70. Jahrgang

Auktionsberichte

Sonderauktion "Peter Zgonc": Erneut Großraritäten des Deutschen Reiches bei Schlegel!


23.01.2019 | In den letzten Monaten gab es bereits einige Sonderauktionen unter dem Namen "Peter Zgonc". Der renommierte Wiener Unternehmer, der am 24. Oktober 2017 verstarb, hatte mit sehr großer Expertise Brief­marken-Kollektionen zusammengetragen, die ihresgleichen suchen. Nach der äußerst erfolgreichen Peter-Zgonc-Auktion am 7. und 8. September 2018 führt das Auktionshaus Schlegel am 8. Februar 2019, ebenfalls im Berliner Schlosshotel Grunewald, eine kleine, aber außergewöhnlich fei­ne Versteigerung mit Großraritäten aus der Sammlung Peter Zgonc durch. Erneut ist das Thema "Deutsches Reich", und erneut warten sensationelle Seltenheiten auf einen neuen Besitzer.


Nicht wenige Unikate

Die Erstauflage der im Jahr 1900 verausgabten "Reichspost"-Markwerte (1, 2, 3 und 5 Mark) wurde vor ihrer offiziellen Einführung in einer von der späteren Massenauflage abweichenden Form abgegeben, wobei der Unter­schied im Wesentlichen in der Zäh­nung bestand. Während die Massenauflage mit der Kammzähnung perforiert wurde, benutzte die Reichsdrucke­rei für die Erstauflage eine weite Li­nienzähnung von 11 ½. Diese sog. Erst­auflage ist schon in ungebrauchter bzw. postfrischer Erhaltung gesucht, gestem­pelt oder sogar auf Belegen sind die Marken Top-Raritäten. Und Schle­gel kann noch eins draufsetzen, in dem alle vier Werte mit Linienzähnung auf dekorativen Wertbriefen für zusammen 250 000 Euro angeboten werden können: der 1-Mark-Wert dunkelrot (MiNr. 63 B) als Einzelfrankatur auf Wertbrief über 4800 Mark, die schwärzlich-blaue 2-Mark-Marke (Mi­Nr. 64 I B) in Mischfrankatur auf Wert­brief über 12 600 Mark, die vio­lett-schwarze 3-Mark-Ausgabe (Mi­Nr. 65 II B) in Misch­frankatur auf Wert­brief zu 18 600 Mark und zu guter Letzt die legendäre 5 Mark Reichs­post schwarz/ lilarot (MiNr. 66 B P) in Mischfran­ka­tur auf Wertbrief zu 30 300 Mark. Eine große Selten­heit ist auch der Höchst­wert zu 5 Mark des sog. "Kriegs­drucks" mit kopfstehendem Mittel­stück (oder besser gesagt: kopfstehendem Rahmen). Erst­mals registriert wurde die MiNr. 97 B II K Anfang der 1920er Jahre. Aus der Pe­ter-Zgonc-Sammlung ist diese prominente Abart auf einem portogerechten Wertbrief zu haben!

Über 20 Jahre hielt die Deutsche Reichs­post an der Dauerserie "Germa­nia" fest. Dass in einem so langen Zeit­raum, in dem auch der Erste Weltkrieg lag, zahlreiche Besonderheiten entstanden sind, dürfte kaum überraschen. Die Königs­klasse dieser Be­son­derheiten sind ab­weichende Wasserzeichen, von denen Schlegel ein her­aus­ragendes Trio offerieren kann. Dazu gehört der 1905 er­schienene 10-Pf-Wert mit liegendem statt stehendem Wasser­zeichen (Mi­Nr. 86 I a Y). Diese Abart wurde nach 90 Jahren, nämlich erst 1995, überhaupt bekannt. Ein farbfrisches, gut gezähntes und fehlerfreies Exemplar mit Stempel Frank­furt/Main vom 1. Juli 1908 ist genauso zu haben wie die gleiche Wasserzei­chenvariante bei dem 30-Pf-Wert derselben Serie (Mi­Nr. 89 I x Y), die ebenfalls gestempelt vorliegt. Die dritte im Bunde ist ein ge­stempeltes Exemplar der 2 Mark „Ger­mania“ mit Wasserzei­chen "Kreuzblü­ten" (MiNr. 152 Y), von der bis heute nur vier Stück bekannt sind.

Weitere Seltenheiten des Deutschen Rei­ches aus der Peter-Zgonc-Samm­lung, die am 8. Februar 2019 bei Schle­gel unter den Hammer kommen, sind ein einmaliges Pärchen des "Vineta-Provi­so­riums" (MiNr. A I, 50 000 Euro) aus der linken oberen Bogenecke, dessen linke Marke einen kopfstehenden Hand­stempel­auf­druck trägt, die Flug­post­mar­ke MiNr. IV DD gestempelt bzw. IV K im Paar sowie die Unikate MiNr. 223 Y und 349 Y jeweils gestempelt. Zum Ange­bot gehören auch Chi­na-Hand­stem­pel und andere Seltenhei­ten der Deut­schen Auslandspostämter und Ko­lonien sowie Saar-Raritäten wie die Mi­Nrn. A 17 mit Aufdruckfehler "F" und D 31 auf Briefstück.


Bildbeschreibung: Erstdruck 5 Mark MiNr. 66 B P in Mischfrankatur auf Wertbrief.

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