70. Jahrgang

Aktuelles von der Deutschen Briefmarken-Revue

"Sex & Crime": Dr. Paul Singer & das Auktionshaus Shanahan


28.02.2019 | (cph) Vom "Phönix aus der Asche" zum Spitzen-Auktionator, der allen Mitbewer­bern in den 1950er Jahren das Fürchten lehr­te: Das war Paul Singer. Es ist die Ge­schichte eines "Nobodys", dem es innerhalb von fünf Jahren gelang, eine völlig un­bekannte Möbelhaus-Auktionsfirma zum mit Abstand größten philatelistischen Auk­tionshaus der Welt zu machen. Mit völlig ungewöhnlichen Methoden, die bis dahin nicht ihresgleichen kannten. Paul Singer kam aus Österreich, seine Frau aus Deutsch­land, und sie zeigten der etablierten, angestaubten Auktionsszene der damaligen Zeit, was eine „Harke“ ist.


Philatelie-Historiker Wolfgang Maassen RDP und Mitglied des Consilium Philatelicum schrieb dazu ein spannendes Buch, das im Detail die Strategien Paul Singers festhält. Und er stellt den einzigen noch in Irland lebenden Zeitzeugen - einen damaligen Mit­arbeiter der Firma - in Wort und Bild vor, der als junger Mann für einige Jahre bei Shanahan gearbeitet hat. Auktionen fast im Zwei-Wochen-Takt, rauschende Feste und Bälle, so manches Geschehen und Personen eher zweifelhafter Provenienz waren beinah Alltag.

Denn mit der einmaligen "Mystery-Col­lection" nahm eine Katastrophe am 9. Mai 1959 den Anfang - und diese endete in einem dreijährigen Prozess-Desaster, dem teuersten Verfahren in der Geschichte Ir­lands. Autor Wolfgang Maassen beschreibt diesen (Wirtschafts-)Krimi, stellt sein neu erschienenes Buch zum Thema erstmals der Öffentlichkeit vor, er klärt aber auch Mythen und Legenden, die bis heute verbreitet sind. Zuhörer erwartet eine der ungewöhnlichsten Geschichten rund um Sex & Crime, um Geld und Investitionen, um Raub und Dieb­stahl und vieles mehr …!
Abgerundet wird dieser Philateliekrimi durch eine einmalige Dokumentations-Sammlung zu Paul Singer & Shanahan, die gleichzeitig im Haus der Philatelie und Postgeschichte zu sehen sein wird.

Jeder Interessent, zumal Mitglieder der re­gionalen Vereine, ist zu diesem Vortrag und zur Erstpräsentation des Buches herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei, die Ver­an­staltung kostenlos, wobei traditionsgemäß eine kleine Spende für einen Ab­schluss-Im­biss erbeten wird.

Termin des "Philatelistischen Früh­schop­pens" des Consilium Philatelicum: Samstag, den 23. März 2019, 10 bis 13 Uhr. Ort: Haus der Philatelie und Postgeschichte in Bonn, Mildred-Scheel-Straße 2, 53175 Bonn.

Voranmeldungen sind an Günther Korn, Tucherstr. 10, 90562 Heroldsberg, Telefon 0911/56 79 31 30, korng@gmx.de.


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24.07.2019 Tausch­treffen
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42275 Wuppertal/Har­mannus-Obendiek-Haus ... [mehr]
25.07.2019 Postgeschichtlich-philatelistischer AK
42859 Remscheid/Bür­gerhaus Süd, ... [mehr]