69. Jahrgang

Aktuelles von der Deutschen Briefmarken-Revue

218.-221. Corinphila-Auktion: Hochwertige Philatelie im Trend


20.01.2018 |
Mit sensationellen Ergebnissen ging am 24. November 2017 die Corin­phila-Auktionsserie der Versteigerungen 218 bis 221 in Zürich zu Ende. Das erstklassige Angebot hochwertiger Philatelie und Postgeschichte von der Schweiz bis Übersee erfreute sich erneut einer beeindruckend starken Nachfrage und bot zahlreiche spektakuläre Höhepunkte. Ein hochkarätig besetzter Auktionssaal - darunter Sammler, die aus verschie­densten Ländern und von allen Kontinenten dieser Welt angereist wa­ren - sowie zahlreiche Internetbieter dominierten das Geschehen und sorg­ten für absolute Hochspannung vor Ort. Geradezu überwältigend war die Beteiligung der Online-Bieter, die diverse Lose in schwindelerregende Höhen trieben. Bis zu 70 Bieter schalteten sich zeitgleich im Kampf um die begehrten Briefmarken ein, und nicht selten überschlugen sich die Gebote förmlich.


Spitzenzuschläge von der Schweiz bis "Down Under“

Erneut wusste die ebenso umfangreiche wie hochwertige Auswahl seltener Brief­mar­ken, Briefe und Sammlungen der Schweiz, darunter der zweite Teil der Kollektion "Alt­schweiz - Kan­to­nal- und Bun­des­marken 1843-1863 - Die Samm­lung Jack Lu­der“, vollends zu über­zeugen. Das Spitzenergebnis si­cherte sich ein wun­derschöner Brief aus der Lu­der-Kollektion mit Frankatur der höchst seltenen Rayon II mit vollständiger Kreuzein­fassung (Los 2111 - Ausruf: 100 000 Franken), der einem Sammler 156 000 Franken (inkl. Auf­geld) wert war. Eben jene Marke wur­de auch als Ein­zel­stück (Los 120 - Aus­ruf: 50 000 Fran­ken) angeboten und schließlich für eben­falls beeindruckende 70 000 Fran­ken zugeschlagen. Die großartige Nach­frage nach seltenen Marken und Briefen der eidgenössischen Philatelie be­wiesen auch zahlreiche weitere Top­stücke, darunter eine verkehrt ge­schnit­tene Doppelgenf (Los 2016 - Ausruf: 60 000 Franken), die auf 80 000 Fran­ken gesteigert wurde. Gera­dezu sensationell war das Interesse an der angebotenen Spezialsammlung "Sol­daten­marken“ (Los 1210 - Ausruf: 60 000 Fran­ken), bei der nach intensivem Bieter­wettstreit der Hammer erst bei sage und schreibe 105 000 Franken fiel.

Ein spektakulärer Höhepunkt der zu­rück­liegenden Versteigerungsserie war zweifelsohne das Angebot der einzigartigen Kollektion "BESANÇON - Austra­lien & Australische Staaten“ (Teil 1). Wie groß das Interesse war, zeichnete sich bereits im Vorfeld ab: In Melbour­ne und Sydney lud Corinphila Sammler und Liebhaber der Philatelie Australiens vor Ort zu exklusiven Präsentationen ein, weltweit wurde das bedeutende Ange­bot auf Messen und Ausstellungen be­worben, und selbstverständlich dokumentierte ein edler Sonderkatalog die­se Ausnahmesamm­lung. So verwundert es vielleicht kaum, dass gleich vier aus­tralische Philate­listen weder Kosten noch Mühen - noch einen Flug von 22 Stun­den (!) - scheuten, um live bei der Versteigerung in Zürich vor Ort zu sein. Und was sich dem Betrachter dort bot, war in weiten Teilen unglaublich. Die Preise gingen sprichwörtlich durch die Decke, und Bieter aus aller Welt versuchten mit vollem Einsatz, eines oder mehrere der begehrten Lose für ihre Sammlung zu ersteigern. Ein Erst­tags­brief aus Neusüdwales von 1850 (Los 6022 - Ausruf: 5000 Franken) wurde um mehr als das Achtfache auf einen Zuschlag von 42 000 Franken gesteigert, ein gestempelter Sechserblock der Victoria "Half Length“ (Los 6370 - Aus­ruf: 30 000 Franken) erzielte 55 000 Franken, eine unverausgabte 1-Shil­ling- Marke von 1855 steigerte auf 46 000 Franken (Los 6224 - Ausruf: 7500 Fran­ken), um nur einige wenige Bei­spiele der durch die Bank herausragenden Zu­schläge zu nennen. Man darf gespannt sein auf den zweiten Teil des Verkaufs dieser un­vergleichlichen Kollektion, die garantiert auch in diesem Jahr mit prächtiger Philatelie und Postge­schich­te Austra­liens für Begeiste­rung sorgen wird.

Eine Bestätigung für die starke Nach­fra­ge nach hochwertiger Philatelie fast al­ler Sammelgebiete bot auch das An­ge­bot des Hauptkataloges, der diverse be­gehrte Einzellose und Kollektionen phil­atelistischer Sammelgebiete weltweit umfasste. Mit herausragenden Zu­schlä­gen glänzte unter anderem ein Rumä­nien-Brief mit einer Einzelfranka­tur 54 Parale (Los 4925 - Ausruf: 15 000 Fran­ken), der auf großartige 34 000 Fran­ken gesteigert wurde, oder eine 1 Pound Dienstmarke Großbritan­niens von 1888 (Los 399 - Ausruf: 15 000 Franken), die mit 23 000 Franken zugeschlagen wurde. Ein seltener Och­sen­augenbrief Brasiliens mit Mehrfach­fran­katur der 60 Reis nach Portugal (Los 3579 - Ausruf: 25 000 Franken) erzielte 30 000 Franken. Die höchst seltenen, nicht mehr herausgegebenen NSKK- und NSFK-Marken des Deut­schen Rei­ches (Los 3743 - Ausruf: 15 000 Fran­ken) kletterten auf 23 000 Franken.

Mit der zurückliegenden Versteige­rungs­serie hat sich erneut gezeigt, dass der Einsatz innovativer Technologie und die Nutzung des Internets von entscheidender Bedeutung für den Ver­kaufserfolg ist. Mit ihrer Internet-Prä­senz und dem innovativen System zum "Online-Live-Bieten" gehört die Firma Corinphila zur absoluten Spitze der phil­atelistischen Auktionshäuser.


Bildbeschreibung: Sprang von 5000 auf 42 000 Franken: Ersttagsbrief aus Neusüdwales von 1850.

» www.corinphila.ch

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DatumAuktion
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