70. Jahrgang

Auktionsberichte

Heimatsammlungen im Blickpunkt


20.10.2018 | AACHEN Die Firma AIX-PHILA lädt zu ihrer 63. Versteigerung am 30. November und 1. Dezember in Aachen.


Freunde des Sammelgebietes Aachener Ansichtskarten konnten sich über lange Zeit an den Kalendern von Franz Erb erfreuen, der als Guru dieses Sammelgebietes galt und seinen Fans Jahr für Jahr auf diese Weise Anteil an seiner großen Sammlung gab. Diese kommt nun bei AIX-PHILA unter den Hammer, wobei der Hauptteil "Topogra­phie" ca. 3000 Karten umfasst und mit 4000 Euro an den Start geht. Eine ebenfalls außergewöhnliche Sammlung Aachener Münzen und Medaillen wird mit 3000 Euro ausgerufen, und eine Brot-Rationsschein von 1796, abgestempelt von der französischen Militärregierung, beginnt bei 300 Eu­ro.

Dieses ist nicht das einzige Originaldo­ku­ment vergangener Zeiten: Für einen hand­geschriebenen Brief des Prinzen Eugen von Savoyen zum Beispiel muss man mindestens 350 Euro hinblättern.

Die Versteigerung beginnt allerdings mit einem beachtlichen Münzteil, der eine Fülle von guten Einzel­stücken ab der Antike bis hin in die Neuzeit umfasst. Es folgen die Brief­mar­ken mit den Klassi­kern wie Zeppelin­marken und -briefen, Nothil­fe­blocks, Posthorn­sät­zen, Währungsgeschädigtenblocks - kurz allem, was das Herz eines Philatelisten höher schlagen lässt. Der berühmte "Rote Adenauer", ein Probe­druck, der aufgrund seiner Farbe als nicht geeignet für die Darstellung des damaligen Kanzlers galt, wird mit 1500 Eu­ro ausgerufen. Marken aus Europa und Über­see folgen zu Startpreisen, die von 10 bis 2000 Euro reichen.

Ein voller Auktionssaal und heftige Bieter­kämpfe werden am 2. Auktionstag erwartet, wenn Sammlungen, Partien und ganze Nachlässe unter den Hammer kommen. Eine Kollektion Deutsche Kolonien soll we­nigstens 4000 Euro einspielen, genauso wie ein großer Händlerbestand Bundesrepublik. Wohl einmalig dürfte eine Spezial­sammlung von Ansichtskarte und passendem Beleg jedes einzelnen Postortes aus dem oberschlesischen Kreis Leobschütz sein, was den Startpreis von 1800 Euro si­cher schnell Makulatur werden lässt. Ein wegen seiner Vielfalt sehr beliebtes Sam­melgebiet ist die Bautenserie der Bizone von 1948. Was es da alles an Besonder­heiten gibt, ist in einer gro­ßen Spezialsammlung zu sehen, die kaum Wünsche offen lässt und mit 3000 Euro ins Rennen geht. Auch Exoten sind reichlich vorhanden: Ägypten, China und Hongkong mit je 1000 Euro oder eine Sammlung von mehr als 600 Schiffspostbriefen meist vor 1900 mit 2000 Euro. Praktisch jedes Sammelgebiet ist vertreten und sollte jede Menge Philatelisten aus dem In- und Aus­land nach Aachen locken.


Bildbeschreibung: Ist bei AIX-PHILA mit 1500 Euro angesetzt: "Roter Adenauer" von Bund mit Muster­stem­pel.

» www.aixphila.de

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14.11.2019 Tauschtag
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