69. Jahrgang

Auktionsberichte

225.-226. Auktion Corinphila Veilingen: Niederlande einschließlich Kolonien begeistert


21.10.2016 | Vom 14. bis 17. September 2016 lud das Auktionshaus Corinphila Vei­lin­gen erstmals in den kürzlich neu bezogenen Standort in Amstelveen zu seinen Versteigerungen 225 und 226. Verbunden mit großem Zuspruch der Kunden und Gäste für die nun noch großzügigeren und moderneren Räumlichkeiten stand natürlich das fantastische Angebot weltweiter Philatelie und Postgeschichte im Vordergrund.


Die enorme Vielfalt und Qualität der angebotenen Lose stießen auf hervorragendes Interesse und Sammler aus aller Welt beteiligten sich an der Auktion. Bemer­kens­wert war erneut die weiter gestiegene Anzahl der Internet-Bieter, die sich zahlreich über die bewährte Möglichkeit des Systems zum "Online-Live-Bieten" ins Auktionsgeschehen einschalteten. Am Ende standen span­nende Bietergefechte mit großartigen Steigerungen bei zahlreichen Lo­sen sowie ein Gesamtergebnis, das sich mehr als sehen lassen kann.

Sammlung "Piet van Putten" sorgt für Begeisterung

Überaus erfolgreich verlief der Verkauf der Lose aus der Sammlung "Piet van Putten" mit einer herausragenden Zu­sammenstellung der Philatelie und Post­geschichte von Niederländisch-Indien und Neu-Guinea. Beinahe alle Lose konnten ihren Ausrufpreis mindestens verdoppeln, und Sammler aus aller Welt kämpften um die teils höchst seltenen Stempel, Briefmarken und Belege. Piet van Putten hatte die Samm­lung im Jahre 1945 begonnen und war zur Versteigerung persönlich anwesend. Heute 91 Jahre alt, hatte der leidenschaftliche Sammler die oftmals einzigartigen Stücke zum Teil persönlich von Reisenden aus Niederländisch-Indien erworben. Im kommenden Jahr wird Corinphila Veilingen im Rahmen der Frühjahrsauktion 2017 einen weiteren Teil der Piet-van-Putten-Sammlung zur Zensur- und Lagerpost in Nieder­ländisch-Indien präsentieren.
Zahlreiche der seltenen Entwer­tun­gen wurden in den teilweise nicht en­den wollenden Bie­ter­gefech­ten sa­gen­haft gesteigert, darunter z.B. der Stempel "REBBANG" (Los 1679) auf Brief, der für 1300 (150) Euro zu­geschlagen wur­de, oder "FORT d. KOCK" mit idealem Abschlag auf Marke Wilhelm III 50 Cent und einem Zuschlag von 1000 (100) Euro. Ein Spitzenergebnis erzielte auch der Stempel BATAM auf Ganzsache in tadelloser Erhaltung (Los 1703), der auf sensationelle 3400 (500) Euro gesteigert wurde.

Großes Interesse an Niederlande-Raritäten

Ein weiterer Höhe­punkt der Auktion war natürlich die Verstei­ge­rung des zweiten Teils der einzigartigen postgeschichtlichen Kol­lektion von Luis Alemany Indarte. Nach dem sensationellen Auftakt des Ver­kaufs dieser hochprämierten Sammlung im März dieses Jah­res folgte nun endlich die mit äußerster Span­nung er­war­tete Fort­setzung. Die zahlreichen Lieb­haberstücke stießen wie erwartet auf großes Intere­sse, und die Versteigerung bot erneut Hoch­spannung beim Kampf um die zahlreichen herausragenden Raritäten. Los 185, ein Brief mit großartiger Mehr­farben-Mischfrankatur der Aus­gaben König Wilhelm III zu 5 Cent Blau (siebenfach), 10 Cent Karminrot (vierfach inklusive eines Paares) und 15 Cent Dunkelorange (drei Marken, ebenfalls inklusive eines Paares) von Rotterdam nach Belfast - einer der seltensten Be­lege in dieser Frankaturhöhe, die mit einer raren Dreifarbenkom­bination der Ausgabe von 1852 verklebt wurde - wurde für 10 000 Euro zugeschlagen. Eine höchst seltene Farbprobe der 10-Cent-Marke König Wilhelm III von 1852 im 9er-Block (Los 2) steigerte bis 9500 (4000) Euro. Auf sagenhafte 9000 (2000) Euro kam eine Zusammenstellung von drei Probedru­cken der Brief­markenausgabe König Wilhelm III von 1864 zu 5 Cent, 10 Cent und 15 Cent mit Specimen-Aufdruck (Los 133), um nur einige wenige Beispiele zu nennen
.
Skandinavien und Großbritannien mit Bestmarken

Neben den erwähnten Höhepunkten der Niederlande-Philatelie wusste auch das Angebot der europäischen Sam­mel­ge­biete die Bieter zu überzeugen, wie die äußerst starken Ergebnisse belegen. Insbesondere Skandinavien und Groß­britannien konnten mit her­ausragen­den Zuschlägen bei vielen Losen be­geis­tern, aber auch die weiteren Briefmar­ken und Briefe, darunter Polen oder Grie­chenland, waren sehr gut nachgefragt. Alle genannten Zuschläge sind übrigens ohne Auf­geld.


Bildbeschreibung: Diese Mehrfarben-Mischfrankatur von Rotterdam nach Belfast wechselte für 10 000 Euro den Besitzer.

» www.corinphila.nl

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