69. Jahrgang

Auktionsberichte

Unikat von Maffersdorf


24.10.2015 | DRESDEN Deutlich über 3000 Lose bringt die 172. Dresdner Briefmarken-Auktion am 25. und 26. November.


Nach einem abwechslungsreichen Teil mit Münzen und Banknoten startet die Phil­atelie mit Ansichtskarten, Luftpost und den ausländiuschen Sammelgebieten. Hier verdient die VR China Beachtung, die mit seltenen Ausgaben hervorsticht. Hervorzu­he­ben sind die MiNrn. 30 ohne Gummi wie verausgabt (220 Euro), 100-105 in gleicher Erhaltung (1500 Euro), Block 8 gestempelt (2000 Euro), 966-976 postfrisch (1200 Eu­ro) und die Militärpostmarke MiNr. 2 ohne Gummi wie verausgabt (1000 Euro).

Sehr umfangreich zeigen sich die Mar­kenheftchen, Markenheftchenbogen und Zusammendrucke des Deutschen Reiches, insgesamt über 130 Positionen, was die Be­deutung dieses Angebotes unterstreicht. Ausgefallen ist sicher ein Los mit den kompletten Markenheftchenbogen MiNrn. 1-9 postfrisch, wobei die Bogen nicht gefaltet und nicht angetrennt sind, dafür aber gerollt und mit 600 Euro günstig angesetzt. Die attraktiven und gut erhaltenen Zusam­mendrucke beginnen nicht selten mit 20 oder 30 Euro.

Ein Unikat und Liebhaberstück findet sich unter den Besetzungsausgaben Zweiter Welt­krieg. Es handelt sich um einen portogerechten Einschreibebrief von Maffers­dorf nach Freiberg mit Block MiNr. 3 (Ma­saryk mit Kind) und Zusatzfrankatur. Es sollen nur 20 Blocks überstempelt worden sein, auf befördertem Beleg hat bislang kein weiteres Exemplar vorgelegen. Der Start­preis beträgt 1600 Euro.

Traditionell gut zeigt sich die SBZ mit einer Reihe von Seltenheiten. Zu den herausragenden Stücken zählen die MiNrn. 98 AYy im gestempelten 4er-Block (800 Euro), der Brückenbau-Zusammendruck SZd 2by in gestempelter Erhaltung (ebenfalls 800 Euro) und der Brückenbau-Satz 1946 komplett als gestempelter Son­derdruck, dabei die 16 Pf mit Platten­feh­ler IV (112/14 S, 115 aS - 600 Euro).

Auch die DDR ist hervorragend besetzt, was einige Wasser­zei­chen­varianten un­terstreichen: MiNr. 482 YII postfrisch (650 Euro), MiNr. 487 A YI postfrisch (500 Euro) und Block MiNr. 13 YI mit Ersttagsstempel (1300 Euro). Bisher überhaupt nicht katalogisiert und nur in dem einen, auf der Dresdner Brief­mar­ken-Auktion ausge­rufenen gestempelten Exemplar bekannt ist die MiNr. 516 mit Wasser­zeichen YI. In sei­nem Attest schreibt VP-Prüfer Mayer: "zeitgerechte Entwertung, Ort muß durch weitere Forschung ermittelt werden, einwandfrei". Der Ausruf liegt bei 550 Euro.
Als Abschluss des DDR-Teils wird die größte existierende Sammlung der ZKD-Ausgabe MiNrn. 16-31 aufgelöst. Viele der postfri­schen Marken sind nur in ganz wenigen Exem­plaren registriert oder sogar Unikate wie die MiNrn. 19 I H (400 Euro), 19 II K (500 Eu­ro) oder 30 II L (350 Euro). Eine derartige Fülle Dienst­marken-Seltenheiten dürfte so schnell nicht wieder offeriert werden.


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20.02.2018 Vortrag
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