69. Jahrgang

Auktionsberichte

Fürst-Auktion mit Raritäten der Deutschen Kolonien


24.08.2016 | Der Artikel "Samoa XII" in DBR 8/16 bedeutet eine willkommene und ausgezeichnete Infor­ma­tionsquelle als Einstieg in die mit Raritäten dieses Sammelgebiets ausgestattete 2. Live Bidding Auk­tion der Schweizer Firma Walter Fuerst Philately am 19. Oktober 2016.


Als äußerst seltene Exemplare dieser gesuchten Marken darf die MiNr. B 12 II (Scott und Gibbs 27), 3 Mark violettschwarz mit Aufdruck "G.R.I. 3s.", Abstand 5½ mm, eingestuft werden. Die durch die britische Be­satzung von Deutsch-Neuguinea verwendet Marke wird postfrisch mit vollständigem Originalgummi angeboten (Los Nr. 476). Sie ist in jeder Hinsicht außerordentlich und in sehr gutem Zustand. Pascal Scheller (Paris) und M. Eichele (BPSB, Basel) zertifizieren die Echtheit dieser Welt-Rarität.

Als weiteres Juwel aus dem Sammelgebiet Samoa kann ein ungestempeltes waagrechtes Paar (ohne Gummi) 25 Pfennig oran­ge/schwarz auf gelb mit Aufdruck "G.R.I. 3 d." (MiNr. 5 Abart, Scott 105 Abart, Gibbs 5 A) ersteigert werden (Los Nr. 474). Die rechte Marke dieses einzigartigen Paars blieb ohne den Aufdruck. Es handelt sich um ein Unikat mit Provenienz Marquess of Bute und ist zertifiziert durch Scheller (Paris) und Eichele (BPSB, Basel). Weltweit ist kein weiteres Exemplar dieser prachtvollen Einheit bekannt.

Neben vielen weiteren ausgesprochen schönen und seltenen Marken sticht ein Exemplar der Marschall-Inseln, die 3 Pfennig gelbbraun der Jaluit-Ausgabe, hervor. Ungebraucht mit vollem Originalgummi mit Falzrest dürfte sie sicherlich so manches Sammlerherz erfreuen (Los Nr. 439). Die Echtheit dieser Mar­ke wird durch ein Attest R. F. Steuer bestätigt.

Mit der Kamerun 10 Pfennig rosa (MiNr. 3 II), Britische Besetzung 1915, befindet sich eine weitere ausgesprochene Seltenheit im Angebot. Der blaue Über­druck ist so weit nach oben versetzt, dass der Teil des Aufdrucks "C.E.F." oben über den Markenrand geriet (noch knapp in der Zähnung zu erkennen) und lediglich der Teil des Aufdrucks "I d." sichtbar blieb. Gibbs kennt nur einen Bogen dieser Ausgabe mit schwarzem Aufdruck, Aufdruck blau ist unbekannt. Wahrscheinlich handelt es sich um das einzige überlebende Exemplar von acht möglichen Exemplaren aus der untersten Reihe des Markenbogens. Die Fuerst Philately ist davon überzeugt, dass es sich um ein echtes Schaustück handelt. Es wird als Los Nr. 439 in der Auktion angeboten, zertifiziert durch P. Scheller (Paris) und M. Eichele (BPSB, Basel).

In der Oktober-Ausgabe werden weitere Raritäten aus dem Bereichen Deut­sche Luftpost, Palmenstempel, Feldpostmarken, Lokalausgaben, Europa etc. vorgestellt.

Die mit 500 Losen verhältnismäßig kleine Versteigerung vermag mit äußerst hochkarätigen Raritäten die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Neben den vorgestellten und ähnlichen Objekten aus Deutschland sind Raritäten aus vielen europäischen und asiatischen Staaten, den USA und der Schweiz in bester Qualitäten im Angebot. Sammler mit kleinerem Budget finden dank der sehr fairen Startpreise ausgesprochen schöne Stücke.
Internet: www.walterfuerst.com/www.philasearch.com/www.delcampe.com/Live Bidding Auktion durch www.stamp auctionnet.com


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