MICHEL mit Deutschen Verlagspreis ausgezeichnet!

03.12.2019 | FRANKFURT/MAIN Dem Schwaneberger Ver­lag ist auf der Frankfurter Buchmesse der Deutsche Verlagspreis verliehen worden.

Staatsministerin für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters hat die Aus­zeichnung 2019 erstmalig ver­geben, um die Arbeit un­ab­hängiger Verlage in Deutsch­land zu würdigen. Die Ver­treter von insgesamt 67 un­abhängigen Ver­lagen aus ganz Deutschland hatten sich im großen Festzelt versammelt, um die Ehrung entgegenzunehmen. Die Gewinner wa­ren von einer unabhängigen Jury unter dem Vorsitz des Li­teraturkritikers Denis Scheck aus insgesamt 312 Bewer­bun­gen ausgewählt worden.

Der Schwaneberger Verlag zählt zusammen mit wbg (Wissen­schaftliche Buch­ge­sell­schaft), Reclam und EMF (Edition Micha­el Fischer) zu den vier größeren ausgezeichneten Verlagshäusern mit mehr als 3 Mil­lionen Euro Jahresumsatz, denen Prof. Mo­nika Grütters undotierte Gütesiegel verlieh.
Dass MICHEL, der „Reiseführer durch die Welt der Briefmarken“, diese große Aner­kennung erhielt, begründete die Jury so: „Mit dem undotierten Gütesiegel zeichnen wir vier Verlagshäuser aus, die auf erstaunliche Wei­se zeigen, wie sich Tradition und Zukunfts­fähigkeit verbinden lassen und wie die dafür nötigen Transformationsprozesse gelingen können. (…) Dem Verlag Schwa­neberger ist es mit dem MICHEL-Katalog gelungen, sei­ne Weltmarktrelevanz zu behaupten und sich in einer technisch und kommunikativ vollkommen veränderten Welt an die neuen Gegebenheiten anzupassen und sie sogar für sich zu nutzen.“

Der Schwaneberger Verlag treibt die ge­nannten Transformationsprozesse seit Jah­ren voran, um innovative Produkte für Samm­ler umzusetzen. Neue Datenbank­tech­no­lo­gien ermöglichen Sammlern weltweit in­zwischen nicht nur, mit dem MI­CHEL-On­line schnell und einfach auf MI­CHEL-Informationen zuzugreifen, sondern machen auch das traditionsreiche, gedruckte Nach­schla­gewerk so individuell wie nie zuvor: Mit MeinMICHEL kann jedes noch so außergewöhnliche Sammelgebiet und die MICHEL-Information zu jeder Sammlung auf den Markensatz genau zusammengestellt und zu einem „echten“, haptischen MI­CHEL ge­bun­den werden.

Ein weiteres entscheidendes Kriterium für die Auszeichnung bestand auch im sozialen und kulturellen Engagement der Verlage. Hier zeichnet sich der Schwaneberger Ver­lag insbesondere durch die Jugendförde­rung und das Bemühen aus, die Briefmarke als traditionsreiches Kulturgut in das gesellschaftliche Bewusstsein zu tragen und zu halten. Mit verschiedenen Initiativen und Ver­anstaltungen unterstützt der Verlag seit Jah­ren den Lichtblick Hasenbergl, eine Be­treu­ungseinrichtung für benachteiligte Kinder und Jugendliche, ermutigt Kinder durch die Aktion „Junior-Sammler“ zum Auf- und Aus­bau der eigenen Sammlung und kürt mit dem Hugo-Michel-Förderpreis be­sonders en­gagierte Philatelisten.

Prof. Monika Grütters gratulierte allen von der Jury ausgewählten Preisträgern: „Die aus­gezeichneten Verlage sind Leuchttürme in unserer weltweit einzigartig vielfältigen Li­teraturlandschaft“, sagte sie. „Dies ist et­was, worauf wir im Land der Dichter und Denker sehr stolz sein können. Es ist mir ein Herzensanliegen, die wertvolle Arbeit der Ver­lage mit dem Deutschen Verlagspreis noch sichtbarer für die Öffentlichkeit zu machen.“

Bildbeschreibung: Staatsministerin für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters und MICHEL-Geschäftsführer Hans W. Hohenester (Foto: Bundes­re­gie­rung: Reimold).