69. Jahrgang

Auktionsberichte

Gesuchte Stücke der Besetzungs- und Abstimmungsgebiete


23.04.2018 | AACHEN Ein qualitativ hochwertiges An­ge­bot aus allen Bereichen der Philatelie prä­sentiert die 62. AIX-PHILA-Briefmarken­auk­tion am 11. und 12. Mai.


Der Schwerpunkt bei den deutschen Mar­ken vor 1945 liegt dabei auf Ausgaben der Besetzungs- und Abstimmungsgebiete in Nordosteuropa während des Ersten Welt­krieges. Ob Allenstein, Marienwerder, Ober­schlesien oder Memel, von all diesen Ge­bieten gibt es eine Fülle von Besonderheiten wie z. B. bei Memel die unverausgabte 80 Pf Germania, die mit 3000 Euro ins Rennen geht, oder ein Satz litauischer Marken mit
grünem Aufdruck, der mit 1500 Euro startet. Traditionell stark ver­tre­ten ist das Deut­sche Reich mit Not­hilfeblocks, Zep­pelin­sätzen und Markenheftchen ebenso wie das Saarland mit einer Fülle von Aufdruckbe­sonder­heiten und zwei "Ur­drucksät­zen", die mit je 800 Euro unter den Ham­mer kommen. Na­türlich sind aus Nach­kriegs­deutschland Post­hornsätze, Währungs­blocks und all jene Mar­ken, die beim Sammler besonders be­gehrt sind, reichlich vertreten. Eine Welt­ra­rität präsentiert Finnland mit der Katalog­nummer 46 F, einem Fehldruck, bei dem eine Marke zu 3,50 Rubel auf dem farbigen Bild der 7 Rubel gedruckt wurde. Die Mar­ke, von der weltweit höchstens eine Hand­voll Exemplare existieren dürfte, startet mit 3000 Euro. Ein weiterer Fehl­druck auf einer finnischen Zeppelinmarke, nämlich die Jahreszahl 1830 statt 1930, spekuliert mit wenigstens 600 Euro. Auch Polen wartet mit einer Rarität auf: Eine 40 Pf Germania erhielt durch Bogenumschlag den nötigen Aufdruck nur auf der Rückseite. Dieses Ma­leur soll dem Besitzer der weltweit nur einmal existierenden Marke mindestens 3000 Euro einbringen!

Höhepunkt der zweitägigen Versteigerung wird der Samstag sein, wenn mehr als 1300 Sammlungen, Partien oder sogar ganze Nach­lässe unter den Hammer kommen. Wie schon in der Vergangenheit, dürfte das In­teresse bei Sammlern, Händlern und Anle­gern aus dem In- und Ausland riesengroß sein, stammt doch der größte Teil aus Samm­lerhänden, ist entsprechend moderat ausgerufen und bietet reichlich Chancen auf das ein oder andere Schnäppchen. Ein komplettes Regal Briefmarken startet mit 5000 Euro, ein weiteres mit 3000 Euro, eine Kol­lektion Deutsches Reich mit derselben Sum­me. Etliche Deutschland-Sammlungen vor und nach 1945 kommen mit Schätz­preisen bis zu 2000 Euro zum Ausruf, eine moderne Sammlung Frankreich mit allen "Schika­nen" geht mit 2500 Euro ins Ren­nen, eine fast komplette Kollektion Finnland mit 1500 Euro. Eine Kollektion Österreich mit u. a. zwei Wipa-Blocks eröffnet mit 3000 Euro, Kanada mit 1500 Euro. Das Spitzenstück einer in der Klassik beinahe vollständigen Sammlung Vereinigte Staa­ten, der Kolum­bus­satz, dürfte die veranschlagten 2000 Eu­ro schnell zur Makulatur werden lassen.

Natürlich gibt es auch für Bieter, die kleinere Summen investieren wollen, Möglichkeiten satt und genug, erfolgreich mit zu steigern, werden doch viele Dutzend Briefmarkenpo­sitionen mit "Gebot", sprich 10 Euro, auf die Reise geschickt.

Neben den Briefmarken verdient auch ein hochwertiges Münzangebot Beachtung. Aus einem starken Teil deutscher Kaiserzeit ragt beispielsweise eine Goldmünze zu 10 Taler Hannover von 1838 heraus, die mit 800 Euro ins Rennen geht, oder eine Sil­bermünze zu 2 Mark Reuss (ältere Linie), die mindestens 1000 Euro erzielen soll. Weimar ist ebenso stark vertreten wie die Bundes­republik mit sämtlichen gesuchten Gold- und Silbermünzen von 1951 bis heute. Et­liche Goldmünzen aus Ländern rund um den Globus runden den Einzellos-Teil ab.

Neben gut ausgebauten Sammlungen etlicher Länder und Epochen sollten es auch mehrere hochwertige Anlegerposten mit Goldmünzen nicht schwer haben, neue Be­sitzer zu finden, genauso wenig wie für Münz­experten Sammlungen so populärer Länder wie China und vor allem Russland. Eine Kollektion moderner Palladiumstücke geht hierbei mit 5000 Euro an den Start, eine ähnliche Sammlung - dieses Mal aber mit Münzen aus Platin - mit 2500 Euro. Viel­fältig ist auch das Angebot an Mo­tiv­samm­lungen: Beethoven, Schiffe oder Olym­pi­sche Spiele sind ebenso vertreten wie eine Auswahl Tiermotive des World Wildlife Fund, die mit 3000 Euro unter den Hammer kommt.


Bildbeschreibung: 40 Pf Germania mit vorder- und rückseitigem Aufdruck (3000 Euro).

» www.aixphila.de

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Auktionskalender

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