68. Jahrgang

Auktionsberichte

155. Auktion Dr. Reinhard Fischer: Top-Angebote aus aufgelösten Sammlungen


25.02.2017 | Am 17. und 18. März veranstaltet das Bonner Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer seine 155. Versteigerung. Insgesamt kommen über 10 000 Lose mit einem Ausruf von gut 3 Millionen Euro zum Verkauf. Interessierte Sammler und Händler erwartet nach Aussage des Auktionshauses eines der besten Angebote der Saison. In einem der bekannt aufwendigen Son­derkataloge werden die Sammlungen Walter Dykierek sowie "Traum von Linz", "Reval" und "Belgrad - die Markensammlung" präsentiert.


Raritäten der deutschen Besetzungsausgaben

Dykierek sammelte Deutschland general, aber entwickelte besonderen Ehr­geiz beim Sammelgebiet Danzig, wo er praktisch alle Werte Infla-geprüft zu­sammentragen konnte. Es werden zahlreiche Raritäten versteigert, die das Bon­­ner Auktionshaus noch nie anbieten konnte - und das will etwas heißen bei einer Firma, die schon zahlreiche hochkarätige Danzig-Sammlungen versteigern durfte. Der Sammler verfügte übri­gens testamentarisch, dass die Samm­lung bei Dr. Reinhard Fischer versteigert werden soll.

"Der Traum von Linz": Unter diesem Pseudonym kommt die Kollektion eines österreichischen Hochschullehrers un­ter den Hammer. Er baute in gut 60 Jahren die von Vater und Großvater ge­erbte Sammlung aus: Das Ergebnis sind 250 Alben Deutschland, Öster­reich und Europa mit zahlreichen Ra­ritäten und sogar Unikaten. Alles durfte äußerst günstig angesetzt werden, und der größte Teil des erwarteten Erlöses von mehr als 300 000 Euro soll wohltätigen Zwecken gespendet werden.

"Reval": Nur zwei Alben, aber was für ein Inhalt! Gesammelt wurde das Me­melgebiet, Libau und Deutsche Be­setzung im Zweiten Weltkrieg in äußerst geschmackvoller Erhaltung. Der Sammler legte Wert auf beste Qualität und schönste Stempel - und das auf häufig größten Raritäten wie z.B. Südukraine MiNrn. 1/7 komplett auf Briefen oder Elwa MiNr. 28 und 33 im Zusammendruck (Unikat, 10 000 Eu­ro).

"Belgrad - die Markensammlung": In vorangegangenen Auktionen durfte Dr. Reinhard Fischer schon die vermutlich umfangreichste Sammlung Briefe der deutschen Besetzung in Serbien versteigern. Jetzt wurde dem Auktions­haus auch die Markensammlung - sowohl postfrisch als auch gestempelt - zur Versteigerung anvertraut. Die Kol­lektion ist natürlich in den Haupt­num­mern komplett - auch mit den zum Teil extrem seltenen gestempelten Ausga­ben. Bei den postfrischen Marken finden sich aber auch praktisch alle Abarten - auch dann, wenn das Attest sagt: "einziges bekanntes Stück". So wird z.B. das einzige bekannte Stück der MiNr. 107 F postfrisch (ohne Auf­druck!) versteigert (2500 Euro) oder Block MiNr. 3 mit Kammzähnung rechts (statt Linien­zähnung, optisch spektakulär, nur zwei Exemplare bekannt, 2000 Euro), ge­nauso wie die un­veraus­gabten MiNrn. I/IVB und 75 P U (1400 Euro) oder die Portomarke MiNr. 2 b postfrisch (2000 Euro). Eine seltene Gelegenheit, Weltra­ritäten noch für vier­stellige Zuschlagspreise zu erwerben.

Auch der Haupt­katalog wartet mit einem tollen An­gebot auf. Alt­deutschland zeigt z.B. zwei "Schwar­ze Einser", Sach­sens MiNr. 1 a als Luxusstück (3500 Euro) oder die MiNr. 1 c Luxus sogar auf Streif­band (15 000 Eu­ro). Die Deut­schen Kolonien begeistern beispielsweise mit Karolinen MiNr. 5 I postfrisch, Ka­ro­linen MiNr. 10 H und Kiau­tschou MiNr. 27 B auf Briefstück. Das Deutsche Reich ist sehr stark besetzt. Bei den deutschen Nachkriegs­aus­gaben findet man u.a. "Brot für die Welt" postfrisch (4000 Euro) und einen Bogen der Bund MiNr. 1223 G (Druck auf Gummiseite, 7500 Euro bei einem Michel-Ansatz von 50 000 Euro). Umfangreich be­stückt ist auch wieder VR China, u.a. mit „Jahr des Affen“ postfrisch (1100 Euro).

Die große Sammlungsofferte mit weit über 1000 Positionen enthält zahlreiche Länder-, Spezialsammlungen sowie Briefposten, Fundgruben und große Nachlässe. Dabei sind z.B. 14 Nach­lässe mit Ausrufpreisen zwischen 1000 und 6000 Euro, tolle Sammlungen SBZ und Deutsches Reich sowie die beieindruckenden "Restsammlungen" ex Wal­ter Dykierek und „Traum von Linz“.

Sollten Sie das Angebot nicht im Print-Katalog studieren wollen, steht auf der Homepage www.ReinhardFischerAuktionen.de ein ausgefeilter Online-Ka­ta­log zur Ver­fügung. Hier sind neben al­len Einzel­losen - auch solchen, die im Print­ka­talog nicht abgebildet sind - auch alle vorliegenden Fotobefunde und Fo­to­atteste illustriert. Weiterhin sind über 400 Sammlungen komplett fotografiert und können so am heimischen Schreib­tisch begutachtet werden. Außerdem finden Sie auf der Homepage Infor­ma­tionen zum Veranstaltungsort und der Versteigerungsfolge.


Bildbeschreibung: Unikate: Elwa (Estland) MiNrn. 28 und 33 im Zusammendruck auf Briefstück (10 000 Euro).

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