70. Jahrgang

Auktionsberichte

Jubiläums-Auktion bei Therese Weiser


30.06.2012 | FRANKFURT/MAIN Das Auktionshaus Weiser veranstaltet am 30. Juni 2012 seine Jubi­läums-Auktion. Therese Weiser beschloss im Jahr 1982, ihre Sammelleidenschaft zum Be­ruf zu machen und stieg ins Auktions­ge­schäft ein. Sie war damals, in dieser fast ausschließlich von Männern besetzten Be­rufssparte, als eine der ersten Frauen schon etwas Besonderes. Umso mehr musste sie aber auch um die Anerkennung durch ihre Kunden und männlichen Konkurrenten kämpfen. Durch Fleiß, Fachkompetenz, ein Händchen für’s Auktionsgeschäft und nicht zuletzt durch eine gehörige Portion weiblichen Charismas gelang es ihr jedoch schon bald, sich mehr und mehr durchzusetzen und damit ein Familienunternehmen zu begründen, das in Frankfurt am Main recht schnell zu einer festen Institution für die Sammler wurde.


Beim Auktionshaus Weiser, das seine Auktionen in den ersten zwölf Jahren noch wöchentlich veranstaltete, wor­aus auch die bisher schon beachtliche Zahl von über 680 erfolgreich durchgeführten Auktionen resultiert, traf man sich traditionell am Samstag, um dem gemeinsamen Hobby nachzugehen und um sich dort bei einem Plausch mit anderen Sammlern auszutauschen. Erst später erfolgte die Um­stel­lung von der Wochen- zur Mo­nats­auk­tion, die so noch heute existiert. Nach dem Tod der Firmen­grün­derin am 6. Mai 2009 setzte ihre Tochter Claudia Weiser, die von Be­ginn an mitgearbeitet hat und so mittlerweile über eine dreißigjährige Berufserfahrung verfügt, die Familien-Tra­dition fort. Typisch für die Weiser-Auktionen ist, dass man sich im Laufe der Zeit auch anderen Sam­mel­gebieten geöffnet hat.

Ein Schwerpunkt der Jubiläums-Auktion werden u.a. wieder die Briefmarken-Samm­lungen mit vielen herausragenden Objekten sein. Eines der Highlights unter den zahllosen schönen Briefmarken-Einzellosen ist ein postfrischer 15er-Block der Württemberg MiNr. 25 a. Es ist die größte bekannte Ein­heit dieser Ausgabe (1000 Euro, Abbildung oben links). Im Bereich Postgeschichte kommt diesmal u.a. eine Russland-Paketkarte, frankiert mit einem Viererstreifen der MiNr. 41 yK (kopfstehender Aufdruck), zum Ausruf. Die Paketkarte ist von St. Petersburg nach Lódz/Polen gelaufen (1500 Euro). In der Kunst-Auktion wird ein Gemälde von Clau­de Lorrain angeboten, eine römische Land­schaft aus dem Jah­re 1652. Nach der weltweit ersten Claude-Lorrain-Ausstellung im Frankfurter Städel mit dem Thema "Ver­zauberte Landschaf­ten" (Frühjahr 2012) liegt das Gemälde im aktuellen Sammler-Trend (80 000 Euro).


» www.auktionshaus-weiser.de

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