68. Jahrgang

Aktuelles von der Deutschen Briefmarken-Revue

Deutschland-Philatelie mit hervorragenden Spitzenwerten


26.04.2017 | AACHEN Im Vordergrund der 60. AIX-PHI­LA-Auktion am 26. und 27. Mai in Aachen steht eindeutig die Deutschland-Philatelie mit zahlreichen Spitzenwerten in hervorragender Erhaltung.


Ein fast postfrisches Randstück des schwarzen Bayern-Einsers startet mit 400 Euro, ein Brief mit zwei Stück der bayerischen Por­tomarke MiNr. 1 mit 200 Euro. Beim Deut­schen Reich ist fast alles vertreten, was Rang und Namen hat, beispielsweise ein Zeppe­linsatz "Chicagofahrt" mit 1000 Euro, ein Nothilfeblock mit 1300 Euro oder die 2 RM Lilienthal mit waagerechter Riffelung für 1400 Euro. Alle Stücke sind postfrisch und mit Fotoattest "einwandfrei". Bei den Zu­sammendrucken ragt neben etlichen seltenen Markenheftchen eine Kombination Mi­Nrn. S 65+66 heraus (Ausruf 800 Euro). Dan­zig trägt nicht nur das Titelstück bei, die MiNr. 101 X Top-gestempelt zum Startpreis von 1000 Euro, sondern weitere Selten­heiten und Belege. Nicht alltäglich dürften auch Lokal-Postkarten aus Tschensto­chau während des Ersten Weltkrieges sein; mehrere davon sind bei Schätzpreisen bis 200 Euro mit von der Partie. Diverse Abarten und vor allem Bedarfsbelege gibt es vom Generalgouvernement, darunter einen groß­formatigen "Bahnhofsbrief", der mit 400 Eu­ro ins Rennen geschickt wird.

Nachkriegsdeutschland hält die bekannten Highlights bereit wie z.B. diverse Berliner Währungsblocks (darunter ein Exemplar mit verschobener Marke zu 20 Pf, Ausruf 200 Euro) oder mehrere attestierte Posthorn­sätze.

Bei den ausländischen Sammelgebieten verdient Belgien mit allen guten Sätzen wie Rotes Kreuz, Stahlhelm, Orval und Mercier eine besondere Erwähnung, genauso wie Polen mit einem Brief der ersten Marke aus PIOTRKOW (Ausruf 400 Euro) oder die VR China mit zwei Pfingstrosen-Blocks ungestempelt und gestempelt zu 800 bzw. 500 Euro.

Fast 1800 Sammlungen, Posten und Nach­lässe zum größten Teil aus Privathand bilden am 2. Tag den traditionellen Höhe­punkt der Versteigerung. Hier ragt eine tolle Sammlung Drittes Reich mit mehr als 1700 Belegen, vielfach Ersttagsbriefen, heraus, wobei der Startpreis von 20 000 Euro eher moderat sein dürfte. Sehr gut bestückte Kollektionen Altdeutschland, Deutsches Reich, Gebiete, Zweiter Weltkrieg mit Sudetenland und Danzig (mit einer großen Briefe-Sammlung, Ausruf 1000 Euro) folgen bei Startpreisen von 10 bis 5000 Euro. Natürlich ist auch Nachkriegsdeutschland mit etlichen sauberen Komplettsammlun­gen mit von der Partie. Europa - Schwer­punkte sind Belgien, Luxemburg und die Schweiz - bietet diverse gut bestückte Sammlungen, ebenso Übersee mit fast allen afrikanischen Ländern oder auch einer Kol­lektion VR China aus der Zeit der Kultur­re­volution, die mit 2500 Euro unter den Ham­mer kommt. Motive jeder Art ab 10 Euro runden das beste Samm­lungsangebot seit Jahren bei AIX-PHILA ab.


Bildbeschreibung: Dieses Briefstück mit dem seltenen Zusam­men­druck Deutsches Reich MiNrn. S 65+66 geht bei AIX-PHILA mit 800 Euro ins Rennen.

» www.aixphila.de

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