Handverlesene Postgeschichte zu kleinen Preisen

29.10.2019 | WUNSTORF Wie gewohnt einmal im Jahr, diesmal für den 16. November 2019, legt die Firma Peter F. Harlos KG aus Wunstorf ihren neuen Auktionskatalog vor.

 

Wieder werden 5000 Briefe, Karten und Ansichts­karten, handverlesen als Einzellose, aus den meisten Bereichen der deutschen und internationalen Postgeschichte angeboten, oft zu sammlerfreundlichen Preisen ab 10 Euro. Die Firma benutzt häufig sehr niedrige Ausrufe, um möglichst vielen Sammlern die Gelegenheit zum Mitbieten zu geben.

Social Philately wird bei Peter Harlos immer großgeschrieben. Ihm geht es meist darum: Wer hat den Brief oder die Karte geschrieben? Wer war der Empfänger? Warum wur­de eine Mitteilung gemacht?

Interessante Briefschreiber sind auf vielen Seiten dieses Auktionskataloges zu finden. Wissenschaftler, Literaten, Weltreisende ha­ben ihre Spuren auf Briefen und Karten hinterlassen. Besonders am Herzen liegen Har­los die vielfältigen Belege zur Geschichte der Juden in Deutschland. Dazu zählen nicht nur die Dokumente aus den Konzen­tra­ti­onslagern, sondern auch „letzte Briefe“, von jüdischen Einwohnern vor einer zu er­war­tenden Deportation in den Osten an ih­re Angehörigen geschrieben, die oft schon in den Ghettos in Shanghai oder auch auf den Philippinen wohnten. Und wer weiß heute noch, dass auf dem Dachboden des Gast­hofs zur Sonne von Großwerther im März 1945 für zwei Wochen ein Nebenlager des KZ Dora eingerichtet war? Bei Harlos ist das nachzulesen!

Schwerpunkte sind diesmal die Auflösung mehrerer Ausstellungssammlungen:

– Rohrpost Berlin und München mit seltenen Ganzsachen und Portostufen;
– Französische Zone 1945 mit guten Pro­bedrucken und Zensuren, dabei viele Be­an­standungen und die seltene Berlin-Zensur (1000 Euro);
– AM-Post 1945 (200 Lose) ebenfalls mit vielen beanstandeten Briefen sowie früher Aachen-Beleg für 1500 Euro; Mecklenburg-Vorpommern mit den Lokal­ausgaben (150 Lose); Kontrollrat 1946 (200 Lose) mit Frankatu­ren, diesmal auch mit Einzelmarken in besseren Farben, z. B. 6 Pf Ziffer in schwarzviolettgrau im 4er-Block (5000 Euro);
– Frühe Maschinenstempel des Deutschen Reiches ab Hinrichsen, dabei auch das Uni­kat eines Briefstücks mit dem ersten Hoster-Stempel von Berlin (700 Euro);
– Notopfer Berlin mit vielen Papier- und Wasserzeichen-Abarten, dabei die MiNrn. 7 postfrisch und 1 BX auf Briefstück;
– Olympische Spiele 1936 mit Absender­freistempeln (z. B. Leni Riefenstahl für 400 Euro), Einschreibbriefen, Foto- und Sonder­kar­ten (200 Lose);
– Zensurpost 1914-1945 (200 Lose) mit seltenen Beanstandungszetteln.

Traditionell stark vertreten sind bei Harlos Belege aus den Anfängen der Polnischen Re­publik ab 1919, Zensur- und Militärge­schichte, Feld- und Kriegsgefangenenpost, Luftpost sowie Deutsche Nebengebiete wie Memel, Allenstein und Kolonien.

Über 1000 Lose internationale Postge­schich­te mit Schwerpunkten Österreich, British Com­monwealth und China bilden den Abschluss des Kataloges.

» www.harlos-auktion.de