68. Jahrgang

Auktionsberichte

Sowjetunion-Block bringt 105 000 Euro!


30.03.2011 | DÜSSELDORF Die 132. Internationale Felzmann-Auk­tion (22. bis 26. Februar 2011) hatte neben hochwertiger Numis­matik für alle Philate­listen ganz Besonderes zu bieten: unter anderem ein großes Raritäten-Angebot aus Russland/Sowjet­union.


Bei internationaler Beteiligung verbuchten die Lose herausragende Ergeb­nisse, vor allem der in der DBR 2/11 auf Seite 47 abgebildete Block, der bei einem Ausruf von 80 000 Euro einen Zuschlag in Höhe von 105 000 Euro erzielte. Der Käufer kann sich glücklich schätzen, denn es gibt weltweit wahrscheinlich nur drei Exemplare. Eine hohe Steigerung er­reichte auch das Los 4257, Lewanewskij-Transpolarflug mit kopfstehendem Auf­druck, Feld 23 des einzig bekannten, kopfstehend überdruckten 25er- Bo­gens, das bei einem Ausruf in Höhe von 15 000 Euro für 42 000 Euro an den Meist­bietenden ging.

Die gute Stimmung bei den Philatelisten war von Beginn an deutlich zu spüren. Das vielfältige Angebot sorgte an den drei Brief­marken-Auktionstagen für ein volles Haus. Nicht nur am Samstag, an dem traditionell die Sammlungen versteigert wurden, herrsch­te großer Andrang im eigenen Auktionssaal. Es waren für alle Beteiligten ereignisreiche Tage mit erfreulich hohem Kaufinteresse, wahren Bieterschlachten, äußerst hohen Zuschlagsergebnissen und internationalen Käufern.

Ein besonders gutes Ergebnis erzielte ebenfalls ein sehr seltenes Prachtstück der deutschen Philatelie. Für 23 000 (10 000) Euro ging die MiNr. 57 IIAb der Deutschen Post in Marokko in postfrischer Erhaltung in neue Hände. Diese Briefmarke war vermutlich noch nie zuvor auf einer Auktion angeboten worden; entsprechend hoch war das In­teresse.

Auf großes Interesse stieß auch die Ver­steigerung der Lose aus der Volksrepublik China. Der Trend war bereits bei der letzten Auktion im Oktober 2010 deutlich zu spüren, wurde jetzt abermals übertroffen. Bei den Samm­lungen stieg beispielsweise das Los 7793, eine vorwiegend postfrische Kol­lektion von 1949 bis 1999, von 5000 auf 20 000 Euro.

Die Interessenten nutzten die Angebote, die ihnen das Auktionshaus Felzmann seit vielen Jahren bietet: Sie reichten Gebote schriftlich ein oder boten als Telefonbieter. Gut aufgenommen wurde auch das erweiterte An­gebot an Online-Abbildungen der Samm­lungen und der Bereitstellung sämtlicher Fo­toatteste, was die Informationsmög­lich­keiten im Vorfeld verbesserte.

Das internationale Flair machte die 132. Felz­mann-Auktion zu einem ganz besonderen Erlebnis. Am Tag der Sammlungs­auk­tion mit über 1800 Positionen war der Auk­tionssaal voll besetzt. Anwesende Käufer, Kommissionäre und Telefonbieter waren ständig im Einsatz, unter den Nachlass­pos­ten wurde nahezu jedes Los beboten und gesteigert. Die starke Nachfrage nach ge­pflegten Sammlungen und Nachlässen war ungebrochen. Inhaltsreiche Briefposten er­brachten zudem Ergebnisse auf hohem Preis­niveau.


» www.felzmann.de

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