69. Jahrgang

Auktionsberichte

Sensationelle Neuentdeckung einer Japan-Rarität!


22.12.2011 | MALMÖ In Skandinavien hat sich kürzlich eine Geschichte zugetragen, von der Mil­lionen Sammler auf der ganzen Welt träumen. Ein Sammler kaufte bei einem europäischen Auktionshaus eine Sammlung mit Briefmarken aus aller Welt in der Hoff­nung, darin auch einige Stücke für seine eigene Sammlung zu finden. Wieder zu Hause, brei­tete er die Sammlung auf dem Esszim­mertisch aus und begann, sich Stück für Stück anzusehen. Sehr schnell stieß er auf eine japanische Marke, die sein Interesse weckte, auch weil sie fälschungsgefährdet ist. Die Marke landete auf einem Haufen anderer, mit denen er sich in einer ungestörten Stunde näher beschäftigen wollte. Die ließ auf sich warten, und das Alltags­leben holte ihn wieder ein.


Die Sammlung blieb einige Tage auf dem Esszimmertisch liegen, bis es der Frau des Sammlers zu viel wurde. Da die Zeit weiterhin knapp war, nahm er die Sammlung samt der ungeklärten Fälle und verstaute sie in einem Wandschrank. Erst ein gutes Jahr später erinnerte er sich an den Kauf und machte sich erneut an die Arbeit. Man kann sich die Überraschung, aber auch die Skepsis des Sammlers vorstellen, als ihm dämmerte, dass es sich bei der besagten Marke um eine berühmte der japanischen Phil­atelie und eine der seltensten Ausgaben der Welt handeln könnte. Nach weiteren Überprüfungen schaltete er ei­nen Experten ein. Als dieser ihm die Echtheit des Stückes bestätigte, wurden seine größten Erwartungen übertroffen.

Bei dieser japanischen Legende handelt es sich 6 Sen Orange mit Kontrollzeichen unter der Schnalle (MiNr. 31 I), in diesem Fall mit Kon­trollzeichen 15. Bis zum Auf­tauchen dieses Exemplares waren nur sechs bekannt. Dementsprechend liegt der MI­CHEL-Wert auch bei einer Viertel Million Euro; ein japanischer Katalog bewertet sie sogar noch höher. Die Marke trägt einen Poststempel von Tokio und ist in perfekter Erhaltung. Nach Ansicht japanischer Exper­ten ist die Neuentdeckung qualitativ die Beste dieser Rarität, von der sich alle bisher bekannten Exemplare in japanischen Spit­zen­sammlungen befinden.

Im nächsten Frühling wird ein neuer Be­sit­zer seine Sammlung mit der Japan-Sel­ten­heit schmücken können, denn sie kommt im Rahmen der 200. Jubiläums­auk­tion von Postiljonen am 28. April 2012 in Malmö unter den Hammer. Mit der Verstei­gerung verbunden ist übrigens ein internationaler philatelistischer Kongress mit einem Semi­nar für Wettbewerbssamm­lungen.


» www.postiljonen.com

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