68. Jahrgang

Auktionsberichte

364. Heinrich-Köhler-Auktion: Erlesene Philatelie in acht Katalogen


25.02.2017 | Die letzte März-Woche steht auch im Jahr 2017 wieder voll und ganz im Zeichen der Heinrich-Köhler-Frühjahrsauktion, die vom 20. bis 25. März in Wiesbaden stattfinden wird. Mit höchster Spannung erwarten die Sammler das sagenhafte Angebot weltweiter Philatelie und Postge­schich­te, mit dem sich das Traditionshaus geradezu selbst übertrifft. Gleich sie­ben Sonderkataloge, dazu ein Hauptkatalog mit zahlreichen Son­der­tei­len, präsentieren die ebenso vielfältige wie erlesene Auswahl an hoch­wer­tigen Briefmarken, seltenen Belegen und spannenden Sammlungen.


Post nach Fernost

Bereits im vergangenen Jahr angekündigt, fiebern zahlreiche Sammler auf die Versteigerung der Sammlung "Post nach Fernost" hin, die auf eindrucksvolle Weise die Routen und Laufzeiten dokumentiert, die Briefe aus der Zeit vor der UPU auf ihrem Weg in den fernen Osten nahmen. Eine hochinteressante Kollektion, die den Betrachter mit­nimmt auf eine (philatelistische) Rei­se von den Anfängen des Briefver­kehrs nach Fernost ab der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Über verschiedenste Schiffs­routen und Landwege von Europa über Amerika und Afrika bis nach Asien, mit der Eisenbahn, per Pferd, Kamel und auch zu Fuß gelangte die Post an ihr Ziel. Neben den verschiedenen Sta­tionen und Beförde­rungs­weisen werden natürlich auch die zu entrichtenden Entgelte und Por­tostufen mit dieser Ausnahmesamm­lung dokumentiert, deren Versteige­rung Postge­schichtler aus aller Welt mit Spannung erwarten. Das herausragende Angebot umfasst ca. 200 Briefe, die am 25. März 2017 zeitgleich in Wiesbaden und Hong­kong in einer Simultan-Auktion mit dem Auktions­haus John Bull versteigert werden.

Ein weiterer Höhe­punkt ist die Ver­stei­­gerung der Samm­lungen "Schweden Postgeschichte & Nach­porto" des be­­kannten Ehepaars Kersti und Bertil I. Larsson FRPSL aus Schweden. In der Philatelie-Welt als leidenschaftliche Post­historiker bekannt, hat das Ehepaar durch jahrelange For­schun­gen und ein beeindruckendes Wissen, vor allem im Bereich der Postgebühren innerhalb, von und nach Schweden, die besten Sammlungen der frühen schwedischen Postge­schich­te und Nachporto zusammengestellt. Zahl­reiche wertvolle Stücke höchster Sel­tenheit, wahre Juwelen der Schweden-Philatelie und -Postgeschichte, finden sich in den Sammlungen der Larssons, wie der dazugehörige Sonderkatalog eindrucksvoll unter Beweis stellt. Am 21. März 2017 wird das Angebot - ebenfalls in einer Simultan-Auktion in Wiesbaden und zeitgleich in Stockholm - dem interessierten Publikum offeriert.

Nach dem großen Erfolg der ersten beiden Teile der Sammlung "Bayern 1849-1875" von Hil­mar Kraus dürfen sich die Bayern-Lieb­haber auf weitere aus­gewählte "Schman­kerl" dieses beliebten Sammel­ge­bie­tes freuen. Der in ei­nem weiteren Son­derkatalog präsentierte dritte Teil dieser großartigen Sammlung umfasst zahlreiche weitere Stücke, die Kraus stets mit dem Auge für das Besondere zusammengetragen hat, darunter wunderschöne Marken und Be­le­ge, Einheiten und Blockstücke auf Brie­fen, seltene Stempel, interessante Fran­katuren, seltene Destinatio­nen und vieles mehr. Bei diesem 3. Teil kommen insbesondere die Heimatsamm­ler zum Zuge.

Kollektionen und Sonder­kataloge zum Staunen

Auch das "restliche" Angebot hat es sprichwörtlich in sich. Herausragend sind sicherlich die ebenfalls in Son­der­katalogen dokumentierten Spezial­samm­lungen "Sudetenland - Samm­lung Dr. Hugo Hörr" und "Deutsches Reich Mar­kenheftchen und Zusam­mendrucke 1900-1941 - Sammlung Gerhard Korn". Gleiches gilt für die Sammlung „Os­manisches Reich“ (Teil 1) von Dr. Esmer sowie das Angebot Preußen und Ber­liner Postgeschichte sowie die Samm­lung "Allgäu - Private Stadtpost 1886–1900". Schweden-Sammler dürfen sich neben der er­wähn­ten Sammlung aus dem Hause Larsson übrigens auch auf einen Spe­zialteil "Schweden Überdruck­aus­gabe 1889 - Die Sammlung Sjör­gen" freuen.

Einzellose und Sammlungen Alle Welt in Hülle und Fülle versprechen die Samm­lungen "Norris" sowie der sog. "Boden­seeschatz". Letzterer sorgte bereits im Vorfeld für Furore, denn einen derartigen Bestand an 50, 60 und 70 Jahre alter Kiloware - und dies in ungeöffnetem Zustand - sieht man wirklich nicht alle Tage. Der undurchsuchte Nach­lass der Firma Hörr (früher COSMOPHIL) mit Kiloware aus aller Welt verspricht echte Schätze ans Licht zu bringen.

Über das außerordentliche Literaturan­gebot dieser Auktion wird an anderer Stelle in dieser Ausgabe berichtet.


Bildbeschreibung: "Overland-Mail" von Dresden nach Canton via Triest und Alexandria von 1867 in Kombination mit britischer 1-Shilling-Marke für Weiterfrankatur.

» www.heinrich-koehler.de

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