68. Jahrgang

Auktionsberichte

364. Heinrich-Köhler-Auktion: Frühjahrsauktion setzte Maßstäbe an drei Standorten!


26.04.2017 | Mit der 364. Auktion vom 20. bis 25. März 2017 hat das Traditionshaus Heinrich Köhler aus Wiesbaden einmal mehr die eigene Firmenge­schich­te um zahlreiche Bestmarken und unvergessliche Höhepunkte bereichert, die auch in der philatelistischen Szene noch lange in Erinnerung bleiben werden. Das sagenhafte Angebot der sieben Sonderkataloge so­wie des Hauptkatalogs stieß auf eine herausragende Nachfrage, und am Ende waren es mehr als 6,5 Millionen Euro, die kauflustige Sammler und Händler bei der Auktion in Wiesbaden und den parallel dazu stattgefundenen Simultan-Auktionen in Stockholm und Hongkong ausgaben.


Blick hinter die Kulissen

Ebenso beeindruckend wie das Ge­samt­ergebnis waren die mit der Auk­tion verbundenen "Details" - von der Aukti­ons­vorbereitung bis zum Zu­schlag -, die Geschäftsführer Dieter Michelson am 25. März 2017 während eines Fest­abends mit knapp 100 geladenen Gäs­ten präsentierte. Das Angebot der insgesamt acht Auk­tionskataloge umfasste Einlieferungen aus vier Kontinenten (Europa, Asien, Australien, Nordamerika). Zuvor waren 16 Auslandsreisen erforderlich, um das umfangreiche Material zu beschaffen, wobei die Einlieferer aus 19 Ländern kamen. Neun Mitarbeiter waren für die Bearbeitung und Katalog-Erstellung am Werk.Bei der Auktion lieferten sich fünf Kom­missionäre, die 312 Bieter repräsentierten, an sechs Auktionstagen heiße Bietergefechte. 120 Telefonbieter kämpf­ten u.a. gegen 192 Saal-, 462 Online-, 579 Web- und 610 schriftliche Bieter.
Eine Gesamt­be­tei­ligung von 2266 Bie­tern aus der ganzen Welt, die eines oder mehrere der 6417 Einzel- und Sam­mellose erwerben wollten, spricht wahrlich für sich. Bei einem Ge­samt­ausruf von 3 864 410 Euro wurde ein Zu­schlag 5 429 917 Eu­ro er­zielt, was einer Quote von hervorragenden 141 Pro­zent entspricht. Die Zuschläge für die verkauften Lose übertrafen die Start­preise insgesamt um durchschnittlich 96 Prozent. Die Ver­käufe gingen zu ca. 2,6 Millionen Euro an deutsche, zu 1,65 Millionen an eu­ropäische und zu 1,17 Millionen an Über­see-Bieter. Etwa ein Viertel der Lose und des Umsatzes wurde an Online-Live-Bieter zugeschlagen - ein neuer Höchst­wert! Dieser Trend zeichnet sich von Auktion zu Auktion deutlich stärker ab, was auch im bewährten Firmensystem zum "Online-Live-Bieten" begründet liegt, das Heinrich Köhler und die verbundenen Auktionsfirmen im Global Philatelic Network nutzen.

Spitzenergebnisse dank guter Vernetzung

Dass das Auktionshaus Heinrich Köhler weltweit Maßstäbe zu setzen vermag, haben in den letzten beiden Jahren bereits die erfolgreichen Auktionen an Standorten wie New York und London sowie Simultan-Auktionen mit John Bull in Hongkong eindrucksvoll unter Be­weis gestellt. Die 364. Auktion setzte in diesem Kontext noch einen drauf, wur­de hier doch bei gleich zwei Simultan-Auktionen an drei Standorten (Stock­holm, Hongkong und Wies­baden) zeitgleich versteigert. "Inner­europäisch-transpazifisch" boten die Sammlungen "Schweden" und "Post nach Fernost" Höhepunkte in Hülle und Fülle, und die Beteiligung der Sammler vor Ort in Wiesbaden, Stock­holm und Hongkong war herausragend, wie die Zuschläge belegen. Ein Kurier-Brief aus dem Jahr 1591 vom schwedischen König Johan III an die englische Königin Elizabeth I (Los 6121) wurde von 4000 Euro Aus­ruf auf sagenhafte 20 000 Euro gesteigert. Ein Brief ab Welford (Großbritan­nien) nach Macau via Marseille und Bom­bay mit seltenem Handstempel "CARE OF MESSRS. WAGHORN & Co./LONDON.ALEXANDRIA" (Los 8060) erzielte einen sensationellen Zuschlag von 58 000 Euro (Ausruf: 10 000 Euro), um nur zwei Spitzenzuschläge zu nennen.

Mit dem Los 5087 wurde sogar eine historische Bestmarke geschaffen. Nach einem Ausruf von 15 000 Euro steigerte der Brief mit "TULCA 90"-Siegel­stem­pel nach Istanbul auf 34 000 Euro, was das bis heute höchste Auk­tionsergebnis für türkische Postge­schichte in Rumä­nien darstellt! Aus der Sammlung "Post nach Fernost" sei noch ein Brief ab Lin­dau nach Manila (Philippinen) her­aus­gegriffen (Los 8185), der nach einem Ausruf von 4000 Euro und spannender Bieter­schlacht bei großartigen 25 000 zugeschlagen wurde.

Der erwähnte Festabend hielt für die anwesenden Gäste noch einen weiteren Höhepunkt bereit, der in Form ei­ner Vorschau auf die Herbst-Auktion vom 26. bis 30. September 2017 daher kam. Diese wird neben den zweiten Teilen der Sammlungen Larsson (Schwe­den) und Esmer (Osmanisches Reich) unter anderem die einzigartige Samm­lung "Markenheftchen des Deutschen Reiches" von Rudi van de Weyer sowie eine bedeutende Saarland-Sammlung offerieren. Mit Stau­nen und großer Vorfreude wurde au­ßerdem die Ankün­digung des Verkaufs einer Kollektion "BALLON MONTÉ" aus der Sammlung von Erivan Haub aufgenommen, die den Auftakt für zukünftige Versteige­rungen aus dem Besitz von Deutschlands bedeutendsten Sammler markieren wird!


Bildbeschreibung: Setzte mit einem Zuschlag von 58 000 Euro neue Maßstäbe: Brief aus dem britischen Welford nach Macau über Marseille und Bombay mit seltenem Zweizeiler "CARE OF MESSRS. WAGHORN & Co./LONDON.ALEX­ANDRIA". Der Empfänger Dr. Hobson hatte sein Hospital in Macau erst wenige Monate zuvor eröffnet.

» www.heinrich-koehler.de

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