68. Jahrgang

Aktuelles von der Deutschen Briefmarken-Revue

35. Gärtner-Auktion: Erfolgreiche Herbstauktion mit herausragenden Ergebnissen


26.11.2016 | Vom 11. bis 14. Oktober (Philatelie) und vom 19. bis 20. Oktober (Bank­noten und Münzen) feierte Christoph Gärtner mit seiner 35. Auktion das 10-jährige Jubiläum seines Auktionshauses. Das gigantische und äu­ßerst vielseitige Angebot von rund 29 000 Losen, zu dem mehr als 1400 Einlieferer aus der ganzen Welt beigetragen hatten, stieß bei Händlern und Sammlern wieder einmal auf großes Interesse. Entsprechend lebhaft und ausdauernd waren viele Lose umkämpft, und mehr als 3800 Bieter, einige davon waren aus aller Welt persönlich angereist, ermöglichten schließlich ein gutes Gesamtergebnis von rund 9 Millionen Euro (inklusive Aufgeld) vor dem Nachverkauf.


Kräftige Steigerungen im Asien-Teil

Highlights der Versteigerung waren ein­zigartige Objekte: eine Kollektion von 13 ungetrennten Schalterbogen der Quadratausgabe Bayern (inklusive des "Schwarzen Einsers"; Los 9069), die für 1 525 000 Euro (inkl. Aufgeld) ebenso einen neuen Besitzer fand wie die um­fangreiche Sammlung "Ludwig Hohl­wein" (Los 23 000) für 305 000 Euro (inkl. Aufgeld) sowie die Sammlung "Walt Disney" (Los 18324), die zum Preis von 250 000 Euro zugeschlagen wurde. Chris­toph Gärtner freute sich, dass gerade auch einmalige Sammlungen, die als ganzes Objekt angeboten wurden, neue Besitzer gefunden haben.

Spektakuläre Zuschläge verbuchte einmal mehr die Asien-Abteilung. Die China 1897 4 C. auf 4 C. im ungebrauchten senkrechten Paar, das in der Mitte ungezähnt blieb, kletterte von 3000 auf 9600 Euro. Eine französische Ganzsachenkarte von Chefoo/China 1897 nach Frankreich wurde für 5500 (200) Euro mitgenommen. Ein Ausru­fezeichen setzte ein Brief nach Bombay mit rotem Datums­stempel von Hong­kong aus 1842 mit 15 500 (1200) Eu­ro. Die Indien 1854 4 A. im Paar (5. Druck) und 2 A. grün auf Brief nach Italien sprang von 1500 auf 9400 Euro. Ein komplettes Postsparbuch mit Fran­katur von insgesamt 1 Yen der Japani­schen Post in Korea 1900 war einem Bie­ter 2850 (1000) Eu­ro wert. Der Stem­pel „HODEYDA“ aus dem Jemen 1909 auf Postkarte nach Deutschland zog von 3000 auf 5000 Euro. Die Willem 10 C. von Niederländisch-Indien 1869 auf Brief mit Datumsstempel "Passoeroean …" schoss von 100 auf 3300 Euro. Für 16 500 (13 000) Euro wurde die ungebrauchte thailändische Marke 32 C. auf 2 A. der Ausgabe Straits Settlements mit Aufdruck "B" für die Post in Bang­kok zugeschlagen.

Begehrt waren Karten von Antarktis-Ex­peditionen. Eine chilenische Post­kar­te von der 1. In­ternationalen Po­larjahr-Expedition 1882 wechselte für 5400 (800) Euro den Besitzer. Für ei­ne Post­karte von der deutschen "Gauss"-Expe­dition 1903 fiel der Ham­mer erst bei 5400 (1200) Euro. Eine ungebrauchte Mau­­ritius 1848 2 P. "Post Paid" (SG 15) wurde für rund 33 000 Euro inkl. Auf­geld verkauft.

Im Europa-Teil brachte ein "Rosa Mer­kur" von Österreich in gestempelter Er­haltung 8600 (6000) Euro. Ein 1811 im rumänischen Jassy aufgegebener Brief in die Champagne steigerte von 1000 auf 6600 Euro. Die Russland-Marken 1858 20 K. und 30 K. je postfrisch wurden für insgesamt 32 940 Euro inkl. Aufgeld abgesetzt.

Mit 48 800 Euro inkl. Aufgeld sorgte ein Brief nach Kairo mit Mischfrankatur Bayern/Ägypten für das höchste Ein­zellos-Ergebnis im Deutschland-Teil. Zwei Probedrucke für die Luftschiff­ex­pedition in Deutsch-Neuguinea 1913 liefen für zusammen 9200 (1800) Euro. Zaras 50 L. in tiefviolett von 1943 postfrisch wurde für 26 230 Euro inkl. Auf­geld verkauft. Auch modernes Ma­terial war gefragt, wie 2100 (300) Euro für eine spezielle, ungebrauchte Post­karte für KFZ-Untersuchung aus der DDR 1953 zeigten. Die Ausgabe "Wap­pen" der Französischen Zone 1945 als Son­derausgabe in Blockform zog von 4000 auf 7600 Euro davon. Bemer­kenswert waren auch 11 800 (10 000) Euro für einen Heuss-Satz in 4er-Blocks und einzeln auf Ersttagsbriefen.

Zuschläge, die ein Mehrfaches über die Ansatz lagen, brachten auch viele Samm­lungen. Dazu gehörte eine Marken­sammlung Volksrepublik China 1949-1986 postfrisch/gestempelt, die von 2000 auf 14 000 Euro hochgesteigert wurde. Eine überwiegend postfrische Thailand-Kollektion 1883-2013 kletterte von 5000 auf 12 500 Euro. Von 7000 auf 13 000 Euro entwickelte sich eine Großbritannien-Kollektion 1840-1990. Für eine Sammlung der deutschen Zo­nenausgaben nach 1945 bot ein Käufer 11 000 (5000) Euro.


Bildbeschreibung: Über 48 000 Euro musste ein Käufer für diese Mischfrankatur Bay­ern/ Ägypten bezahlen.

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26.11.2017 Groß­tausch­tag
35396 Gießen-Wieseck/Bürgerhaus Wieseck, ... [mehr]
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