69. Jahrgang

Auktionsberichte

Außergewöhnliche Preise für Kolonialmarken


23.04.2018 | (BONN/WM) Einmal mehr waren bei der 161. Auktion der Firma Dr. Reinhard Fischer in Bonn am 16. und 17. März 2018 zahlreiche bemerkenswerte Zuschläge zu notieren.


Bereits das ausgewählte Deutsch­land­angebot im Einzel­losbereich setzte Ak­zente. So erzielte ein Nothil­fe-Block des Deut­schen Reichs mit einem auf dieser Ausgabe wohl einmaligem Sonder­stempel "Brief­mar­ken Ausstellung Han­nover" in tadelloser Er­haltung 4500 Euro. Wie für Dr. Fischer üblich, brachten außergewöhnliche Werte der Deutschen Kolonien ebenso außergewöhnliche Preise. Das vielleicht schönste existierende gestempelte Stück des Doppeldrucks des Futschau-Provisoriums mit steilem Aufdruck MiNr. 7 II DD fand für hervorragende 7100 (6000) Euro einen neuen Liebhaber. Die seltene Kiautschou MiNr. 2 auf Karte brachte es auf einen Zuschlag von 3250 Euro.

Das reichhaltige und breite Angebot Zep­pelinpost und Vertragsstaaten mit über 150 Losen wurde viel beachtet. Seltenste Briefe der Italienfahrt und gute Zuleitungspost verbuchten stolze Preise mit teils außerordentlichen Steigerungen. Für eine Zuleitung von Luxemburg zur Italienfahrt 1933 (Sieger 207) und einen Satzbrief der paragua­yischen Post zur 5. Südamerikafahrt (Sie­ger 304) fiel der Hammer erst beim Dreifachen des Schätzpreises!

Eine Blockausgabe der Lokalausgabe Strausberg ist an sich keine Selten­heit, doch auf ge­laufenem Brief sind aufgrund der Größe des Blocks kaum Exemplare bekannt, so dass der Block 3 auf ei­nem ebensolchen die Katalognotierung mit einem Zuschlag von 220 (50) Euro ad Ab­surdum führte. Wiederholt sehr gefragt waren seltene Wasserzeichen-Abarten der DDR, die MiNr. 338 XII und der Thälmann-Block mit Wasserzeichen XII erzielten je 3000 Euro, die MiNr. 512 XI brachte 4200 (3000) Euro.

Das tolle Angebot klassischer Marken der USA wurde rege nachgefragt. Gleich mehrere Telefonbieter lieferten sich hitzige Gefechte, so dass die im Saal anwesenden Sammler und Kommissionäre kaum zum Zug kamen. Eine MiNr. 6 I wurde von 100 auf 360 Euro gesteigert, und ein außergewöhnlich schönes Stück der MiNr. 6 II vervierfachte seinen Ansatz mit einem Zu­schlag von 210 Euro. Seltene Ausgaben von China erzielen nach wie vor hohe Preise; ein postfrischer Fünferstreifen von Maos Thesen MiNr. 1020-1024 wurde für 3200 (2500) Euro verkauft.


Bildbeschreibung: Stieg bei Dr. Fischer von 3000 auf 4200 Euro: DDR MiNr. 512 XI in postfrischer Erhaltung.

» www.reinhardfischerauktionen.de

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Auktionskalender

DatumAuktion
01.09.2018 Sonderauktion Peter Zgonc
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Veranstaltungskalender

DatumVeranstaltung
19.08.2018 Briefmarken-, Münz- und Ansichtskartentausch
33330 Gütersloh/Casino "Grün-Weiß", ... [mehr]
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