69. Jahrgang

Auktionsberichte

"Ochsenköpfe" begehrt!


12.07.2010 | WIEN Das Highlight der letzten Viennafil-Auktion war die Auflösung einer Moldau-Walachei-Sammlung, die vor allem durch die Qualität und die Seltenheit der Stücke bestach. Mit 68 000 (30 000) Euro brachte ein Brief mit breitrandiger 27 Parale aus Folitscheni den Topzuschlag. 46 000 (30 000) Euro kostete eine Briefvorderseite mit der 108 Parale aus demselben Ort. Von 20 000 auf 34 000 Euro steigerte ein Brief aus Berlach mit vier Exemplaren der 40 Parale, die zum Schaden der Post ein zweites Mal verwendet wurden.


Daneben erfreute sich der Altösterreich-Teil besonders großen Zuspruchs, wobei die Tendenz zu postgeschichtlichen Stücken und Marken in überdurchschnittlicher Qualität unvermindert anhält. Von 200 auf 1100 Euro sprang hier ein Brief mit dem blauen Langstempel "W. NEUSTADT/17. JUL.". Die österreichischen Nebengebiete wie Lokalausgaben oder Feldpost sind gefragter denn je, und auch die Vorliebe für Besonderheiten der 1. und 2. Republik ist auf hohem Preisniveau ungebrochen. Eine 10 Schilling Dollfuß als Ein­zelabzug in Probefarbe Organgerot und ohne Annullierungsstriche war einem Bieter 2600 (2400) Euro wert. Renner-Farbproben gezähnt und ungezähnt jeweils vom unteren rechten Bogenrand (MiNr. 774 BP+BPU) brachten die Taxe von je 2600 Euro. Von 280 auf 1900 Euro schoss die MiNr. 869 FIU als postfrisches Oberrandstück. Von je 250 auf 1300 bzw. 1350 Euro zogen Farbproben in Braun und Braunrot der Sondermarke zum Tag der Briefmarke 1961. Für 2300 (250) Euro wurde der 4+2-Schilling-Wert "125 Jahre österreichische Briefmarke" ungezähnt mit großem Oberrand in postfrischer Erhaltung zugeschlagen. Mit 4800 (2000) Euro bei mehr als dem doppelten Ausruf landete eine Levante-Drucksache von Bu­karest nach Konstantinopel.

Die europäischen Länder fanden regen Zuspruch, wobei 15 000 Euro für die Schiffs­postausgabe T.B. Morton & Co. auf Brief von Konstantinopel nach Galatz her­ausragten. Aus dem reichhaltigen Ita­lien-Angebot ist die Auflösung einer Stempel­sammlung Lombardei-Venetien in ca. 340 Losen mit einer Verkaufsquote von über 80% und einem Gesamtergebnis von über 70 000 Euro hervorzuheben.


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