspielerinnen von 1988 in PP (170 Eu­ro) und die Serie Olympisches Komitee für China 1980 1-300 Yuan in Messing, Silber und Gold. Das Altdeutsch­land-An­gebot startet im Bereich Baden und Preu­ßen ab 1745. Kaiserreich und Weimar sind gut bestückt. Bei der Bundesrepublik Deutsch­land finden sich 50 Pf Bank Deutscher Länder (100 Euro) und 5-DM-Kurs- und Sondermünzen wie Germani­sches Museum mehrfach (200-270 Euro) bis hin zu den neuen 20-Euro-Goldmünzen.

Am Nachmittag kommen über 2100 Samm­lungen und Posten und teils unberührte Nachlasse zum Ausruf: von Übersee-Samm­lungen, Wühlkisten, Motivposten bis hin zu Sammlungen und Posten Europa und Deutsch­land in jeder Größenordnung und Ausrufen ab "Gebot" bis in den hohen vierstelligen Bereich.


Bildbeschreibung: Startet bei Lenz mit 900 Euro: Drei-Farben-Frankatur mit den Schweiz MiNrn. 24, 25 und 35 nach Liverpool.

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Auktionskalender

DatumAuktion
22.11.2017
bis
24.11.2017
218.-221. Corinphila-Auktion
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24.11.2017
bis
25.11.2017
175. Loth-Auktion
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30.11.2017 169. Austrophil-Auktion
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01.12.2017
bis
02.12.2017
61. Aix-Phila-Auktion
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01.12.2017
bis
02.12.2017
Auktion Auctions Galleries Hamburg
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Veranstaltungskalender

DatumVeranstaltung
25.11.2017 Großtauschtag für Briefmarken, Münzen und Postkarten, Werbeschau
78628 Rottweil/Stadthalle, Stadionstr. 40/9-16 Uhr[mehr]
25.11.2017 Vortrag
Willi Melz "Postzeitungsvertrieb DDR“[mehr]
26.11.2017 Briefmarken-, Münz- & AK-Börse
10243 Berlin/Berliner Ostbahn­hof, Koppenstr. 3[mehr]
26.11.2017 Groß­tausch­tag
21391 ... [mehr]
26.11.2017 Groß­tausch­tag
35396 Gießen-Wieseck/Bürgerhaus Wieseck, ... [mehr]