Zahlreiche Raritäten und Unikate der SBZ und DDR

29.10.2019 | DRESDEN Rund 3850 Lose, davon etwa 600 Sammlungen und Lots, umfasst die 180. Dresdner Briefmarken-Auktion am 13. und 14. November 2019.

Herausragend ist das Angebot SBZ und DDR mit zahlreichen Raritäten und Uni­ka­ten. Mit 12 000 Euro geht der vermutlich einzig vollständig erhaltene Bogen der SBZ MiNr. 42 L an den Start. Das Be­sondere: Der Bogen ist an allen vier Seiten am Rand ohne Durchstich, wodurch verschiedene Typen teilgezähnter Marken vorliegen, die alle bisher nicht im MICHEL-Spezial gelistet sind. Von der MiNr. 46 Na ist einer der wenigen existierenden Belege als portorichtige Ein­zelfrankatur für 600 Euro Mindestgebot zu haben. Höchstwahr­scheinlich ein Unikat ist die DDR MiNr. 255 DV aus der rechten un­teren Bogenecke auf eingeschriebenem Luft­post-Eilboten-FDC in die USA (1400 Euro). Mit 1500 Euro geht die MiNr. 317 YI ge­stempelt an den Start. Ein Unikat ist die Mi­Nr. 323 va YI im postfrischen waagerechten Paar mit vollständigem Druckvermerk, der bisher nicht vorlag (2000 Euro). Eine weitere Rarität, die MiNr. 383 P, wird mit 1000 Euro ausgerufen. Das zweite bekannte Exem­plar der MiNr. 406 XI z ist mit 500 Euro angesetzt. Eine Neuentdeckung ist die Mi­Nr. 437 g XII z in postfrischer Erhaltung (500 Euro). Zur Aufnahme in den MICHEL-Deutschland-Spezial-Katalog vorgeschlagen ist die MiNr. 465 A XI, die mit 2200 Euro taxiert ist. Eine Erstvorlage in postfrisch ist auch die MiNr. 465 A XII (1400 Euro). Auch die 10 Pf MiNr. 479 XI mit dem seltenen Wasserzeichen XI ist das erste Mal aufgetaucht. Sie beginnt mit 800 Euro. Ebenfalls bisher unbekannt ist die MiNr. 596 mit der Abart „Druck auf gestrichenem Papier mit richtig stehendem Wz.“ (750 Euro). Nur ein weiteres Mal registriert ist die MiNr. 721 X, für die auf der Dresdner Briefmarken-Auk­tion mindestens 800 Euro zu bieten sind. Den Reigen dieser Raritätenauswahl schließt der einzig frei verfügbare Probedruck der MiNr. 1297 für 600 Euro Ausruf.

Viele gute Marken und Briefe zeigt Alt­deutschland, beispielsweise der 18-Kreuzer-Ganzsachenumschlag Baden MiNr. U5A (800 Euro). Ein waagerechter 3er-Streifen des „Schwarzen Einsers“ von Bayern (MiNr.1 Ia) geht mit 5000 Euro ins Ren­nen. Eben­falls diesen Ausruf hat ein senkrechten 3er-Streifen dieser Marke auf kleinem Falt­brief. 1000 Euro Ausruf hat ein gebrauchter Hel­goland-Fehldruck Mi­Nr. 8 F. Eine große Ganzsa­chen-Rarität ist der württembergische Umschlag MiNr. U 25 I ungebraucht (1600 Euro).

Beachtung verdient auch die Auflösung ei­ner Spe­zialsamm­lung Deutsch-Südwest­afri­ka mit Stempel-Beson­der­­hei­ten, etwa von Bogenfels in blauer Farbe (Unikat) auf frankiertem Formularausschnitt (1800 Eu­ro). Ei­ne eingeschriebene Inlands-Post­karte mit der handschriftlichen Entwertung „Ota­vi“ und Wanderstempel vom 2.1.00 soll mindestens 1800 Euro bringen.

Bildbeschreibung: Startet auf der Dresdner Briefmarken-Auktion mit 1400 Euro: DDR MiNr. 255 als Einzelfrankatur vom Ersttag in die USA.

» www.dresdner-briefmarkenauktion.de