68. Jahrgang

Auktionsberichte

133. Felzmann-Auktion: Außergewöhnliche Einzelstücke und Sammlungen


25.06.2011 | Das Auktionshaus Felzmann versteigert in seiner 133. Internationalen Auktion (28. Juni bis 2. Juli 2011) neben einer breiten Palette an Mün­zen von der Antike bis zur Neuzeit auch wie gewohnt hochwertige Phil­atelie. Dazu gehören deutsche und internationale Raritäten, aber auch hochwertige Kollektionen. Hervorheben ist das philatelistische Lebens­werk des großen Sammlers und Forschers Reimer Hadenfeldt. Die um­fassende Bogensammlung von über 4650 Bogen zeichnet sich durch ei­ne enorme Vielfalt und insbesondere durch eine ausgezeichnete Quali­tät aus.


Deutsches Reich spezial

Reimer Hadenfeldt hat seine For­schungs­arbeit im Laufe der letzten 30 Jahre zusammen mit Jürgen Böhme in dem bekannten Handbuch der Infla­tions­bo­gen dargestellt. Die gesamte Samm­lung wird gegliedert angeboten in 27 herausragende Einzel- und 32 Sammel­lose, die nach den verschiedenen Aus­gaben der Inflation strukturiert sind. Als Einzellose sind vorhanden: MiNr. 318 B-330 B; OPD Breslau MiNr. 333 W; OPD Frankfurt MiNr. 292, 293, 294, 335 A; OPD Leipzig MiNr. 294, 333 W; OPD Münster MiNr. 293 (kompletter postfrischer Bogen, einmal horizontal mittig gefaltet, 4000 Euro), 303, 334 A, Platte C (kompletter postfrischer Bo­gen, einmal horizontal mittig gefaltet mit HAN 5887.23, 5000 Euro), 334 B Platte C.

Hadenfeldts Sammlungen sind gegliedert nach Germania, Bayern Abschied, Queroffset, Überdruck I und II, OPD I und II und Deutsche Nebengebiete. Dazu gehört eine in ihrer Reich­haltig­keit überragende gestempelte Inflati­ons-Sammlung 1919–1923 nach Haupt­nummern mit allen Spitzen­werten, ergänzt mit einer selten so üppig gesehenen Fülle an Far­ben, Typen, Abar­ten, Besonder­hei­ten und immer wie­der interessanten Belegen. Exem­pla­risch genannt seien die MiNr. 118 in allen drei Farben, kleine Ziffern Wz. 2 komplett, beide OPD-Ausgaben kom­plett, MiNr. 307, Korbdeckel nach P- und W-Werten spezialisiert und augenscheinlich komplett inklusive aller durchstochenen Werte. Dazu gesellen sich di­verse Abarten und Typen wie die MiNr. 110 I, 117 F, 151 Y, 185 I, 209 Y, 278 I, IV, V und VI, 303 I und III sowie 312 A und B IV lose oder auf Belegen. Hinzu kommen Belege und Frankaturen wie beispielsweise MiNr. 118 a und 118 b jeweils in Misch­fran­katur auf zwei portogerechten Bedarfs-Wertbriefen, MiNr. 119, 216, 319 B, mehrfach 305 und 330 als Einzelfran­katuren sowie die MiNr. 336 als Einzel- und Mehrfach­frankatur. Außerdem finden sich zwei Dezember-Verwendun­gen von Infla-Mar­ken. Der Startpreis des Objektes, bei dem alle besseren Werte geprüft sind, beträgt 10 000 Euro.

In jeder Beziehung außergewöhnlich - sowohl was Vollständigkeit als auch Er­haltung anbelangt - ist auch eine ge­stempelte Kollektion des Deutschen Rei­ches 1872–1919. Erwähnung verdienen die MiNr. 8, 11, beide Innen­dienst-Marken, 24, 28, Pfennig/e und Krone/ Adler mit Farben wie MiNr. 33 aa, 35 b und c, 36 b, 37 a-f, 38 b, 49 aa, 50 aa und ab, Germania mit 5 Mark Reichs­post in allen vier Varianten, Friedens­druck mit MiNr. 86 I d orangerot mit FA Jäschke, MiNr. 97 M "Mi­nister­druck" mit FA Oechsner und viele andere Besonderheiten wie breite/klei­ne Mar­ken, MiNr. 46 II, 48 I, 50 I und II, Germania Reichspost reichhaltig oder Zähnungsvarianten. An Belegen stechen hervor: MiNr. 1 als Einzel- und Mehrfachfrankatur, MiNr. 2 im Dreier­streifen als Mehrfachfrankatur, MiNr. 8 als Einzelfrankatur, MiNr. 8 und 10 als Mischfran­katur, Innendienst MiNr. 12 in Dreifar­ben-Mischfrankatur auf Paket­begleit­brief, MiNr. 15 als Einzelfran­ka­tur in den eigenen Landzustellbezirk, Misch­frankaturen der MiNr. 27 c und 23, 29 und 18 sowie 29 und 32 oder MiNr. 37 im Zwischensteg-Streifen auf kompletter Paketkarte. Das Objekt ist ebenfalls mit 10 000 Euro angesetzt.

Weltrarität aus Frankreich

Unter Danzig kommt der "Krantor-Be­stand" zur Auflösung, aus dem der Gro­ßen Innendienst auf fast portogerechtem Einschreiben-/Eilboten-Orts­brief und ein postfrischer Viererblock der MiNr. 47 stammen (8500 bzw. 6200 Euro). Ergänzt wird das Angebot mit einer hochinteressanten Briefe-Samm­lung mit durchweg besseren Fran­katuren (6000 Euro). Von der SBZ sind wieder Seltenheiten zu haben: Block MiNr. 3 A Y postfrisch und Block MiNr. 4 V (16 000 bzw. 7000 Euro). Von beiden Blockvarianten sind nur jeweils fünf Stück registriert. Zwei römische Nummern von Bund - MiNr. X und XIV jeweils postfrisch - beginnen mit 5500 bzw. 5800 Euro.

Die klassische Philatelie glänzt mit der französischen 1 Fr. Vermillon in ihrer seltensten "lebhaften" Farbnuance in Luxus-Qualität. Diese Weltrarität ist mit 12 000 Euro taxiert. Gar mit 12 500 Euro startet ein ungebrauchter Zehner­block der Niederlande MiNr. 2. Auf einem außergewöhnlich schönen Lu­xus-Briefstück zeigt sich die "Waadt" 4 C. mit sauberer roter Rosette von Genf (9500 Euro).

Im Sammlungs-Teil begeistern eine um­fassende, vorwiegend postfrische bzw. ungebrauchte, über lange Jahre zusammengetragene Top-Sammlung San Marino mit zahlreichen Spitzen­stücken, Abarten und Varianten für 50 000 Euro und ein Schweiz-Objekt 1849-2000, eine umfassende Darstel­lung in sieben Bänden der eidgenössischen Briefmarken einschließlich Dienst-, Porto- und Porto­frei­heitsmarken, Telegrafen­mar­ken, Franco-Zettel, Pionier­flug­marken sowie Internationalen Or­ga­nisationen (26 000 Euro).


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