69. Jahrgang

Auktionsberichte

Lebhafte Nachfrage nach Sammlungen aller Art


28.11.2015 | DÜSSELDORF Die Sammlungs-Auktion bei Felzmann am 16. Oktober war ein voller Er­folg. Die über 1100 Sammlungen, Nach­lässe und Briefposten entfachten bereits bei der Besichtigung ein starkes Interesse bei Händlern und Sammlern. Dies spiegelte sich dann auch in einer regen Beteiligung am Auktionstag wider. Insbesondere unbe­rühr­tes Material und gepflegte Samm­lungs­auf­gaben sorgten bei Bietern im Saal, am Te­lefon und per Internet immer wieder für intensive Bietergefechte.


Auf lebhaften Zuspruch traf gleich zu An­fang die Versteigerung einer großartigen Aus­stellungssammlung zur Thematik Sport mit Schwerpunkt "Turnvater Jahn". Das Aus­nahmeobjekt in sieben Bänden, das vor­nehmlich Ansichtskarten ab dem späten 19. Jahrhundert enthielt, konnte mit 6000 Euro Zuschlag seinen Ausrufpreis verdreifachen (Los 250). Einen phantastischen, über lange Zeit vollkommen unberührten Bestand an Ganzsachen aus aller Welt sicherte sich ein Kommissionärskunde für 7600 Euro, womit er sich gegen zahlreiche schriftliche Vor­ge­bote durchsetze (Ausruf 1500 Euro, Los 283).

Bei Los 332 kamen Liebhaber der chinesischen Philatelie voll auf ihre Kosten. Die mit sämtlichen Spitzen bestückte Kollektion wurde von einer Vielzahl an Interessenten vorbesichtigt, was bei der Versteigerung zu einem intensiven Bietergefecht führte. Erst bei 34 000 Euro fiel der Hammer des Auk­tionators (Ausruf 20 000 Euro).

Im Bereich Europa überzeugte eine urige Alt-Sammlung und erzielte 3400 Euro (Ausruf 1000 Euro, Los 392), ein Samm­lungs­bestand mit
Schwerpunkt Frankreich brachte 4200 Euro (Ausruf 1500 Euro, Los 448).

Im mit Spannung erwarteten Teil Alt­deutsch­land und des Deutschen Reiches setzten gleich mehrere Objekte positive Ak­zente. Begehrlichkeit weckte vor allem eine uralte Deutschland-Sammlung, die viele Etappen der deutschen Postgeschichte ab­bildete. Die Schätzung von 3000 Euro wur­de mit einem Zuschlag von 6000 Euro verdoppelt (Los 653). Hinzu kam ein umfangreicher Briefposten mit Belegen aus Alt­deutschland, dem Deutschen Reich, Neben­gebieten und Zonen. Dieser enorme Fundus überzeugte einen Sammler, der für 4400 Euro den Zuschlag erhielt (Ausruf 1500 Euro, Los 674). Eine umfassende Pracht-Sammlung Deutsches Reich sicherte sich ein Bieter für 10 000 Euro (Los 724). Noch höher gingen die Gebote bei einer hoch­karätig besetzten Qualitätssammlung, eben­­falls aus dem Gebiet des Deutschen Reiches.

Die angesetzten 8000 Euro ließ das Los binnen Sekunden hinter sich und wurde nach ausgiebigem Bietergefecht für einen Spit­zenpreis von 13 000 Euro verkauft (Los 728). Eine Highlight-Sammlung der deut­schen Kolonialgebiete sorgte ebenfalls für Spannung im Auktionssaal. Das über 40 Jahre unberührt gelagerte Objekt startete bei 3000 Euro und ging zu guter Letzt für 8500 Euro an einen beharrlichen Saalbieter (Los 853).
Erfreuliche Ergebnisse lieferten auch Samm­lungen aus Nachkriegsdeutschland. Be­sonders begehrt war eine Kollektion mit über 1000 Briefen, die ihren Ausrufpreis von 800 Euro mehr als verdreifachte (Los 971). Los 986 überzeugte mit einer gehaltvollen Sammlung hochwertiger Lokalausgaben. Das Objekt wurde für 2000 Euro ausgerufen und fand für 5200 Euro einen neuen Be­sitzer. Die Bereiche der SBZ inklusive Bezirkshandstempeln und anschließender DDR knüpften an die durchweg guten Ergebnisse an. Besonders die Lose 1126 und 1127 brachten die Sammler in Kauflaune: zum einen eine umfassende, hochgradig spezialisierte Materialsammlung sämtlicher OPDen sowie der Allgemeinen Ausgaben, zum anderen eine SBZ-Luxussammlung der Jahre 1945-49 mit Ausstellungscharakter. Bei­de Objekte lagen bei Zuschlag weit über ihrem Ausruf. Los 1126 erzielte 8500 (5000) Euro, Los 1127 ging für 15 000 (8000) Euro in neue Hände. Eine sechsbändige, sehr gepflegte Nachlass-Sammlung Bezirkshand­stempel brachte mit 10 000 Euro mehr als das Dreifache ihres Startpreises (Los 1136). Eine weitere Sammlung mit Bezirks­hand­stempeln wurde für 7400 Euro verkauft (Los 1137, Ausruf 3000 Euro). Gegen Ende der Auktion stand noch eine reichhaltige DDR-Kollektion in drei selbst gestalteten Alben auf der Liste vieler Interessenten. Mit 600 Euro angesetzt, wurde das urige Objekt erst bei 3400 Euro zugeschlagen (Los 1148).


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