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Das Sammeln von Briefmarken gehört zu den ältesten Hobbys der Welt und begeistert seit über 180 Jahren Millionen Menschen. In Deutschland sind laut dem Bund Deutscher Philatelisten rund 60.000 Sammler organisiert, weltweit liegt die Zahl bei über 20 Millionen. Für viele steht dabei nicht der materielle Wert im Vordergrund – auch wenn Raritäten wie die „Blaue Mauritius“ Millionenbeträge erzielen –, sondern die Leidenschaft für Geschichte und Kultur. Der Reiz liegt in der Geduld, eine Sammlung über Jahre hinweg aufzubauen, und im besonderen Moment, wenn ein seltenes Stück endlich gefunden wird.
Ähnliche Mechanismen finden sich heute in der digitalen Unterhaltung. Die globale Spielebranche erwirtschaftete 2022 über 184 Milliarden US-Dollar, und Online-Plattformen wie das Goldenstar Online Casino zeigen, wie stark das Bedürfnis nach interaktiven Spielerlebnissen gewachsen ist. Ob beim Drehen eines Roulette-Rads oder beim Kartenspiel: Nutzer erleben einen Adrenalinschub, der dem Nervenkitzel eines Sammlers gleicht. Studien belegen, dass in beiden Fällen Glückshormone wie Dopamin ausgeschüttet werden – ein Beweis dafür, dass Sammeln und Spielen zwei Seiten derselben menschlichen Suche nach Spannung und besonderen Momenten darstellen.
Studien des Instituts für Freizeit- und Spielverhalten in Berlin zeigen, dass sowohl bei Sammlern als auch bei Spielern ähnliche psychologische Muster zu beobachten sind. Der Dopaminausstoß im Gehirn, der beim Entdecken einer seltenen Marke ausgelöst wird, ähnelt dem, der beim erfolgreichen Spielzug entsteht. „Es ist diese Mischung aus Geduld, Strategie und dem gewissen Zufall, die beide Hobbys so spannend macht“, erklärt Dr. Martin Schreiber, Psychologe und Experte für Motivationsforschung.
Auch persönliche Erfahrungen unterstreichen die Parallelen. Der Philatelist Klaus Richter aus Hamburg berichtet, wie er auf Auktionen den gleichen Nervenkitzel verspürt wie Freunde, die Online-Spiele nutzen. „Man fiebert mit, hofft, dass man den Zuschlag bekommt, und manchmal reicht ein einziger Moment, um zu gewinnen oder zu verlieren“, erzählt er.
Dennoch gibt es Unterschiede: Während die Philatelie in erster Linie von Ausdauer, Wissen und dem langfristigen Aufbau einer Sammlung geprägt ist, lebt die Welt der Online-Spiele stärker vom sofortigen Adrenalinkick und schnellen Entscheidungen. Beide jedoch spiegeln die menschliche Suche nach Spannung und Erfüllung wider – sei es durch das Horten kleiner Kunstwerke aus Papier oder durch digitale Erlebnisse auf modernen Plattformen.
Am Ende zeigt sich, dass Sammelleidenschaft und Nervenkitzel keine Gegensätze sind. Sie sind Ausdruck derselben menschlichen Neigung, Freude im Unerwarteten zu finden und Momente zu erleben, die über den Alltag hinausweisen. Ob im Briefmarkenalbum oder am Bildschirm – es sind die Geschichten, Emotionen und das Kribbeln, die beide Welten miteinander verbinden.