69. Jahrgang

Auktionsberichte

Große Heftchen-Auswahl auf portogerechten Belegen


19.07.2018 | MAINZ Zwei Schwerpunkte zeichnen die 177. Loth-Auktion am 3. und 4. August 2018 aus: zum einen ein großer Teil Zusam­men­drucke, Markenheftchen und Markenheft­chen­blätter des Deutschen Reiches überwiegend auf portogerechten Belegen, zum anderen eine große Partie mit Bogenposten und Belegen der deutschen Zonenaus­ga­ben. Insgesamt warten rund 7000 Lose auf neue Besitzer, darunter ca. 250 Positionen mit Münzen und Bankno­ten.


Von den vielen schönen und interessanten Einzellosen seien einige erwähnt. Herausra­gend sind sicherlich zwei wunderschöne Brie­fe mit dem "Sachsen Dreier". Dabei han­delt es sich einmal um eine Verwendung der MiNr. 1 a auf Chemnitzer Stadtpostbrief mit dem äußerst seltenen Vollgitterstempel, die der Seltenheit entsprechend mit 30 000 Euro startet. Eine weitere MiNr. 1 a auf altbekannter Streifbandsendung mit vollständigem Adressteil von Oschatz nach Borma geht mit 20 000 Euro ins Rennen.

Im Europa-Teil fallen viele ungezähnte Mar­ken von Belgien und Frankreich auf. Mit 800 Euro angesetzt ist ein Lot von 88 verschiedenen ungezähnten belgischen Euro­pa-Ausgaben. Bei Frankreich lockt ein schöner Posten mit 74 verschiedenen ungezähnten Werten, überwiegend Europa-Ausga­ben. Mindestens 650 Euro sind dafür zu bieten. Nicht häufig angeboten wird ein farbfrisches, postfrisches Kabinettstück vom Oberrand der MiNr. 92 von Gibraltar. Der Aus­rufpreis für die sehr seltene Marke beträgt 1500 Euro. Österreich lockt mit einer Misch­frankatur der MiNr. 3 YIIIb und 4 YIII mit der Toskana MiNr. 15 (3) auf kompletter Falt­briefhülle von Triest über Livorno nach Ca­tania auf Sizilien. Die österreichische 9-Kreuzer-Frankatur deck­te die Beförderungs­gebühr in die 3. Zone des österreichisch-italienischen Postvereins bis Livorno ab. Von dort wurde der Brief nach Sizilien weiterbefördert, was ein zu­sätzliches Porto von 18 Cr. erforderte, das mit den drei Toskana-Marken abgegolten wurde. Die postgeschichtliche Rarität hat ei­nen Ausruf von 6000 Euro.

Bei China sind es nicht so sehr die vielen postfrischen und gestempelten Blocks aus der Zeit der Volksrepublik, die aufmerken lassen, sondern zwei Militärmarken für Ar­mee und Luftwaffe aus dem Jahr 1953 (Mi­Nrn. 1-2). Es handelt sich um Kabinett­stü­cke ohne Gummi wie verausgabt (1500 Euro).


Bildbeschreibung: Sehr selten sind gleich zwei Reklameanhänger aus Markenheftchen (hier DR MiNrn. W 3.10 und W 3.12) auf einem Beleg. Der portogerechte R-Brief startet bei Loth mit 900 Euro.

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Veranstaltungskalender

DatumVeranstaltung
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Dr. A. Eska "Hindenburg auf Briefmarken"[mehr]
19.12.2018 Tauschtreffen
53783 Eitorf/"Brü­ckenstübchen", ... [mehr]
21.12.2018 Sammlertreff für Briefmarken, Belege, Münzen und Ansichts­karten
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22.12.2018 Groß­tauschtag mit Brief­markenschau
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23.12.2018 Tausch­­tag
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