70. Jahrgang

Auktionsberichte

Sachsen und SBZ/DDR sorgten für Spitzensteigerungen


28.12.2018 | DRESDEN Neben dem Hauptkatalog, u. a. mit einer Spezialsammlung Sondermarkenheft­chen der DDR, brachte die 178. Dresdner Briefmarken-Auktion am 14. und 15. No­vem­ber 2018 zwei Sonderkataloge „Kö­nig­reich Sachsen: Prü­­fer­samm­lung Tilo Ris­mon­do“ (702 Lose, sie­he Vor­bericht in der DBR 10/18, Seite 56) und „The­sau­rus ori­entalis: Franka­turen SBZ und DDR“ (584 Lose).


Vor allem diese beiden Kollektio­nen, aber auch jene mit den DDR-Marken­heft­­chen, trugen zu dem guten Gesamt­ergeb­nis der Versteigerung bei. Aus der Rismon­do-Sammlung konnten 92 % aller Lose abgesetzt werde, aus "The­sau­rus orientalis" immerhin 83 %, wo­bei die Zuschlags­summe jeweils deutlich über dem Gesamtausruf lag. Anteil daran hatten zum Teil kräftige Steigerungen. Bei­spielsweise von einer Sachsen MiNr. 1 b auf Drucksache, die mit 10 200 Euro ihren An­satz von 5000 Euro mehr als verdoppeln konnte. Dass eine Dreifarbenfrankatur der Sachsen MiNrn. 4 II a, 5 und 6 von Stollberg nach Frankfurt an der Oder selten ist, konnte man der Losbe­schre­ibung entnehmen. Dass sie von ta­xierten 250 auf 4200 Euro sprang, dürften wohl nur die wenigsten erwartet haben. Dabei waren Steige­rungen im zwei-, drei- oder gar vierstelligen Prozentbereich bei der Rismondo-Samm­lung gar nicht so selten. Und sie spielten sich auch durchaus im unteren Preissegment ab. So zog eine einwandfrei MiNr. 19 aa mit Stempel Leipzig von 30 auf 350 Euro, ein Brief mit den MiNrn. 10 und 11 und Num­mern­stem­pel 140 von Einsiedel von 40 auf 460 Euro.

Spektakulär ging es auch bei den Fran­katuren SBZ-DDR zu. Für 8400 (3000) Euro fiel der Hammer für acht Exemplare der DDR MiNr. 334 z XI, darunter ein senkrechter 6er-Block, vorder- und rückseitig auf eine Pa­ketkarte geklebt. Die einzig bisher bekannte Einzelfrankatur der DDR MiNr. 339 xb XIII war einem Bieter 4700 (2500) Euro wert.

2300 (1000) Euro wurden für das Son­der­markenheftchen MiNr. SMHD.8aaz geboten. Von 1500 auf 2100 Euro kletterte das Heftchen MiNr. SMHD.7aby, das erst einmal vorgelegen haben soll. Einen kräftigen Satz von 30 auf 430 Euro machte die MiNr. SMHD.6dix. Den Ausruf von 60 Euro verzwölffachen konnte ein Heftchen MiNr. SMHD.7cdbz.

Aufmerksamkeit fand auch ein Unikat der DDR-Dienstmarken, ein waagerechter 4er-Streifen mit Druckvermerk der MiNr. D 32 YII XII, der zum Ausruf von 3500 Euro wegging.


Bildbeschreibung: Schoss von 250 auf 4200 Euro: seltene Dreifarbenfrankatur aus der Sach­sen-Sammlung von Tilo Rismondo.

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