68. Jahrgang

Aktuelles von der Deutschen Briefmarken-Revue

Luftpostausgaben der 20er und 30er Jahre in Bogen und Bogenteilen!


22.05.2010 | Seit dem Zweiten Weltkrieg lagen sie unberührt in einem Tresor: große Einheiten bis hin zu kompletten Bogen von Ausgaben des Deutschen Reiches aus dem Zeitraum 1920 bis 1945! Dieser sensationelle Posten, der einen Katalogwert von rund 1 Million Euro hat, kommt auf der nächs­ten internationalen Postiljonen-Auktion am 15. und 16. Oktober 2010 im schwedischen Malmö unter den Hammer.


Bogenposten ab 10 000 Euro

Der Schwerpunkt des sensationellen Fundes liegt auf den deutschen Luft­postausgaben der 20er und 30er Jahre. Darunter finden sich die wertvollen Zep­pelinsätze in Bogenteilen zu 30 Stück (siehe Abbildung oben). Der Start­preis für die 30er-Einheiten der Chi­cago-, Polar- und Südamerikafahrt liegt bei jeweils 15 000 Euro.

Die Luftpostausgaben von 1924 und 1926 zeigen sich in Bogenteilen von 80 Stück in einer bemerkenswert frischen Erhaltung. Beachtung verdient außerdem ein Los mit kompletten Bogen bzw. Bogenteilen der Ausgaben von 1936 bis 1944, wobei nur wenige Ka­talog­nummern fehlen. Dieser Posten, der ei­nen Katalogwert von über 150 000 Euro aufweist, geht mit 10 000 Euro ins Rennen.

Rückblick: Phantastische Preise auf der Frühjahrsauktion

Die internationale Frühjahrsauktion bei Postiljonen am 26. und 27. März be­gann mit Dänemark, wo eine schöne 2 RBS (Facit Nr. 1 II) in postfrischer Er­haltung für 2800 (2500) Euro zugeschlagen wurde. Ein einmaliges Essay in Wasserfarben von Gerhard Heilmann für die grönländischen Paketmarken stei­gerte von 2000 auf 2600 Euro.

Im Mittelpunkt der Finnland-Abteilung stand ein waagerechter Dreierstreifen der ersten finnischen Marke von 1856 auf Briefstück, wobei jede Marke mit einem Rahmenstempel von Helsinki entwertet wurde. Die schlichte Druck­technik der ersten finnischen Ausgabe besitzt auch noch heute Ausstrahlung, was dem Streifen zu einem Sprung auf 22 000 (20 000) Euro verhalf.

Auf die Schweden-Sektion war Postil­jonen besonders stolz, weil sie eine der gehaltvollsten der Firmengeschichte darstellte. Ein Inlandsbrief mit vier Exem­plaren der 4 Skilling Banco (Facit Nr. 2 a) kletterte von 5000 auf 13 500 Euro. Ein außergewöhnlicher Brief mit einer Buntfrankatur der Facit Nr. 2 h und 3 d, aufgegeben am 27. März 1857 in Stockholm und über Åland nach Russland gelaufen, stieg von 7500 auf 12 500 Euro.

In der schwedischen Philatelie gehören die Essays seit Jahren zu den Auf­stei­gern. Drei Essays der 12 Öre Löwe (siehe Foto der 12 Öre Schwarz oben), um 1860 von Jonas Bagge angefertigt, spielten bei einem Ausruf von je 4000 Euro zwischen 5200 und 6000 Euro ein.
31 000 (30 000) Euro kostete ein ungebrauchter bzw. postfrischer waagerechter Fünferstreifen der Belgien MiNr. 1, eine der größten bekannten Einheiten dieser Marke. Bei der Schweiz erreichte eine gestempelte Zürich 4 (MiNr. 1 S, Type V) einen Zuschlag von 6800 (4000) Euro. Ein weiterer Klassiker, der Lübeck-Fehldruck MiNr. 3 F gestempelt, konnte mit 4400 (2000) Euro seinen Ansatz mehr als verdoppeln. Chinas Block MiNr. 9, ohne Gummi wie verausgabt, zog von geschätzten 500 auf 2300 Euro.


Bildbeschreibung:

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