69. Jahrgang

Auktionsberichte

Postgeschichte weltweit mit Blick auf "Social Philately"


24.10.2015 | WUNSTORF "Postgeschichte weltweit" heißt das Motto der jährlich stattfindenden Ver­steigerung der Peter F. Harlos KG. Harlos legt seinen 34. Katalog für den 21. No­vember 2015 vor mit 5000 handverlesenen Briefen und Karten aus aller Welt auf über 500 Farbseiten.


Schwerpunkt der diesjährigen Auktion ist die Auflösung der Sammlung von Wolfgang Strobel "Die Aufnahme des Postverkehrs in Deutschland nach 1945". Strobel, Autor meh­rerer Bücher und einer Vielzahl von Artikeln, hat sich der Postgeschichte Deutschlands im Jahre 1945 nach der Befreiung verschrie­ben. Harlos hat dazu einen 150-Seiten star­ken Sonderkatalog erstellt, der in ca. 80 Kapiteln die deutsche Postgeschichte in allen Facetten abbildet. Einige Kapitelüber­schriften zeigen die Vielfalt der Belege: Post­verkehr vor dem Waffenstillstand (allein drei Belege aus Aachen), Kurierpost, Reichsbank-Kurier­dienst, frühe Post von und nach Berlin, Aufnahme des Postverkehrs in den vier Zonen und später zwischen den Zonen, Post­sperren, polnisch verwaltetes Pom­mern, Stettiner Zipfel (ca. sechs Belege), russisch verwaltetes Ostpreußen mit Kö­nigsberg-Post, Stettiner Zipfel (ca. sechs Be­lege), amerikanische Besetzung der späte­ren SBZ, Post aus Niederschlesien, Besat­zungszonenwechsel, Grenzgängerpost, Grußmitteilungen über das Rote Kreuz, Aus­landspostverkehr vor der allgemeinen Aufnahme, Postbefö­r­derung über das jü­dische Joint Dis­tri­bution Committee, Kriegsgefangenenpost, Lokalausgaben mit selten gesehener Be­darfs­post oder frühe Zensu­ren.

In seinem zweiten Ka­talog beginnt Harlos mit der Auflösung der Samm­lung "Deutsche Postgeschichte 1939 bis 1945" von Wolf­gang Schubert. Rund 1000 Lose zeigen be­anstan­dete Post im Dritten Reich: Post­sperren zu Kriegs­be­ginn, zensierte Post mit Rückweisungsstempeln, jüdische Post einschließlich Post aus Ghettos und Lagern, Besetzte Gebiete des Zweiten Weltkrieges, Unzustellbarkeits-Stempel ge­gen Kriegs­en­de einschließlich letzter Post. Auch Porto­stufen-Sammler kommen nicht zu kurz.

Harlos bedient auch alle anderen Sammel­gebiete wie Altdeutschland, Kolonien, Be­setzte Gebiete des Ersten Weltkrieges, Fran­zösische Zone mit einer Vielzahl der dortigen Zensuren, ferner wie immer Eu­ro­pa und Übersee. Ein besonderes Anliegen bei Harlos ist die "Social Philately". Es finden sich in vielen Kapiteln Briefe, die zeitgeschichtliche Aussagekraft über das rein philatelistische hinaus besitzen: Wer hat wann wohin geschrieben und warum? Auf­fallend sind z.B. die vielen Belege, die jüdi­sches Leben in Deutschland dokumentie­ren - vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis hin zum Holocaust.

Ein 20-seitiges Register erleichtert Heimat- und Motivsammlern das Auffinden ge­suchter Belege. Neukunden erhalten den Katalog in Deutschland kostenlos. Eine Be­sichtigung der Lose auf der Messe in Sin­delfingen ist bei Voranmeldung möglich.


Bildbeschreibung: Bei Harlos: Erste Post aus dem befreiten Buchenwald (Unikat, Ausruf 2800 Euro).

» www.harlos-auktion.de

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