69. Jahrgang

Auktionsberichte

23. Schlegel-Auktion: "Exklusivitäten der Philatelie" werden fortgesetzt


27.09.2018 | Zu seiner Frühjahrsauktion präsentierte Andreas Schlegel einen Son­derkatalog mit 111 "Exklusivitäten der Philatelie", die begeistert vom Markt aufgenommen wurden. Dies belegten nicht nur viele positive Re­sonanzen, sondern auch eine Verkaufsquote von 90 Prozent. Das ex­klu­sive Angebot findet gleich zu Beginn der Herbstauktion, die vom 8. bis 10. Oktober 2018 dauert, seine Fortsetzung. Auch dieses Mal sind es 111 Lose vor allem deutscher Sammelgebiete. Einer der Schwerpunkte sind die Besetzungsausgaben des Zweiten Weltkrieges.


Unikate von Estland/Elwa

Seltene Aus­ga­ben oder Beson­der­hei­ten in ex­quisiter Erhal­tung ziehen sich wie ein roter Fa­den durch den 105 Seiten starken Inhalt, was gleichzeitig be­deutet, dass fast jedem Los eine ganze Kata­log­seite ge­widmet ist. Das Auge kauft schließlich auch mit. Nach einer kleinen Abteilung Europa und Übersee, u. a. mit einer kompletten postfrischen Serie polnische Konsulatspost Odessa MiNrn. 1-5 (Schätz­preis 2000-2400 Eu­ro), stehen die deut­schen Sammel­gebiete im Mittelpunkt, beginnend mit einer Drucksache mit dem "Sachsen Dreier" (MiNr. 1 a, 9000- 11 000 Euro). Die Brust­schilde des Deut­schen Reiches sind mit einigen interessanten Stücken vertreten, etwa mit den MiNr. 24 und 27 a auf gut erhaltenem Wertbrief nach Frankfurt (1000-1200 Eu­ro). Ein Blick­fang ist eine Auslandswert­paketkarte von Guben 18.2.20 nach Gö­teborg mit einer Massenfrankatur von 22 Stück der MiNr. 93 IIa mit Zusatz­frankatur (4000-5000 Euro). Die bis heu­te einzig bekannte Mehrfachfrankatur der MiNr. 319 Wb - 50 Exem­plare dieser seltenen Farbvariante, da­von 30 rück­seitig verklebt, haben schon einen MI­CHEL-Wert von 110 000 Euro nur für die Marken. Was mag dann wohl ein Brief mit einer portogerechten Mehrfach­fran­katur wert sein? Andreas Schlegel hat ihn vorsichtig mit 18 000-22 000 Euro taxiert. Neben einer "Burg Rheinstein" (6000-7000 Euro) finden sich der Wag­ner-Satz (MiNrn. 499-507) aus der linken unteren Bogenecke mit diversen Formnummern (800-950 Euro) und ein gestempelter Nothilfe-Block (4000-5000 Euro). Es folgen eine Reihe Besonder­heiten wie die MiNr. 581 U (500-600 Euro) oder ein Aufdruck-Essay der Mi­Nr. 718 im senkrechten 3er-Streifen (400-500 Euro). Bemerkenswert ist außerdem ein 9er-Block der MiNr. 908 auf portogerechtem Eilboten-Ein­schrei­bebrief mit Rückschein (300-400 Euro). Die Ne­bengebiete zeigen beispielsweise den "Großen Innendienst" von Danzig in postfrischer Erhaltung (2000-2400 Eu­ro) und den sog. Grünaufdruck-Satz von Memel fast zentrisch gestempelt (1500- 1800 Euro).

Für einen selten angebotenen Hey­drich- Block (Nummer 700 von 1000 Stück) von Böhmen und Mähren werden zwischen 12 000-14 000 Euro erwartet. Vermutlich einmalig ist ein kompletter 25er-Bogen der Zulas­sungs­marke The­resienstadt mit den seltenen Abarten "ers­te senkrechte Reihe links ungezähnt" (Z1UI) und "zwischen den Feldern 14/ 15, 19/20 sowie 24/25 wurde die Zäh­nungsmaschine doppelt angesetzt, so dass eine Art Diamant­zähnung entstand" in postfrischer Er­haltung und ein­wandfreier Qualität (2500-3000 Eu­ro). Im kompletten Klein­bogen von acht Mar­ken mit Form­num­mer 2 postfrisch, al­lerdings ohne senkrechte Zähnung zwi­schen den Mar­ken, gibt es die Mi­Nr. 65 des Ge­ne­ral­gouver­ne­ments (6000- 7000 Eu­ro). Wahre Selten­hei­ten weist die Deut­sche Beset­zung Zwei­ter Welt­krieg Est­land/Elwa auf. Dazu gehören ein sauber gestempeltes der nur sieben be­kannten Exemplare der MiNr. A 11 (2300-2800 Euro), das einzig registrierte postfrische Oberrandstück der MiNr. A 13 (3500-4500 Euro), die einzige Mi­Nr. A 14 (6000-7000 Euro) oder eines von nur zwei Stücken der MiNr. 15 (7000-8500 Euro). Nur einmal in ge­stempelter Erhaltung ist bisher die Mi­Nr. A 18 aufgetaucht. Schlegel hat sie und schätzt sie mit 12 000-14 000 Eu­ro. Auch aus der Serie "Landwirt­schafts-Aus­stellung" der Sowjetunion mit Hand­stem­pel­auf­dru­cken sind etliche Werte zu haben. Ebenfalls nur zweimal be­kannt ist die MiNr. A 38 (8000-10 000 Euro). Ein Ausnahmestück ist auch eine sog. "Frank-Marke" im postfrischen Eck­rand- 4er-Block aus der linken oberen Bogen­ecke (10 000-12 000 Euro).

Nachkriegsdeutschland zeigt einige seltene Abarten wie die Berlin MiNr. 58 X postfrisch (4000-5000 Euro) oder den Block MiNr. 7 U auf Ersttagsbrief (1000-1200 Euro). Das letzte Los hat es in sich: Es handelt sich um einen kompletten 10er-Bogen der Bund MiNr. 2175, aber mit anderer Randgestaltung als ver­ausgabt (5000-6000 Euro).


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