69. Jahrgang

Auktionsberichte

Sammlungen für jeden Geldbeutel


24.10.2015 | AACHEN Im Mittelpunkt der 57. AIX-PHILA-Auktion in Aachen am 27. und 28. No­vember steht die Versteigerung einer spektakulären Neuentdeckung aus dem Sam­melgebiet Deutsches Reich: Von der Ger­mania-Ausgabe 1920 zu 2 Mark exis­tierten bisher mit Wasserzeichen Kreuzblüten le­diglich drei gestempelte Exem­plare, alle übrigen wurden offensichtlich unerkannt aufgebraucht bis auf dieses erst kürzlich entdeckte postfrische Exemplar (sie­he DBR 10/15, Kasten Seite 56). Bei ei­nem Ausruf von moderaten 20 000 Euro darf man gespannt sein, wohin die Reise geht.


Nicht so spekta­ku­lär, aber dennoch sehr selten ist die sogenannte El­bin­ger Postfälschung einer Brust­schild­ausgabe von 1872, die zum Schaden der Post in Umlauf gebracht wurde. Der Startpreis von 400 Euro dürfte auch hier schnell Makulatur sein. Ansonsten ist die Deutschland-Phil­atelie wieder sehr stark vertreten, ob es sich dabei um die postfrischen Zeppelinsätze aus der Weimarer Zeit handelt oder um ge­suchte postfrische Abarten der Saar wie z.B. MiNr. 17 K (Ausruf 400 Euro) oder MiNr. 30 I (1000 Euro) handelt. Stark vertreten ist die SBZ mit gesuchten Marken wie MiNr. 43 Ac oder MiNr. 163 BYb, die mit 400 Euro ins Rennen geschickt wird. Postgeschichtlich sehr interessant dürfte auch ein Beleg sein, der während der CSSR-Krise 1968 im Konzentrierungsraum um Bautzen per Kurier befördert wurde (120 Euro). Aus einem gu­ten Querschnitt der internationalen Phil­atelie ragen u.a. eine 4 Rappen Zürich (1000 Euro) sowie die Freimarken-Höchstwerte von Japan aus 1914 postfrisch heraus, die mit 1200 Euro angesetzt sind.

Höhepunkt der Versteigerung sind die mehr als 1500 Sammlungen, Posten und ganzen Nachlässe, die bei Startpreisen von 10 bis 5000 Euro Philatelisten mit jedem Budget nach Aachen locken dürften. Eine nahezu komplette Sammlung Altdeutschland mit Bayern Einser, Sachsen Dreier und sonst al­lem, was Rang und Namen hat, geht ge­nauso mit 5000 Euro an den Start wie eine komplette Sammlung Deutsches Reich ab 1923 oder ein umfangreiches Objekt Vor­philatelie von Lombardei und Venetien. We­nigstens 2500 Euro soll eine Kollektion Deut­sche Kolonien einspielen und je 2000 Euro überkomplette Sammlungen von der Bun­desrepublik und Westberlin. Breit vertreten sind die europäischen Länder und besonders Übersee, wo z.B. Objekte der VR China mit 2500 Euro oder von Französisch Poly­nesien mit 1000 Euro angesetzt sind. Und selbst Exoten wie Aruba, Tadschikistan oder Tuvalu sind bei AIX-PHILA zu haben.


» www.aixphila.de

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