68. Jahrgang

Auktionsberichte

33. Gärtner-Auktion: Herausragende Einzelstücke und Sammlungen


22.01.2016 | In insgesamt zehn Katalogen präsentiert das Auktionshaus Christoph Gärtner auf seiner 33. Auktion vom 10. bis 12. Februar Münzen und Banknoten sowie vom 22 bis 27. Februar Briefmarken, postgeschichtliche Be­lege, Ansichtskarten und Sammlungen an seinem Stammsitz in Bietigheim-Bissingen. Rund 38 000 Lose von über 1400 Einlieferern aus der ganzen Welt versprechen wieder ein vielfältiges Angebot, das in Breite und Tiefe überzeugt.


Schwerpunkt Asien

Einen Namen gemacht hat sich das Auk­tionshaus als Asienspezialist. Aus die­sem Bereich kommen 3200 Einzel­lose unter den Hammer, darunter viele High­lights wie z.B. eine der großen Rari­tä­ten des Britischen Common­wealth und der asiatischen Postge­schichte, der einzige vollständige Brief aus Labuan, bei dem Marken von Indien (1856/64 4 a black, 3 mal) in Kombination mit Mar­ken von Hong­kong (1862/63 8 c. yellow-buff Ein­zelstück und Paar) verwendet wurden (24 000 Euro). Ein weiteres Kleinod ist eine bedarfsgebrauchte japanische UPU-Ganzsache aus Nan­king von 1892, die von der lokalen Nan­king-Post über Shanghai (Localpost, japanische Post) und Yokohama (Japan) nach Deutschland verschickt wurde (2000 Euro).

Das Angebot an Einzellosen Übersee, Europa und Thematik umfasst ca. 10 000 Lose von feinen Klassikmarken bis zu modernen Abarten und Beson­der­hei­ten. Die thematische Philatelie be­ginnt mit einem hochkarätigen An­gebot an Antarktis-Belegen. Ein besonders rares Beispiel ist hier die korrekte Verwen­dung des "WARUM NICHT?"-Etiketts (POLE SUD - EXPEDITION CHARCOT/POURQUOI PAS?) auf ei­ner Expeditions­postkarte von 1908 (15 000 Euro). Ebenfalls stark besetzt sind die Motive Olympische Spiele (z.B. Deutsches Reich Olympiade 1936 Block Mi­Nr. 5 U postfrisch und Block MiNr. 6 U mit Sonder­stem­pel, jeweils 5000 Euro), Me­dizin und Pfadfinder.

Bei Übersee ragt Mauritius be­sonders hervor. Zu den bemerkenswertesten Stü­cken gehört ein Brief aus 1864 aus Port Louis/Mau­ri­tius in die französische Kolo­nie Saint Pierre et Miquelon (7500 Eu­ro). Auch die POST-PAID-Ausgabe von 1848 ist mit einem sehr frühen Exem­plar vertreten, das ähnlich rar wie die berühmte Post Office ("Blaue Mau­ri­tius") ist (10 000 Euro). Im Bereich der Flugpost sticht eine Postkarte aus Wind­huk hervor, die für die 7. Süd­ame­ri­kafahrt des LZ 127 bestimmt war, dann aber mit Lufthansa nach Per­nambu­co/ Brasilien befördert wurde (2400 Euro), weil der Anschluss an den Zeppelin verpasst worden war.

Das Titelbild des Euro­pakataloges ziert eine wohlbekannte Basler-Taube mit Plattenfehler auf einem Börsenbericht an Herrn Hensler & Co in Basel (15 000 Euro). Eine der bekanntesten Norwe­gen-Raritäten, ei­ne diagonale Halbie­rung der blauen 4 Skilling, kommt auf einer Ortsbrief­vorderseite aus Chris­tiana zum Verkauf (18 000 Euro). Es sind nur zwei Belege mit dieser Hal­bie­rung bekannt. Ein Tête-Bêche-Paar im überrandigen Viererstreifen der 20 c. Ceres ist ein einmalig schönes Stück der französischen Klassik (20 000 Euro).

Der Deutschland-Katalog mit weit über 5000 Einzellosen enthält ebenfalls viele beachtenswerte Stücke und Raritäten. Ein besonderer postgeschichtlicher Augenschmaus ist ein Brief aus dem Krim-Krieg 1856, der aus Rothen­fels (Ba­yern) stammt und mit einer einmaligen 20-Kreuzer-Drei-Farben-Franka­tur aus insgesamt sieben Marken besteht (20 000 Euro). Ein­heiten wie ein vollrandiger Vierer­block der Preußen MiNr. 8 (4000 Euro), aus Württemberg die Mi­Nr. 21 im Viererblock mit Platten­fehler oder ein Viererblock der 18 Kreu­zer orangegelb mit vollem Original­gummi (15 000 Euro) verdienen ebenfalls Be­achtung. In der nachklassischen Zeit fin­det sich eines der beiden echt gestempelten Exemplare des Heydrich-Blocks (18 000 Euro).

Auch in den Sammlungskatalogen mit über 10 000 Losen können Sammler, Händler und Investoren aus dem Vollen schöpfen. Die thematische Kollektion "75th ANNIVERSARY OF UNIVERSAL POSTAL UNION" weist enorm viele Ra­ritäten und Besonderheiten auf (400 000 Euro). Kapitalkräftige Vogellieb­ha­ber, die beim vorhin erwähnten "Basler Tüb­li" gezuckt haben, werden bei der "Traum­sammlung des Vogelbeobach­ters", in der in über 55 Alben mit 18 000 Mar­ken und Blocks über 3300 verschiedene Wildvogelarten dargestellt werden, fündig (60 000 Euro). Auch Länder­samm­ler können sich auf ein breites An­gebot freuen. Eine Vietnam-Sammlung (60 000 Euro) glänzt mit über 250 Künst­ler­entwürfen und Probedrucken. Eine Au­tographen-Sammlung mit Brie­fen sämtlicher französischer Herr­scher von Napoleon Bonaparte bis Na­poleon III sowie vielen anderen hochgestellten Per­sonen und europäischen Königen rundet die Sammlungsofferte ab (60 000 Euro).

Münzen und Medaillen werden vorab am 10. Februar versteigert, gefolgt von den Banknoten - Einzelstücke und Samm­lungen - am 11. und 12. Febru­ar. Insbesondere bei den Banknoten lässt eine umfangreiche Sammlungs­auf­lösung, in der viele Raritäten (z.B. Polen 1000-Zl.-Schein von 1794 in un­ver­gleich­lich guter Qualität, 60 000 Eu­ro) unter den Hammer kommen, die Sammler­herzen höher schlagen.


Bildbeschreibung: Startet mit 15 000 Euro: "Basler Taube" auf Börsenbericht aus 1845.

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26.11.2017 Groß­tausch­tag
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26.11.2017 Groß­tausch­tag
35396 Gießen-Wieseck/Bürgerhaus Wieseck, ... [mehr]